660 Meter Menschenkette in Innsbruck machte Ausmaß des geplanten Tiwag-Staudamms sichtbar – Initiative „Rettet das Platzertal“ fordert Stopp des Projekts und naturverträgliche Alternativen
Fridays for Future und WWF rufen zum weltweiten Klimastreik auf
Fridays for Future, WWF und #aufstehn rufen zu weltweitem Klimastreik am Freitag auf. Klimaschutzgesetz und Bodenschutzvertrag gefordert
Die zentralen Forderungen präsentierten Fridays For Future Österreich gemeinsam mit dem WWF Österreich und der zivilgesellschaftlichen Organisation #aufstehn am Dienstag: „Ich habe genug von einer Politik, die mit Lügen und Korruption Hand in Hand geht. Die Verantwortung für die Klimakrise lässt sich nicht abschieben. Ich wünsche mir ein Ende der leeren Versprechen und tiefgreifende Maßnahmen. Setzen wir die Politik am Freitag gemeinsam unter Druck!“, sagt Paula Dorten, Schülerin und Aktivistin bei Fridays for Future aus Wien. Wie unzureichend die Klimapolitik der österreichischen Regierung ist, zeige sich schon allein daran, dass seit mehr als 200 Tagen kein Klimaschutzgesetz in Kraft ist und klimaschädliche Straßenbauprojekte von weiten Teilen der Entscheidungsträger*innen trotz gegenteiliger wissenschaftlicher Studien als zukunftsfähig verkauft würden. “Statt die Bevölkerung auf die Notwendigkeit tiefgreifender Veränderungen vorzubereiten, wird Klimaschutz verzögert und verhindert”, sagt Dorten.
Klarer Auftrag an die Regierung
Hanna Simons, Programmleiterin des WWF Österreich, appelliert: “Wir brauchen die rasche Einführung eines starken Klimaschutzgesetzes, die Umsetzung der öko-sozialen Steuerreform und den sofortigen Stopp klimaschädlicher Straßenbauprojekte.” Zudem sei ein verbindlicher Bodenschutzvertrag nötig, der den massiven Flächenfraß von zuletzt 11,5 Hektar wertvoller Grünflächen pro Tag auf einen Hektar reduziert: „Die massive Verbauung befeuert die Klimakrise, verschlimmert die Auswirkungen von Umweltkatastrophen wie Überschwemmungen und schadet der menschlichen Gesundheit. Wir müssen unsere Naturräume schützen – sie sind unsere beste Versicherung im Kampf gegen die Klimakrise“, sagt Simons.
Johanna Morandell, Campaignerin bei der zivilgesellschaftlichen Organisation #aufstehn, betont, dass die Klimakrise manche Menschen stärker betrifft als andere – beispielsweise aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe oder ihres Einkommens – auch hier in Österreich: “Wir brauchen dringend Klimaschutzmaßnahmen, die gerade jene Gruppen von Menschen besonders berücksichtigen, die bereits jetzt die negativen Folgen der Klimakrise am stärksten zu spüren bekommen. Der weltweite Klimastreik steht daher im Zeichen der Intersektionalität und der Klimagerechtigkeit.”
Streik in Wien mit über 100 Organisationen
In Wien findet der Klimastreik als breites Bündnis von Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften und vielen weiteren statt. Von GLOBAL 2000 und Greenpeace, dem österreichischen Roten Kreuz, der Plattform für menschliche Asylpolitik, SOS-Kinderdorf bis hin zur österreichischen Arbeiterkammer soll gezeigt werden, dass die Bewegung für Klimaschutz längst von allen Generationen mitgetragen wird.
Details zum Klimastreik in Wien: Weltweiter Klimastreik am 24.09. – Klimaprotest
Details zu österreichweiten Klimastreiks: Weltweiter Klimastreik 24.9. – Fridays For Future Austria
News
Aktuelle Beiträge
WWF zu EABG-Einigung: Schutz der letzten Flussjuwele vor Aushebelung bewahrt
Untauglicher Entwurf der Koalition in parlamentarischen Verhandlungen entschärft, aber Druck auf Flüsse bleibt hoch – WWF fordert Energiewende mit naturverträglichen Standorten und mehr Effizienz
Budget: WWF kritisiert Kürzungen bei Umwelt und Klima
Umweltschutzorganisation ortet falsche Prioritäten: Umweltschädliche Subventionen bleiben großteils unangetastet, Biodiversität bleibt unterfinanziert, beim Klimaschutz wird gekürzt
WWF: Österreichs Luchsbestand auf nur mehr rund 30 Tiere geschrumpft
Tag des Luchses: Aktueller FFH-Bericht an die EU-Kommission zeigt weitere Verschlechterung der bislang größten Teilpopulation im Mühl- und Waldviertel – WWF fordert rasche Bestandsstützung
WWF: Neun von zehn Flusspegeln mit Niedrigwasser
90 Prozent der Pegelmessstellen mit niedrigen bis sehr niedrigen Abflüssen – Flüsse in Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark besonders betroffen – WWF fordert mehr Renaturierung und Schutz für Gewässer
Welttag der Ozeane: WWF fordert Verdreifachung der Schutzgebiete im Mittelmeer
Rund 90 Prozent der Meeresfläche im Mittelmeer derzeit nicht geschützt – Überfischung, Verschmutzung und Klimakrise bedrohen einzigartige Artenvielfalt
WWF-Check: Rund ein Drittel der Grillfleisch-Angebote ohne österreichische Herkunft
95 Prozent der Grillfleisch-Angebote aus konventioneller Tierhaltung, nur jedes 20. Angebot ist Bio – WWF fordert verpflichtende Kennzeichnung von Herkunft und Haltung
Neue Studie: Ökonomin Stagl warnt vor Budgetrisiken durch fehlende Klimapolitik
Analyse zeigt hohe finanzielle Risiken durch Extremwetter, fossile Preisschocks und fehlende Vorsorge – WWF fordert stärkere Berücksichtigung von Klimarisiken im Doppelbudget
WWF-Erfolg: WWF weitet Monitoring von Seeadlern aus
So viele besenderte Seeadler wie noch nie zuvor helfen dem WWF, die Rückkehr der Art zu begleiten. Die Daten liefern spannende Einblicke und zeigen, welche Schutzmaßnahmen besonders wichtig sind.










