Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
NEKP-Präsentation: WWF fordert ambitionierte Umsetzung
Anlässlich der Präsentation des Nationalen Energie- und Klimaplans (NEKP) fordert die Umweltschutzorganisation WWF eine ambitionierte Umsetzung der notwendigen Schritte in die Praxis. “Österreich kann seine CO2-Reduktionsziele erreichen. Dafür fehlen aber noch handfeste und verbindliche Maßnahmen, wie Energiesparprogramme, der Abbau umweltschädlicher Subventionen sowie mehr Natur- und Bodenschutz. Die nächste Bundesregierung muss hier endlich Ergebnisse liefern”, sagt WWF-Klimasprecher Reinhard Uhrig. Der WWF fordert daher eine groß angelegte Natur- und Klimaschutz-Offensive von der künftigen Bundesregierung, damit Österreich langfristig gut aufgestellt ist. Denn intakte Ökosysteme sind die besten Verbündeten gegen die Klimakrise.
Einen starken Beitrag zur Zielerreichung soll laut dem aktuellen NEKP der Abbau umweltschädlicher Subventionen leisten, darunter versteckte Förderungen für den Verbrauch fossiler Energieträger wie das “Diesel-Privileg”. Wie dieser Abbau von in Summe zwei Millionen Tonnen Treibhausgasen pro Jahr erfolgen soll, ist aber noch sehr vage. “Bis 2030 muss Österreich hier Ergebnisse liefern. Angesichts der großen notwendigen Veränderungen und Infrastruktur-Projekte ist das schon jetzt äußerst knapp”, sagt Reinhard Uhrig vom WWF. “Wir fordern von allen Parteien ein klares Bekenntnis, diesen Abbauplan rasch durch das Finanzministerium erstellen zu lassen und im nächsten Regierungsprogramm zu verankern.” Großen Nachbesserungsbedarf sieht der WWF zudem bei den noch nicht erreichten Energieeffizienz-Zielen – hier sind weitere Maßnahmen nötig.
Natur ist wichtiger Klimaschutz-Verbündeter
Der vorliegende NEKP betont die wichtige Rolle der “Steigerung der Kohlenstoffaufnahme und -speicherung durch zielgerichtete Waldbewirtschaftungs- und -pflegemaßnahmen” sowie der “Speicherung von Kohlenstoff sowohl im Bereich der Land- und Forstwirtschaft” als auch durch bisher noch nicht vorhandene technische Speichermöglichkeiten wie CCS (Carbon Capture and Storage). Anders als diese technischen Speichermöglichkeiten, deren Rahmenbedingungen auf Basis der Carbon Management Strategie erst geschaffen werden, sind natürliche Senken für klimaschädliche Treibhausgase sofort verfügbar – und dringend schützenswert. Auch hier bleibt der NEKP jedoch vage. Ein Szenario zu den konkreten Potenzialen ist erst Ende dieses Jahres verfügbar.
“Im Kampf gegen die Klima- und Biodiversitätskrise spielt Österreichs Natur eine essentielle Rolle: Die Fähigkeit von natürlichen CO2-Senken wie Wäldern, Mooren und naturnah bewirtschafteten landwirtschaftlichen Flächen sollte klar benannt werden. Daraus müssen Maßnahmen zum besseren Schutz dieser wichtigen Lebensräume abgeleitet werden”, fordert Reinhard Uhrig vom WWF.
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.









