Spektakuläre Aufnahmen zeigen Leopardensprung über Grenzzaun – Hoffnung für eine bedrohte Art – WWF Österreich setzt sich zum Arterhalt im Kaukasus ein – Internationaler Tag des Leoparden am 3. Mai
Lobau-Autobahn: WWF fordert Stopp des fossilen Megaprojekts
Autozentrierte Verkehrspolitik stoppen und Bodenschutz-Vertrag gegen Flächenfraß umsetzen – WWF: „Eine Autobahn hat unter einem Naturschutzgebiet nichts verloren“
Die Umweltschutzorganisation WWF Österreich unterstützt den Appell der heutigen Großdemonstration von Fridays for Future zum Erhalt der Lobau und fordert den Stopp der geplanten S1-Lobau-Autobahn. „Wer eine Autobahn durch ein wertvolles Naturschutzgebiet plant, ignoriert die dringendsten Krisen unserer Zeit. Sowohl die Klima- als auch die Artenkrise werden durch die Verbauung massiv befeuert, auch die Belastung für unsere Gesundheit steigt durch Hitzestau, Lärm und Luftverschmutzung“, sagt WWF-Bodenschutzexpertin Maria Schachinger und fordert: „Wir müssen dieses fossile und naturzerstörerische Megaprojekt endgültig begraben. Denn eine Autobahn hat unter einem Naturschutzgebiet nichts verloren.“ Der WWF begrüßt daher die von Umweltministerin Leonore Gewessler angekündigte Evaluierung großer Straßenbauprojekte als ersten Schritt in Richtung des notwendigen Stopps dieser klimaschädlichen Megaprojekte. Die geplante S1-Lobau-Autobahn soll eine Gesamtlänge von 19 Kilometern umfassen, von denen eine Teilstrecke als acht Kilometer als Tunnel unter den Lobau-Auen geführt wird Insgesamt würde der Bau den Verlust von rund 160 Hektar intakten Grünraums mit sich bringen.
Aus Sicht des WWF ist die vor über 20 Jahren geplante Autobahn ein besonders negatives Beispiel für jahrzehntelange Versäumnisse in der Raumordnung und Verkehrsplanung, die dringend repariert werden müssen. Neben dem Stopp neuer Schnellstraßen und Autobahnen fordert die Umweltschutzorganisation daher einen Bodenschutz-Vertrag, der dem rücksichtslosen Flächenfraß von durchschnittlich 11,5 Hektar pro Tag in Österreich eindämmt. „Der Verkehrssektor verursacht ein Drittel der Treibhausgasemissionen und ein Drittel des Bodenverbrauchs. Anstatt die jahrzehntelange auto-zentrierten Verkehrspolitik fortzuführen, muss die Politik naturverträgliche Lösungen wie eine sozial- und klimaverträgliche Verkehrswende vorantreiben und die rücksichtslose Naturzerstörung stoppen”, fordert Schachinger.
Der WWF mobilisiert derzeit mit der Online-Petition „Natur statt Beton – Stoppt die Verbauung Österreichs!“ für mehr Bodenschutz. Rund 27.000 Menschen haben sich der Petition bereits angeschlossen.
Infos zur Demonstration: https://fridaysforfuture.at/lobaubleibt
Zur WWF-Petition „Natur statt Beton“: https://www.natur-statt-beton.at/
Rückfragehinweis:
Alexa Lutteri, MA BSc
Pressesprecherin WWF Österreich
+43 676 834 88 240
alexa.lutteri@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF fordert „Schwammwald-Paket“ gegen zunehmende Trockenheit
Wasserspeicher-Funktion der heimischen Wälder stark belastet – Folgen der Klimakrise machen sich immer stärker bemerkbar
Neuer Bericht: Waldzerstörung trotz Rückgang auf alarmierendem Niveau
2030-Ziel außer Reichweite – WWF fordert Waldschutzpaket und entwaldungsfreie Lieferketten
WWF: Bodenverbrauch in Österreich 2025 gestiegen
7,7 Hektar pro Tag – Politisches Ziel deutlich überschritten – „Boden-Budget“ bereits Ende April erschöpft – WWF fordert Maßnahmen gegen fortschreitende Verbauung
Budget: WWF fordert Wasserzins nach Schweizer Vorbild
Österreichisches Modell könnte rund 685 Millionen Euro jährlich für Budget bringen – Einnahmen sollen zweckgebunden in Gewässerschutz, Renaturierung und Energiesparmaßnahmen fließen
WWF: Salzburger Wolf-Verordnung verstößt gegen EU-Recht
Naturschutzorganisation warnt vor Gefährdung des Artenschutzes und erheblichem Tierleid – Rückzug der Verordnung aufgrund zahlreicher Mängel gefordert
WWF-Analyse zeigt dramatische Unterfinanzierung des Naturschutzes
Finanzierungslücke von fast einer Milliarde Euro beim Schutz der Biodiversität – Nur 30 Prozent des Bedarfs gedeckt – WWF und Wissenschaft fordern Kurswechsel bei Budget-Entscheidungen
WWF-Erfolg: Durchbruch bei Renaturierung an der Mur
Der WWF hat drei große Renaturierungsmaßnahmen in Slowenien erfolgreich abgeschlossen – mit spürbaren Effekten bis nach Österreich. Davon profitieren zahlreiche Arten wie Eisvögel und Uferschwalben.
WWF kritisiert Österreich-Vorstoß zur Lockerung von EU-Umweltauflagen
Kritik an Vorpreschen der Bundesregierung bei Deregulierung – Natur- und Artenschutz-Richtlinien wichtiges Schutzschild für Biodiversität und Klima










