Bericht zeigt alarmierende Entwicklung: Artensterben, Klimakrise und Verschmutzung setzen europäischen Meeren massiv zu – WWF fordert verbindlichen Meeresschutz im EU Ocean Act
Tiwag-Studie: WWF warnt vor Profiten auf Kosten der Natur
Anlässlich der heute, Mittwoch präsentierten „Wertschöpfungsstudie“ der Tiwag kritisiert die Naturschutzorganisation WWF den „einseitigen Tunnelblick“ des Energiekonzerns auf die in Tirol bereits extrem ausgebaute Wasserkraft. „Die Tiwag investiert immer noch wie ein Dinosaurier, der die Zeichen der Zeit nicht erkennt. Anstatt mit sündteuren Uralt-Projekten wie dem Kaunertal-Ausbau das Tiroler Naturerbe zu zerstören, muss eine naturverträgliche Energiewende im Vordergrund stehen“, sagt WWF-Expertin Bettina Urbanek. „Der einseitige Fokus auf wirtschaftliche Effekte ignoriert vor allem bei der Wasserkraft die langfristigen Schäden für die Biodiversität und kommende Generationen. Der ewige Verlust von einzigartigen Flüssen, Hochtälern und Mooren wird von der Tiwag systematisch schöngefärbt und kleingeredet“, kritisiert Urbanek mit Blick. Ebenfalls ausgeblendet werde in der Studie die Tatsache, dass viele Touristinnen und Touristen gerade wegen der schönen Natur nach Tirol kommen.
Der WWF fordert einen „glaubwürdigen Kurswechsel“ der Tiwag in Richtung einer zeitgemäßen natur- und klimaverträglichen Energiezukunft. „Eine echte Energiewende geht nicht auf Kosten der letzten unberührten Naturräume, sondern verfolgt einen umfassenden Ansatz“, sagt Bettina Urbanek. Dazu zählen eine konsequente Priorisierung von Effizienzmaßnahmen, die naturverträgliche Modernisierung bestehender Kraftwerke sowie ein deutlich stärkerer Ausbau der Photovoltaik. Besonders groß sei zudem der Investitionsbedarf des Tiwag-Konzerns beim Ausstieg aus fossilen Heizsystemen. „Das hat die Tiwag so wie die gesamte Landespolitik jahrzehntelang stark vernachlässigt, auch aufgrund ihres Tunnelblicks bei der Wasserkraft“, sagt Bettina Urbanek vom WWF.
News
Aktuelle Beiträge
Wasserkrise und Tiersterben: WWF fordert Krisengipfel zur Rettung der Unteren Lobau
Bürgermeister, Umweltstadträtin und Umweltminister sollen Sofortmaßnahmen gegen die Wasserkrise vereinbaren – Weiteres Zuschauen wäre völlig verantwortungslos
Tiefsee in Gefahr: Staaten entscheiden über Moratorium für Rohstoffabbau am Meeresgrund
Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Vorarlberg – WWF kritisiert geplante Bibertötungen scharf
Neue Verordnung soll Tötung von bis zu 32 Tieren jährlich ermöglichen – Naturschutzorganisation fordert Vorrang für Prävention und unabhängige Einzelfallprüfung
Amazonas: Neue Studie warnt vor 1,4 Millionen Hektar zusätzlicher Entwaldung
Science-Studie untersucht Folgen des Rückzugs großer Sojahändler aus freiwilligem Soja-Moratorium – WWF-Umrechnung: Prognostizierte Rodungsfläche entspricht rund 34-mal Wien – Entwaldungsfreie Lieferketten gefordert
WWF startet Biodiversitäts-Training für Lehrlinge
Neues Weiterbildungsangebot verbindet Naturerlebnis, Artenschutz und Wirtschaft – Pilotphase mit Wien Energie und Caritas Wien im WWF-Auenreservat Marchegg in Niederösterreich
WWF startet erstmals Wahl zu Österreichs Fluss des Jahres
Online-Voting über neun Flüsse aus allen Bundesländern bis 1. September – Fachleute wählten Kandidaten nach Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbedarf aus
Google-Ausbau: WWF fordert rasche Reparatur des UVP-Gesetzes
Google-Ausbau: WWF fordert rasche Reparatur des UVP-Gesetzes
Neue Zahlen: Möglicher Stromverbrauch entspricht fast einem Drittel des Stromverbrauchs von ganz Oberösterreich – Gesamter Ausbau muss Umweltprüfung durchlaufen – Stromhunger darf nicht auf Natur abgewälzt werden
Huchensterben in der Ybbs: WWF warnt vor tödlichen Wanderhindernissen
Fotos zeigen stark gefährdete Fische vor Kraftwerksbarrieren – WWF fordert funktionsfähige Fischaufstiege und durchgängige Flüsse als Schutz vor zunehmender Hitze










