Mehr als 3.000 Tonnen pro Tag – WWF fordert zum Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung verbindliche Reduktionsziele und erleichterte Lebensmittelspenden
Tiwag-Studie: WWF warnt vor Profiten auf Kosten der Natur
Anlässlich der heute, Mittwoch präsentierten „Wertschöpfungsstudie“ der Tiwag kritisiert die Naturschutzorganisation WWF den „einseitigen Tunnelblick“ des Energiekonzerns auf die in Tirol bereits extrem ausgebaute Wasserkraft. „Die Tiwag investiert immer noch wie ein Dinosaurier, der die Zeichen der Zeit nicht erkennt. Anstatt mit sündteuren Uralt-Projekten wie dem Kaunertal-Ausbau das Tiroler Naturerbe zu zerstören, muss eine naturverträgliche Energiewende im Vordergrund stehen“, sagt WWF-Expertin Bettina Urbanek. „Der einseitige Fokus auf wirtschaftliche Effekte ignoriert vor allem bei der Wasserkraft die langfristigen Schäden für die Biodiversität und kommende Generationen. Der ewige Verlust von einzigartigen Flüssen, Hochtälern und Mooren wird von der Tiwag systematisch schöngefärbt und kleingeredet“, kritisiert Urbanek mit Blick. Ebenfalls ausgeblendet werde in der Studie die Tatsache, dass viele Touristinnen und Touristen gerade wegen der schönen Natur nach Tirol kommen.
Der WWF fordert einen „glaubwürdigen Kurswechsel“ der Tiwag in Richtung einer zeitgemäßen natur- und klimaverträglichen Energiezukunft. „Eine echte Energiewende geht nicht auf Kosten der letzten unberührten Naturräume, sondern verfolgt einen umfassenden Ansatz“, sagt Bettina Urbanek. Dazu zählen eine konsequente Priorisierung von Effizienzmaßnahmen, die naturverträgliche Modernisierung bestehender Kraftwerke sowie ein deutlich stärkerer Ausbau der Photovoltaik. Besonders groß sei zudem der Investitionsbedarf des Tiwag-Konzerns beim Ausstieg aus fossilen Heizsystemen. „Das hat die Tiwag so wie die gesamte Landespolitik jahrzehntelang stark vernachlässigt, auch aufgrund ihres Tunnelblicks bei der Wasserkraft“, sagt Bettina Urbanek vom WWF.
News
Aktuelle Beiträge
WWF warnt vor Ausweitung von Kärntens rechtswidriger Abschusspolitik
Naturschutzorganisation kritisiert Drängen auf mehr Wolfsabschüsse in Italien und Slowenien – Österreichs Schutzpflichten bleiben bestehen
WWF: Renaturierungsprojekte auf über 67 Kilometern im „Amazonas Europas“
WWF-Bilanz zu fünf Jahren UNESCO-Biosphärenpark Mur-Drau-Donau: Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung von über 67 Kilometern Flussabschnitten und Seitenarmen teils abgeschlossen oder in Umsetzung – Pläne für weitere 270 Flusskilometer liegen vor
Good News: Nachwuchs in Inas ausgewilderter Bison-Herde
Vor 8 Monaten wurden die Tiroler Bison-Kuh Ina und ihre Herde nach Aserbaidschan umgesiedelt. Und das Projekt zeigt Erfolge: Die Herde hat sich gut eingelebt und es wurde sogar bereits das erste Kalb geboren.
WWF: Vorarlberg schwächt Naturschutz und Rechtssicherheit
Scharfe Kritik zum Begutachtungsende: Kontrollrechte bei Großprojekten fallen weg – Naturschutzanwaltschaft an 20 Stellen beschnitten – Schutzstreifen an naturnahen Ufern auf fünf Meter reduziert
WWF-Umfrage: Führungskräfte sehen ökologischen Umbau als Wettbewerbsvorteil
Europäische Führungskräfte befragt: 55 Prozent bewerten Folgen der EU-Deregulierung negativ oder gemischt – WWF fordert verlässliche Umweltpolitik statt Zick-Zack-Kurs
Namlosbach: WWF kritisiert irreführende Aussagen der E-Werke Reutte
Massiver Eingriff in geschützten Bach wird als ökologisch unbedenklich dargestellt – WWF kritisiert Schönfärberei und fordert Projektstopp
Artenschutzprojekt im Kaukasus erfolgreich: Herde mit Tiroler Bison-Kuh „Ina“ wächst
WWF-Auswilderungsprojekt mit europäischen Bisons zeigt Erfolge: Herde gut eingelebt, erstes Kalb geboren – Population steigt auf 90 Tiere – GPS-Sender verfolgen Bewegungen – Weitere Auswilderungen geplant
WWF-Auswertung: Tötungskontingente für über 1.000 Biber in sechs Bundesländern
WWF kritisiert EU-rechtswidrige Verordnungen und ausgehebelte Einzelfallprüfungen – Tötungen können zwei Jahrgänge von Jungtieren treffen – Vorrang für Prävention gefordert










