25 Tötungen im Vorjahr, sieben weitere 2026 – Österreich schießt im mehrjährigen Vergleich sogar fünf Mal mehr als Deutschland – WWF fordert Kurswechsel
Nach Magna-Pleite: Vorrang für die Natur!
Wien, am 22. August 2007 – Der WWF schlägt Frank Stronach vor, Ebreichsdorf zum Ausgangspunkt des größten Beweidungsprojekts im Wiener Becken seit dem Ende der Monarchie zu machen: Die wertvollen Wiesen des Natura 2000 – Gebietes "Feuchte Ebene" südlich von Wien sollen durch geeignete Pferderassen extensiv beweidet werden. Dadurch würden die Magna-Stallungen genutzt, seltene Pferderassen gefördert und der Artenreichtum der Feuchtwiesen gesichert werden. Zudem würde die Region an Attraktivität für den Naturtourismus gewinnen. "Eine naturverträgliche Nachnutzung bietet Magna die Möglichkeit, den Schaden wieder gut zu machen und zum Erhalter und Entwickler einer wertvollen Kulturlandschaft zu werden", erklärt Emil Benesch vom WWF.
Das Einstellen des Rennbetriebes in Ebreichsdorf ermöglicht eine neue Weichenstellung. „Frank Stronach hat es jetzt in der Hand zu entscheiden, ob der Magna-Park ein Ort der Konflikte und Skandale bleiben soll – oder die Chance auf einen ambitionierten Neubeginn genutzt wird“, so Benesch, der das Projekt seit 1996 begleitet.
Der WWF propagiert einen ökologischen Umbau des Pferdesportparks. Durch den Rückbau der Nord-Zufahrtsstraße und der Rennbahnen in Ebreichsdorf kann Magna mit der Renaturierung von 30 Hektar Moorwiesen beginnen. Nach der 10 Jahre dauernden Auseinandersetzung um das Racino wäre dies ein zukunftsweisendes Vorhaben, von dem alle Seiten nur profitieren könnten, so Benesch.
Neben dem finanziellen Verlust hat das kompromisslose Festhalten an der Maximalvariante dem Betreiber auch einen beträchtlichen Imageschaden beschert. Der Pferdesportpark war trotz jahrelanger heftiger Proteste einer breiten Allianz von Betroffenen durchgesetzt, alle Kompromissvorschläge abgelehnt worden. Zu den vielen Verlierern des Projekts zählt auch die einzigartige Niedermoorlandschaft der "Welschen Halten" in Ebreichsdorf, die durch den Pferdesportpark stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Für die Realisierung eines ehrgeizigen Projekts zum Schutz der Artenvielfalt des Wiener Beckens sichert der WWF in jedem Fall seine fachliche Unterstützung zu.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF Pressesprecherin, Tel. 48817/ 250
Emil Benesch, WWF Naturschutzexperte, Tel. 48817/ 267
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Frühes Zeichen des Frühlings: erster Weißstorch des Jahres in Marchegg
Im WWF-Reservat hat die Storchen-Saison begonnen – 2025 gutes Jahr für den Storchen-Bestand – Weitere Rückkehrer werden in den kommenden Wochen erwartet
20 Jahre WWF Earth Hour: Weltweit gehen am 28. März die Lichter aus
Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft gemeinsam mit WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides zur Teilnahme an der globalen Klima- und Naturschutz-Aktion auf
WWF-Klimaschutz-Monitor: Schlechte Klimapolitik wird zum Milliardenrisiko
Analyse nach erstem Jahr der Dreier-Koalition zeigt große Defizite – Bundesregierung verspielt Erreichen der Klimaziele und erzeugt Milliardenrisiken für Budget – WWF fordert Kurskorrektur
Bundesregierung: Erstes Bodenschutz-Zeugnis zeigt große Defizite
WWF-Bodenschutz-Monitor 2026 veröffentlicht: Ein Jahr nach Regierungsstart prägen Stillstand und Rückschritte die Bodenpolitik – Widmungsabgabe als positive Ausnahme
Video: Animation zeigt Klimarisiken im Kaunertal
Eine ZDF-Animation zeigt, was passieren könnte, wenn ein Felssturz den Gepatsch-Stausee trifft.
Notruf vom Nordpol: WWF warnt vor zunehmenden Gefahren für die arktische Tierwelt
Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
Good News: Seltene Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark geboren
Seltene Neuigkeiten aus dem Virunga-Nationalpark: Gorillaweibchen Mafuko hat Zwillinge bekommen!
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Massive Gefahren für Bevölkerung und Natur weiterhin ungeklärt – UVP-Unterlagen „skandalös unvollständig“ – WWF macht mit Riesen-Banner auf Sicherheitsrisiken aufmerksam













