Umweltschutzorganisation ortet falsche Prioritäten: Umweltschädliche Subventionen bleiben großteils unangetastet, Biodiversität bleibt unterfinanziert, beim Klimaschutz wird gekürzt
WWF: Wasserkrise erfordert Schutz der Natur statt rein technischer Reparaturmaßnahmen
Der WWF sieht den heutigen Appell der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) als weiteren Weckruf angesichts der zunehmenden Wasserkrise in Österreich. Die Naturschutzorganisation unterstützt insbesondere die Forderung nach einem verpflichtenden Register für Wasserentnahmen sowie nach klaren Prioritäten bei Wassermangel. „Wenn selbst die Trinkwasserversorgung zunehmend unter Druck gerät, zeigt das die Dramatik der Situation. Österreich braucht endlich ein transparentes Wassermanagement und deutlich mehr Investitionen in den Schutz unserer natürlichen Wasserspeicher“, sagt WWF-Gewässerschutzexpertin Bettina Urbanek. Renaturierung, Bodenschutz und Wassersparen seien das Gebot der Stunde.
Der WWF warnt jedoch davor, die Wasserkrise ausschließlich mit technischen Maßnahmen lösen zu wollen. „Neue Leitungen, Speicher oder Brunnen allein werden das Problem nicht lösen. Ohne gesunde Böden, Flüsse, Auen, Moore und Feuchtgebiete verlieren wir unsere wichtigsten natürlichen Wasserspeicher“, sagt Bettina Urbanek. Renaturierung, Der Erhalt intakter Ökosysteme sei eine zentrale Voraussetzung, um Wasser langfristig in der Landschaft zu halten und Grundwasserreserven zu stabilisieren.
Gleichzeitig brauche es einen sparsameren Umgang mit Wasser sowie klare Regeln für besonders wasserintensive Nutzungen. „Die Klimakrise ist längst auch eine Wasserkrise. Umso wichtiger ist es, Naturschutz und Wasserversorgung endlich gemeinsam zu denken“, sagt WWF-Expertin Urbanek.
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