7,7 Hektar pro Tag – Politisches Ziel deutlich überschritten – „Boden-Budget“ bereits Ende April erschöpft – WWF fordert Maßnahmen gegen fortschreitende Verbauung
ÖSV-Präsident mit „Black Globe Award“ ausgezeichnet
2. November 2015
Presseinformation
Umwelt/GLOBAL 2000/Greenpeace/WWF/Klima/Energie
Wien – Die Umweltschutzorganisationen GLOBAL 2000, Greenpeace und WWF verleihen heute den Black Globe Award an den Präsidenten des Österreichischen Skiverbandes, Peter Schröcksnadel. In einem Interview mit der Tageszeitung „Der Standard“ vom 5. September 2015 sagte Schröcksnadel: „In Österreich wird mit der Klimaveränderung Angst geschürt – und bei den Grünen hat das System. Die Reden davon, dass es unter tausend Metern bald keinen Schnee mehr gibt, sind Märchen.“ Mit dieser Aussage qualifizierte er sich für den Black Globe Award, ein Negativpreis, der bereits zum dritten Mal an die prominentesten Klimawandelleugner und Klimaschutzbremser in Österreich vergeben wird.
„Es ist eine Farce, dass ausgerechnet der Präsident des Österreichischen Skiverbandes den Klimawandel leugnet“, stellt die Jury, bestehend aus Experten von GLOBAL 2000, Greenpeace und WWF, fest: „Der geringe Schneefall macht bereits heute dem Wintersport zu schaffen und auch in Zukunft wird dieses Problem nicht schwinden.“ Laut dem Österreichischen Sachstandsbericht Klimawandel 2014 ist die Schneefallgrenze tatsächlich bereits um etwa 100 Meter angestiegen und wird in den Alpen bis Ende des Jahrhunderts weiter um bis zu 600 Meter ansteigen. Neben Schröcksnadel waren auch Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzende der Voestalpine AG und Hans-Jörg Schelling, österreichischer Finanzminister, für den Preis nominiert. Eder hat sich wiederholt für weniger ambitionierten Klimaschutz eingesetzt. Schelling hat die Ausgaben für den Klimaschutz im künftigen Budget deutlich gekürzt.
Mit der Preisverleihung folgt Peter Schröcksnadel auf die Umweltsprecherin der FPÖ, Susanne Winter, sowie den WKÖ-Präsidenten, Christoph Leitl. Sie haben den Black Globe Award im September bzw. Oktober erhalten. Der Negativpreis wird im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 monatlich von September bis November an österreichische Klimawandelleugner und Klimaschutzbremser vergeben. Von den drei Monatssiegern wird zuletzt der Gesamtsieger oder die Gesamtsiegerin gekürt und der Black Globe Award an diese Person überreicht.
Die Zitate aller nominierten für den Black Globe Award im Monat November finden Sie unter:
http://bit.ly/1RhOOHW
Bildmaterial
finden Sie unter: http://bit.ly/1N3iOJj
Dieses steht unter Angabe der Photo Credits zur einmaligen Nutzung kostenlos zur Verfügung
(© GLOBAL 2000)
Rückfragehinweis:
Réka Tercza, Pressesprecherin Greenpeace, Tel. 0664-8574598, E-Mail: reka.tercza@greenpeace.org Franko Petri, Pressesprecher WWF, 01 488 17-231, E-Mail: franko.petri@wwf.at.
Lisa Radda, Pressesprecherin GLOBAL 2000, Tel. 0664-5542992, E-Mail: lisa.radda@global2000.at.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Budget: WWF fordert Wasserzins nach Schweizer Vorbild
Österreichisches Modell könnte rund 685 Millionen Euro jährlich für Budget bringen – Einnahmen sollen zweckgebunden in Gewässerschutz, Renaturierung und Energiesparmaßnahmen fließen
WWF: Salzburger Wolf-Verordnung verstößt gegen EU-Recht
Naturschutzorganisation warnt vor Gefährdung des Artenschutzes und erheblichem Tierleid – Rückzug der Verordnung aufgrund zahlreicher Mängel gefordert
WWF-Analyse zeigt dramatische Unterfinanzierung des Naturschutzes
Finanzierungslücke von fast einer Milliarde Euro beim Schutz der Biodiversität – Nur 30 Prozent des Bedarfs gedeckt – WWF und Wissenschaft fordern Kurswechsel bei Budget-Entscheidungen
WWF kritisiert Österreich-Vorstoß zur Lockerung von EU-Umweltauflagen
Kritik an Vorpreschen der Bundesregierung bei Deregulierung – Natur- und Artenschutz-Richtlinien wichtiges Schutzschild für Biodiversität und Klima
Durchbruch an der Grenzmur: WWF zeigt, wie Renaturierung gelingt
WWF Österreich und slowenische Projektpartner stellen natürlichen Fluss der Mur wieder her – Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Flusslebensräume
Hitzetod bedroht Amazonas-Delfine: Studien zeigen gefährliche neue Normalität
Anhaltende Überhitzung von Flüssen gefährdet seltene rosa Flussdelfine – Klimakrise als Ursache für “thermische Fallen” von bis zu 41 Grad Celsius – WWF fordert besseren Schutz von Flüssen
Hunde-Spaziergang am Inn: Wie man Vogel-Nachwuchs schützen kann
An den Kiesbänken des Inns brüten derzeit wieder seltene Vogelarten. Doch Spaziergänger:innen und freilaufende Hunde können den Nachwuchs unwissentlich gefährden.
Statusbericht Wolf: 121 Wölfe in Österreich nachgewiesen, weniger Rudel, kaum Nachwuchs
Neuer Bericht des Österreichzentrums: Rückgang auf acht Wolfsrudel im Vorjahr, nur wenige Welpen, Rekordzahl an Abschüssen – WWF fordert mehr Herdenschutz













