Umweltschutzorganisation ortet falsche Prioritäten: Umweltschädliche Subventionen bleiben großteils unangetastet, Biodiversität bleibt unterfinanziert, beim Klimaschutz wird gekürzt
WWF: Landesrechnungshof zeigt massiven Nachholbedarf bei Renaturierung
Die Naturschutzorganisation WWF begrüßt die klaren Empfehlungen des Landesrechnungshofs Oberösterreich zur Umsetzung der EU-Renaturierungsverordnung und weiteren Naturschutzfragen. „Der Bericht zeigt deutlich, dass es für wirksamen Naturschutz mehr Personal, ausreichende finanzielle Mittel und eine bessere Datengrundlage braucht. Das gilt nicht nur für Oberösterreich, sondern auch für alle weiteren Bundesländer“, sagt WWF-Experte Joschka Brangs in einer Reaktion auf den heute, Dienstag veröffentlichten LRH-Bericht.
„Die Biodiversitätskrise lässt sich nicht mit Minimalbudgets bewältigen. Gerade die jüngsten Trockenperioden und Wetterextreme zeigen, wie dringend wir intakte Flüsse, Moore, Auen und Wälder brauchen. Renaturierung ist daher eine Investition in Hochwasserschutz, Wasserspeicherung, Artenvielfalt und unsere Lebensgrundlagen“, sagt Brangs.
Der WWF fordert alle Landesregierungen und den Bund auf, die EU-Renaturierungsverordnung ambitioniert umzusetzen. „Wer bei der Renaturierung spart, zahlt am Ende doppelt: durch höhere Schäden infolge der Klimakrise, den Verlust wertvoller Lebensräume und weitere Verfahren auf EU-Ebene. Jetzt braucht es daher den politischen Willen und verbindliche Investitionen in den Schutz und die Wiederherstellung unserer Natur“, sagt Joschka Brangs vom WWF.
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