Erfasste Populationen seit 1970 um durchschnittlich 73 Prozent geschrumpft – Lebensraumzerstörung größte Bedrohung – Schutzmaßnahmen ermöglichen Erholung einzelner Arten + BILDER und VIDEOS
Neue Oxford-Studie zeigt Vorteile von klimafreundlichen Konjunkturpaketen
Wien, am 7. Mai 2020. Eine neue wissenschaftliche Studie der Universität Oxford zeigt die Vorteile von umwelt- und klimafreundlich ausgerichteten Konjunkturpaketen: Demnach schaffen Maßnahmen, die klimaschädliche Emissionen senken, im Vergleich zu traditionellen fiskalischen Anreizen mehr Arbeitsplätze, bringen höhere Erträge und führen langfristig zu höheren Kosteneinsparungen. „Klimafreundliche Politik bringt bessere Ergebnisse für Wirtschaft und Umwelt. Das muss auch die österreichische Bundesregierung beachten, um einen echten öko-sozialen Neustart zu schaffen. Alle Konjunkturpakete müssen klimafit und naturverträglich sein, damit wir langfristig krisensicher sind“, sagt Hanna Simons von der Umweltschutzorganisation WWF Österreich zu der diese Woche veröffentlichten Erhebung. Dafür hat das renommierte Studienteam mehr als 700 Konjunktur-Instrumente seit der Finanzkrise 2008 untersucht sowie eine weltweite Umfrage unter 231 Fachleuten aus 53 Ländern durchgeführt.
Empfehlungen für sinnvolle Maßnahmen sind demnach zum Beispiel der Ausbau der Photovoltaik, die thermische Sanierung von Gebäuden sowie explizit auch nachhaltige „Investitionen in Naturkapital, um die Belastbarkeit und Regeneration von Ökosystemen zu stärken“. „Es geht nur mit der Natur, nicht gegen sie“, schließt WWF-Programmleiterin Hanna Simons und verweist auf offizielle Erhebungen in Österreich, die den volkswirtschaftlichen Mehrwert der Gewässerschutz-Förderung sowie der Renaturierung von Flüssen zeigen. Weitere Empfehlungen der Oxford-Studie für Konjunkturpakete sind etwa die gezielte Förderung klimafreundlicher Landwirtschaft und Forschung sowie Bildungs- und Ausbildungsprogramme, die den Wandel in Richtung Dekarbonisierung unterstützen.
Aus ökologischer und ökonomischer Sicht am schlechtesten bewertet die Studie übrigens bedingungslose Rettungspakete für Fluglinien. „Auch das muss eine Lehre für Österreich und Europa sein. Etwaige Staatshilfen für die Luftfahrt müssen an wirksame Klimakriterien und die Ausrichtung am 1,5-Grad-Limit des Pariser Klimavertrages geknüpft werden“, fordert Hanna Simons vom WWF Österreich.
Geleitet hat die Studie Cameron Hepburn von der Universität Oxford, mit dabei waren unter anderem Nobelpreisträger Joseph Stiglitz und der bekannte Klimaökonom Nicholas Stern. Weitere Informationen dazu sind hier abrufbar: https://bit.ly/2YHpxnu. In Österreich berichtet heute das MOMENT-Magazin über die Ergebnisse.
Rückfragen und Kontakt:
WWF Österreich, Mag. Volker Hollenstein
Leiter Politik & Kommunikation
Mobil: +43 664 501 31 58
E-Mail: volker.hollenstein@wwf.at
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