Stillstand bei Umsetzung verschärft Energiekrise und erhöht Abhängigkeit von Importen – Anhaltende EU-Vertragsverletzung könnte Österreich Millionen kosten – WWF fordert rasches Gegensteuern
Noch immer fatale Brände im Amazonas-Regenwald
Bereits im Sommer 2019 wurde der Amazonas-Regenwald von verheerenden Bränden heimgesucht. Doch in der Corona-Krise fast unbemerkt, wüten auch dieses Jahr wieder schwere Waldbrände und legen große Teile des Amazonas-Regenwaldes in Schutt und Asche.
Mehr Feuer als im letzten Jahr
Die nationale brasilianische Weltraumagentur INPE, das für ihre Analyse Satellitenbilder in Echtzeit auswertet, verzeichnete im September erschreckende 8.106 Brände. Das übertrifft den bisherigen Rekord von 5.993 im August 2005 um mehr als ein Drittel. Im Vergleich zum Vorjahr 2019 haben sich die Brände sogar verdreifacht. In den ersten neun Monaten dieses Jahres gab es um 14 Prozent mehr Brände als noch im selben Zeitraum des Vorjahres. Auch innerhalb von Naturschutzgebieten ist die Lage fatal.
Ich rette den Amazonas-Regenwald!
Die Politik schaut weg…oder nicht genauer hin
Die Feuer, die im Amazonas-Gebiet wüten, entstehen nicht einfach so. Sie wurden Großteils gelegt, um Platz für Rinderherden und Felder zu schaffen. Diese illegalen Brandrodungen als Form der Landgewinnung wurden zwar per Dekret vorübergehend verboten, doch sind diese Regelungen nur wirksam, wenn sie auch durchgesetzt werden.
Die Entwaldung in Brasilien ist politisch gewollt oder zumindest akzeptiert. Präsident Bolsonaro verzögert die Bekämpfung der Brände und möchte die Interessen der Agrar-Lobby durchsetzen. So hat er Umweltbehörden und der indigenen Behörde des Landes deren Budget reduziert und Kompetenzen entzogen. Und damit auch die Kontrollen im Regenwald drastisch zusammengekürzt.
Auswirkungen auf uns alle
Doch dieses Spiel mit dem Feuer ist gefährlich. Für die Süßwasser-Delfine, die im Amazonas-Fluss um die Wette schwimmen. Für die Capybaras, die im Wasser planschen. Für die Löwenkopfäffchen, die in den Baumkronen turnen. Für die letzte große Jaguar-Population, die hier lebt.
Und es ist auch gefährlich für uns. Denn in der Natur ist alles miteinander verbunden. Der Regenwald ist auch unsere „grüne Lunge“ und spielt eine Schlüsselrolle für unser Weltklima.
Wir müssen jetzt gemeinsam dagegenhalten und so viel Regenwald retten, wie möglich. Helfen Sie mit, unsere „grüne Lunge“ zu retten. Denn nicht nur der Jaguar, sondern auch wir können ohne den Regenwald nicht überleben.
Ich rette den Amazonas-Regenwald!
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Tennis-Star Dominic Thiem engagiert sich für seltene Donau-Störe
Prominente Hilfe für den Artenschutz – Naturschutzorganisation WWF bekommt Unterstützung im Einsatz für die am stärksten bedrohte Tiergruppe der Welt
WWF warnt vor rechtswidriger Wolfsverordnung in Vorarlberg
Naturschutzorganisation kritisiert Begutachtungsentwurf und befürchtet pauschale Abschüsse durch die Hintertür – Forderung nach Überarbeitung und mehr Herdenschutz
Good News: Schon wieder Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark
Gleich zwei Zwillingsgeburten bei den Berggorillas im Virunga-Nationalpark sorgen für Aufsehen. Feldteams konnten bereits beobachten, dass die Tiere innerhalb ihrer Familie einen bemerkenswerten Zusammenhalt zeigen.
WWF: Neue Salzburger Wolfsverordnung widerspricht europäischem Artenschutzrecht
Naturschutzorganisation kritisiert die geplanten anlasslosen Tötungen von Wölfen – Vorgehen gegen geschützte Wildtiere ist in Salzburg völlig überschießend
WWF: Interne Akten zeigen schwere Mängel beim Kraftwerksausbau Kaunertal
23 Nachforderungen, jede zweite betrifft Sicherheitsfragen – Tiwag-Unterlagen unvollständig, zentrale Risiken trotz Nachreichungen immer noch ungeklärt – WWF fordert Stopptaste für UVP
Dramatischer Rückgang: Kaiserpinguine jetzt „stark gefährdet“ – WWF fordert raschen Klimaschutz
Antarktis-Lebensraum zunehmend bedroht – Kaiserpinguine auf der Roten Liste der IUCN hochgestuft – WWF fordert dringend bessere Arten- und Klimaschutzmaßnahmen
Biber als Klima-Helden: Streng geschützte Art schafft effektive Kohlenstoffsenken
Neue Studie bestätigt positive Effekte von Biberdämmen: Durch Biber geschaffene Feuchtgebiete speichern große Mengen an Kohlenstoff – WWF fordert mehr Raum für den Biber
Good News: Besserer Schutz für wandernde Tierarten
Tiere wie die grüne Meeresschildkröte, die Schneeeule und der Große Hammerhai werden zukünftig besser geschützt. Die Entscheidung fiel auf der UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten.













