Folgen der Klimakrise sorgen für Schäden in Millionenhöhe – Umweltschutzorganisation fordert konsequenten Klimaschutz und wirksame Klimawandelanpassung statt reiner Symptombekämpfung
Neuer Bericht: Waldzerstörung trotz Rückgang auf alarmierendem Niveau
Trotz eines Rückgangs der globalen Waldverluste bleibt die Zerstörung der tropischen Regenwälder auf einem besorgniserregend hohen Niveau, warnt der WWF anlässlich eines am Mittwoch veröffentlichten Berichts des World Resources Instituts. Allein im Jahr 2025 gingen rund 4,3 Millionen Hektar Primärregenwald verloren – eine Fläche etwa so groß wie Dänemark. „Die Zerstörung der Wälder schreitet noch immer in einem Tempo voran, das mit allen Klima- und Biodiversitätszielen unvereinbar ist. Das 2030-Ziel, die Entwaldung zu stoppen, ist derzeit außer Reichweite“, sagt WWF-Experte Georg Scattolin. Er fordert daher ein weltweites Waldschutzpaket mit schärferen Kontrollen und strengeren Regeln, darunter auch eine konsequente Umsetzung der EU-Entwaldungsverordnung.
Neben Bränden tragen weiterhin die Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen, industrielle Abholzung und Infrastrukturprojekte erheblich zur Entwaldung bei. „Insgesamt zeigt der Bericht, dass die bisherigen Maßnahmen der internationalen Gemeinschaft nicht ansatzweise ausreichen, um den Verlust der Wälder wirksam einzudämmen“, sagt Scattolin.
Auch Österreich trägt Verantwortung
Über den Import von Agrarrohstoffen wie Soja, Kakao, Palmöl oder Rindfleisch ist der heimische Konsum eng mit der Abholzung tropischer Wälder verknüpft. Gleichzeitig wirkt sich die globale Entwaldung indirekt auf das Klima in Europa aus und verschärft Extremwetterereignisse wie Hitze und Dürren. „Die Zeit drängt. Jeder weitere Verlust von Regenwald verschärft die Klimakrise und zerstört Lebensräume unwiederbringlich. Jetzt braucht es entschlossenes Handeln auf allen Ebenen“, sagt Georg Scattolin vom WWF.
Wälder spielen eine zentrale Rolle im Kampf gegen die Klimakrise, da sie große Mengen an Kohlendioxid speichern und das globale Klimasystem stabilisieren. Gleichzeitig sind sie Lebensraum für einen Großteil der weltweiten Biodiversität und sichern die Existenzgrundlage von Millionen Menschen. Ihr Schutz ist daher unverzichtbar.
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