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Musik für eine lebendige Donau
Wien/Obermühl, 27. Juni 2008 – Mit dem heutigen Konzert in Obermühl an der Donau fällt der Startschuß für den zweiten Teil von Hubert von Goiserns Linz-Europa Tour, einer musikalischen Reise entlang der Donau. Der WWF ist im Rahmen der internationalen Donau-Kampagne wie auch schon letzten Sommer wieder an Bord. Gemeinsam mit seinen deutschen Partnern Bund Naturschutz und Landesbund für Vogelschutz begleitet er Hubert von Goiserns Konzerte, informiert über die Gefahren die der Donau in Form von Schifffahrtsprojekten drohen und sammelt Unterschriften für die Petition zum Schutz der lebendigen Donau.
Zeitgleich mit Hubert von Goiserns Linz-Europa Tour startete der WWF letzten Sommer die internationale Donau-Kampagne, um auf die Bedeutung und Bedrohungen des Flusses aufmerksam zu machen. Die Linz-Europa Tour führt den österreichischen Ausnahmemusiker Hubert von Goisern als Botschafter von „Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas“ auf eine Schiffsreise durch Europa. 2007 folgte er auf seinem Konzertschiff der Donau richtung Osten – vom Urspung in Deutschland bis zur Mündung ins Schwarze Meer. Der WWF begleitete gemeinsam mit seinen Partnern und nationalen Organisationen die insgesamt 23 Konzerte in den 10 Donauanrainerstaaten, informierte über die Gefahren, die der Donau in Form von Bau- und Infrastrukturprojekten drohen und sammelte Unterschriften für die Petition zum Schutz der Donau – bis jetzt knapp 60.000.
Dieses Jahr führt Hubert von Goiserns Reise gen Westen – Donau und Rhein aufwärts bis nach Rotterdam. Der WWF ist mit seinen deutschen Partnern Bund Naturschutz und Landesbund für Vogelschutz wieder an Bord. Gemeinsam und mit der großartigen Unterstützung Hubert von Goiserns sollen noch mehr Unterschriften für eine lebendige Donau gesammelt werden. „Die Donau ist der spannendste Fluss Europas. Auf eine faszinierende Art verbindet sie die Menschen, Landschaften und Naturschätze an ihren Ufern“ berichtet der Musiker von seinen Erfahrungen des letzten Sommers. „Zusammen mit dem WWF und seinen Partnerorganisationen will ich dazu beitragen, diesen einzigartigen Lebensraum der Menschen zu erhalten. Die Donau muss Europas Lebensader bleiben. Denn die Natur kommt ohne den Menschen gut zurecht, nicht aber der Mensch ohne Natur.“
Der WWF setzts sich bereits seit 20 Jahren für den Schutz der Donau und ihrer Lebensräume ein. Einen Strom der seit jeher eine wichtige Rolle für Europas Kultur, Wirtschaft, Industrie, Tourismus und Natur spielt. 83 Millionen Menschen leben in ihrem Einzugsgebiet, sind von Trinkwasser, Hochwasserschutz und anderen Funktionen des Flusses abhängig. Zahlreiche von der EU unterstützte Projekte zur Verbesserung der Schifffahrtsbedingungen drohen jedoch, den lebendigen Fluss in einen Schifffahrtskanal zu verwandeln.
Die Regulierung des letzten freifließenden Donauabschnitts in Deutschland, Ausbauarbeiten entlang der gesamten ungarischen Donau, die die Trinkwasserversorgung von Millionen Menschen bedrohen, ein großangelegtes rumänisches Projekt, das den Fortbestand des vom Aussterben bedrohten großen Donau-Störs riskiert sind nur einige Beispiele. In Österreich setzt das Donauausbauprojekt östlich von Wien, wo die Donau durch den Donau-Auen Nationalpark fließt, mit seiner Tiefenvorgabe von 2,8 Metern eine negative Signalwirkung für die restlichen 2.000 Kilometer des Stroms bis zum Schwarzen Meer.
Der WWF hat sich zum Ziel gesetzt, im Dialog mit Entscheidungsträgern auf EU- und nationaler Ebene Lösungen für eine nachhaltige Schiffahrt zu erarbeiten. Mit der Donau-Kampagne möchte der WWF deshalb darauf aufmerksam machen, was meist nicht im Licht der Öffentlichkeit steht: Die Donau allein für die Schifffahrt tauglich zu machen, geht auf Kosten von Natur, Tieren und letztlich auch Menschen. Ein toter Kanal kommt zwar seiner Funktion als Transportweg nach. Für Lebens- und Erholungsraum, Trinkwasserversorgung, Nährstoffabbau, Hochwasserschutz oder Fischerei wird er aber kaum Grundlage sein.
Mit der international angelegten Unterschriftenaktion fordert die Donaukampagne von den Entscheidungsträger in Brüssel und den Hauptstädten entlang der Donau ökologisch nachhaltige Projekte. Projekte die in ihrer Planung die gesamte Donau – mit all ihren Aufgaben und Funktionen – miteinbeziehen und Artenvielfalt und Lebensräume entlang Europas Lebensader schützen.
Weitere Informationen zur Donau-Kampagne und Online-Petition zum Schutz der Donau: www.danubecampaign.org.
Weitere Informationen und Bilder:
Mag. (FH) Lisa Simon, WWF Pressesprecherin, Tel. 01-488 17-215.
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