In Namibia wurden 2025 so wenige Nashörner gewildert wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Der Rückgang um 53% zeigt, dass konsequenter Artenschutz wirkt.
WWF: Wasserkrise erfordert Schutz der Natur statt rein technischer Reparaturmaßnahmen
Der WWF sieht den heutigen Appell der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) als weiteren Weckruf angesichts der zunehmenden Wasserkrise in Österreich. Die Naturschutzorganisation unterstützt insbesondere die Forderung nach einem verpflichtenden Register für Wasserentnahmen sowie nach klaren Prioritäten bei Wassermangel. „Wenn selbst die Trinkwasserversorgung zunehmend unter Druck gerät, zeigt das die Dramatik der Situation. Österreich braucht endlich ein transparentes Wassermanagement und deutlich mehr Investitionen in den Schutz unserer natürlichen Wasserspeicher“, sagt WWF-Gewässerschutzexpertin Bettina Urbanek. Renaturierung, Bodenschutz und Wassersparen seien das Gebot der Stunde.
Der WWF warnt jedoch davor, die Wasserkrise ausschließlich mit technischen Maßnahmen lösen zu wollen. „Neue Leitungen, Speicher oder Brunnen allein werden das Problem nicht lösen. Ohne gesunde Böden, Flüsse, Auen, Moore und Feuchtgebiete verlieren wir unsere wichtigsten natürlichen Wasserspeicher“, sagt Bettina Urbanek. Renaturierung, Der Erhalt intakter Ökosysteme sei eine zentrale Voraussetzung, um Wasser langfristig in der Landschaft zu halten und Grundwasserreserven zu stabilisieren.
Gleichzeitig brauche es einen sparsameren Umgang mit Wasser sowie klare Regeln für besonders wasserintensive Nutzungen. „Die Klimakrise ist längst auch eine Wasserkrise. Umso wichtiger ist es, Naturschutz und Wasserversorgung endlich gemeinsam zu denken“, sagt WWF-Expertin Urbanek.
News
Aktuelle Beiträge
Tag des Tigers: WWF ortet Licht und Schatten beim Schutz der bedrohten Großkatzen
Nur mehr 5.500 wilde Tiger weltweit – Wilderei und illegaler Handel weitgehend ungestraft – Verlagerung von Handel mit Tiger-Präparaten ins Internet – Neue Schätzungen aus Nepal und China geben Hoffnung
WWF: Europas Meere in dramatischem Zustand – EU muss endlich handeln
Bericht zeigt alarmierende Entwicklung: Artensterben, Klimakrise und Verschmutzung setzen europäischen Meeren massiv zu – WWF fordert verbindlichen Meeresschutz im EU Ocean Act
Wasserkrise und Tiersterben: WWF fordert Krisengipfel zur Rettung der Unteren Lobau
Bürgermeister, Umweltstadträtin und Umweltminister sollen Sofortmaßnahmen gegen die Wasserkrise vereinbaren – Weiteres Zuschauen wäre völlig verantwortungslos
Tiefsee in Gefahr: Staaten entscheiden über Moratorium für Rohstoffabbau am Meeresgrund
Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Vorarlberg – WWF kritisiert geplante Bibertötungen scharf
Neue Verordnung soll Tötung von bis zu 32 Tieren jährlich ermöglichen – Naturschutzorganisation fordert Vorrang für Prävention und unabhängige Einzelfallprüfung
Amazonas: Neue Studie warnt vor 1,4 Millionen Hektar zusätzlicher Entwaldung
Science-Studie untersucht Folgen des Rückzugs großer Sojahändler aus freiwilligem Soja-Moratorium – WWF-Umrechnung: Prognostizierte Rodungsfläche entspricht rund 34-mal Wien – Entwaldungsfreie Lieferketten gefordert
WWF startet Biodiversitäts-Training für Lehrlinge
Neues Weiterbildungsangebot verbindet Naturerlebnis, Artenschutz und Wirtschaft – Pilotphase mit Wien Energie und Caritas Wien im WWF-Auenreservat Marchegg in Niederösterreich
WWF startet erstmals Wahl zu Österreichs Fluss des Jahres
Online-Voting über neun Flüsse aus allen Bundesländern bis 1. September – Fachleute wählten Kandidaten nach Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbedarf aus










