Österreich droht Klimaziele zu verfehlen, Strafzahlungen in Milliardenhöhe möglich – WWF fordert Abbau umweltschädlicher Subventionen sowie Natur- und Bodenschutz-Offensive
Frühlingsbote: Erste Weißstörche im WWF-Auenreservat Marchegg gelandet
Traditionelle Frühlingsboten sind wieder zurück aus ihrem Winterquartier – WWF zieht positive Bilanz: Anzahl der Brutpaare stabil, Bruterfolg verbessert – WWF-Auenreservat bietet perfekte Lebensbedingungen
Wien/Marchegg, am 7. März 2021 – Zwei Wochen früher als im vergangenen Jahr ist dieser Tage der erste Weißstorch der Saison im WWF-Auenreservat in den niederösterreichischen Marchauen gesichtet worden. Nach einer kleinen Erkundungsrunde über Marchegg hat sich der erste Storch auf einem Horst in der Herrschaftsau niedergelassen und bald Gesellschaft bekommen. „In den nächsten Wochen werden die weiteren Störche im Schutzgebiet eintreffen und ihre Nester in den alten Eichen einem Frühjahrputz unterziehen. Üblicherweise beginnt dann im April die Brutsaison“, erzählt Jurrien Westerhof vom WWF Österreich. Die Naturschutzorganisation zieht eine positive Bilanz: „2020 haben in den Unteren Marchauen 37 Storchenpaare 91 Junge großgezogen. Die Anzahl der Brutpaare liegt damit im Schnitt der vergangenen Jahren. Der Bruterfolg hat sich gegenüber 2019, mit einem sehr kalten und nassen Mai, deutlich verbessert. Besonders die Anzahl der ausgeflogenen Jungvögel pro Brutpaar war 2020 überdurchschnittlich hoch“, sagt Westerhof.
Im geschützten WWF-Auenreservat Marchegg erlebt Meister Adebar äußerst günstige Lebensbedingungen. „In den Auwiesen und Tümpeln gibt es ein großes Nahrungsangebot. Darüber hinaus weiden hinter dem Marchegger Schloss Konik-Pferde. Sie halten die Vegetation niedrig, schaffen gute Voraussetzungen für einen reichen Bestand an großen Insekten wie Heuschrecken und Käfer und erleichtern dem Storch somit die Nahrungssuche“, sagt WWF-Experte Jurrien Westerhof.
In Österreich liegen die größten Brutbestände des Weißstorchs im Burgenland und im Osten Niederösterreichs entlang von Donau, March und Thaya. „Während zum Beispiel in Rust die Storchennester auf Hausdächern zum Ortsbild gehören, brüten die Störche in Marchegg großteils in alten Eichen. Das macht diese Kolonie einzigartig in Europa“, sagt WWF-Naturschützer Jurrien Westerhof. Außerdem brüten viele Störche am Dach vom Schloss Marchegg und auf weiteren Gebäuden in der direkten Umgebung.
Die Nester werden jahrzehntelang bewohnt, gepflegt und ausgebaut. Derzeit könnten bis zu 50 Storchenhorste in den Auen des WWF-Schutzgebietes und in Marchegg genutzt werden. Ende August ziehen die Marchegger Störche im Regelfall über den östlichen Mittelmeerraum wieder nach Afrika.
Rückfragehinweis:
Mag. Volker Hollenstein
Leitung Politik und Kommunikation WWF Österreich
volker.hollenstein@wwf.at
+43 664 501 31 58
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Winterzeit ist Ruhezeit: WWF gibt Tipps zum Schutz von Wildtieren
Störungen in der kalten Jahreszeit gefährden heimische Arten – WWF ruft zu rücksichtsvollem Verhalten in der Natur auf
Kaunertal-Kraftwerk: Tiwag verweigert Auskünfte zu möglichen Sicherheitsrisiken
WWF-Informationsfreiheits-Anfrage nur lückenhaft bis gar nicht beantwortet: Landesenergiekonzern will Gefahrenberichte, Flutwellen-Szenarien und Hangrutsch-Monitoring im Kaunertal geheim halten
Jahreswechsel 2026: WWF richtet Naturschutz-Appell an Landeshauptmann Mattle
26 gute Vorsätze für die Landesregierung veröffentlicht: Krisensicherheit mit natürlichen Schutzmaßnahmen erhöhen, Bodenversiegelung eindämmen, Energiewende ohne Kaunertal-Ausbau umsetzen
Artenschutz-Bilanz: WWF kürt die Gewinner und Verlierer des Tierreichs 2025
Naturzerstörung, Wilderei und Klimakrise gefährden zahllose Tierarten – WWF zieht gemischte Bilanz und fordert Naturschutz-Offensive – Lichtblicke dank erfolgreicher Artenschutz-Projekte
Illegaler Wolfs-Abschuss: WWF fordert Aktionsplan gegen Wildtierkriminalität
Im Mühlviertel getöteter Wolf war nicht zum Abschuss freigegeben – Bereits 26. Wolf heuer in Österreich ums Leben gekommen
WWF: Geplante Jagd-Verordnung in Niederösterreich ist rechtswidrig
Novelle würde rechtswidrige Wolfs-Tötungen ermöglichen – WWF fordert Überarbeitung und „zielführendes Wolfs-Management“
Kaunertal-Ausbau: WWF-Analyse enthüllt Gutachter-Kritik an Tiwag-Plänen
WWF erkämpft Akteneinsicht in Landes-Gutachten und belegt unvollständige Tiwag-Unterlagen – Sachverständige sehen offene Gefahren – WWF fordert Stopp des UVP-Verfahrens
Schlechtes Zwischenzeugnis für Österreichs Renaturierungsplan
Europaweite Analyse durch mehrere Umweltverbände: Österreich landet in der Kategorie der Länder mit geringen Fortschritten – Mehr Ambition und Budgetsicherheit für Renaturierung gefordert










