Erfasste Populationen seit 1970 um durchschnittlich 73 Prozent geschrumpft – Lebensraumzerstörung größte Bedrohung – Schutzmaßnahmen ermöglichen Erholung einzelner Arten + BILDER und VIDEOS
Klimastreik: WWF Österreich fordert ökologischen Wiederaufbau
Wien, am 24. April 2020. Anlässlich des fünften globalen Klimastreiks fordert die Umweltschutzorganisation WWF Österreich einen ökologischen Wiederaufbau der Wirtschaft. „Nach der akuten Nothilfe gegen die Pandemie muss die Bundesregierung alle Konjunkturpakte öko-sozial, klimafit und naturverträglich gestalten“, fordert WWF-Klimasprecherin Lisa Plattner. „Die Klimakrise und der Verlust der Biodiversität machen auch während der Pandemie keine Pause. Daher muss die Politik den Kampf gegen die Erderhitzung endlich zur Priorität machen, sonst schlittern wir von einer Katastrophe in die nächste. Wir müssen uns auf allen Ebenen klimagerecht und naturverträglich ausrichten, um als Gesellschaft langfristig krisensicher zu sein,“ sagt Plattner. „Ein öko-sozialer Wiederaufbau bringt eine mehrfache Dividende: Wer in den Schutz von Klima und Umwelt investiert, erhöht die Lebensqualität, schafft sichere Arbeitsplätze und stimuliert die Wirtschaft.“
Der WWF fordert von der Bundesregierung die richtigen Prioritäten ein: „Wir müssen zuerst umweltschädliche Subventionen abbauen und das Steuersystem komplett ökologisieren, damit sich umweltfreundliches Handeln und Investieren auszahlt. Parallel dazu braucht es eine große Energiespar-Offensive und einen konsequent naturverträglichen Ausbau Erneuerbarer Energien“, fordert WWF-Klimasprecherin Lisa Plattner. „Klima- und Naturschutz müssen gemeinsam gedacht werden. Daher muss auch der notwendige Erneuerbaren-Ausbau mit verpflichtenden Naturschutz-Kriterien erfolgen, damit es keine unerwünschten Nebeneffekte gibt“, sagt Plattner mit Blick auf das von Umweltministerin Leonore Gewessler verfolgte Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz.
Weitere Maßnahmen umfassen insbesondere eine zusätzliche jährliche Klimaschutz-Milliarde und eine Mobilitätswende, die an den Wurzeln der Probleme ansetzt – vom Öffi-Ausbau über eine Rad-Offensive bis zur Umstellung auf emissionsfreie Fahrzeuge und der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene. „Nur wenn alle Maßnahmen gut ineinander greifen, können wir die Corona-Krise bewältigen und gleichzeitig die Weichen dafür stellen, die drohende Klimakatastrophe abzuwenden,“ bekräftigt Plattner.
Rückfragen und Kontakt
Mag.a (FH) Julia Preinerstorfer, MA, WWF-Pressesprecherin, Mobil: +43 676 834 88 240 E-Mail: julia.preinerstorfer@wwf.at
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