Neue Forschungsinitiative testet Zersetzbarkeit von Biokunststoffen in über 20 natürlichen Lebensräumen – Kooperation des WWF Österreich und der Technischen Universität Bratislava
Politische Sensation am Lech: Aus für neue Kraftwerke
Wien/Bregenz, Sonntag, 13. Februar 2011 – Der WWF begrüßt die Vernunft der Vorarlberger Parteien, den Lech nicht mit Kraftwerken verbauen zu wollen. Im Zuge einer Präsentation des Projektes „EnergieZukunft Vorarlberg“ verkündeten die Voralberger Landtagsparteien unisono, dass bis 2050 zwar vier Kraftwerksvorhaben im Ländle umgesetzt werden sollen, der Lech in Vorarlberg für Kraftwerke aber Tabu sein soll. Deutlich ausgesprochen wurde dies für das Kraftwerksprojekt in der Lechschlucht. „Das Projekt Lech/Warth ist mausetot“, erklärten Landesrat Erich Schwärzler und Grünen-Chef Johannes Rauch. „Damit haben die ökologisch unverträglichen Vorhaben – das ÖBB-Kraftwerksprojekt ´Spullersee´ und das Projekt ´KW Lech/Warth´ der VKW in Kooperation mit der Gemeinde Lech keine Realisierungschancen mehr. Das ist eine politische Sensation nach 20 Jahren Kampf und ein deutliches Zeichen für die Erhaltung des letzten Wildflusssystemes der Nordalpen“, freut sich Christoph Walder, Flussexperte des WWF. Seit 20 Jahren setzt sich der WWF und viele Partner aus dem In- und Ausland für den Lechschutz ein. „Die Landesregierung muss nun rasch das umstrittene Kraftwerk Spullersee naturschutzrechlich ablehnen um den Worten Taten folgen zu lassen“, erklärte Walder heute.

Bemerkenswert und richtungsweisend für andere Bundesländer ist auch die Festlegung des Landes Vorarlberg, dass zukünftig alle Flussstrecken in Vorarlberg, die einen ökologischen Zustand „sehr gut“ aufweisen, nicht mehr verbaut werden. Dies deckt sich mit den Vorstellungen des WWF über den nachhaltigen Umgang der letzten intakten Flüsse und Bäche. „Wenn das Land Vorarlberg diese Kriterien, die derzeit offenbar nur in Form eines Positionspapiers festgeschrieben wurden, nun auch rechtlich absichert, dann hat Vorarlberg auch den anderen Bundesländern und dem Lebensministerium eine hohe Messlatte gelegt“, erklärt Walder im Hinblick auf die in Ausarbeitung befindlichen Kriterienkataloge „Wasserkraft“. Der WWF will aber die im Positionspapier des Landes dargestellten vier Kraftwerksvorhaben auf ihre ökologische Verträglichkeit hin prüfen, kündigt Walder an.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF
Tel. 01/488 17 231, Email: franko.petri@wwf.at.
Mag. Christoph Walder, WWF-Flussexperte
Tel. 0676-9255430, Email: walder@ecotone.at.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Tiroler Lech ist Fluss des Jahres!
Sie haben mit Ihrer Stimme entschieden: Der Lech wurde zu Österreichs Fluss des Jahres 2026 gewählt. Auf Platz zwei folgt die Schwarze Sulm, auf Platz drei der Kamp.
WWF-Flusswahl: Lech ist Österreichs „Fluss des Jahres“ 2026
Tiroler Wildfluss gewinnt Online-Voting über neun Flüsse – Schwarze Sulm in der Steiermark auf Platz zwei, Kamp in Niederösterreich auf Platz drei – Naturschutzorganisation fordert dauerhaften Schutz und mehr Renaturierung
WWF: Bund-Länder-Konflikt hinter Leerstellen im Renaturierungsplan
Schlüsselkapitel zu EU-geschützter Natur und Städten ohne Flächenangaben und Maßnahmen – Gesamtausmaß der zu renaturierenden Flächen bis 2030 fehlt – WWF fordert rasche Nachschärfungen
Erstmals Wolfsrudel in Nordtirol nachgewiesen: WWF fordert Abschuss-Stopp
Neue Verbreitungskarte des Österreichzentrums dokumentiert Rudel im Bezirk Landeck – Vier Jungwölfe bei Fiss gesichtet – WWF: Drei Abschussverordnungen sofort aussetzen
WWF: Österreich legt lückenhaften Renaturierungsplan vor
Naturschutzorganisation fordert Nachschärfungen mit verbindlichen Maßnahmen, Fristen und Budgets – Bestehende Programme reichen nicht für Schutz vor Hitze und Dürre
646 Hitzetote: WWF fordert Klima- und Naturschutzpaket
Umweltschutzorganisation für „Hitze-Milliarde“, mehr Renaturierung und wirksamen Klimaschutz – Natürliche Schutzmaßnahmen verstärken
WWF-Auswertung: 39 große Alpenspeicher im Nahbereich von Permafrost
Steigende Klimarisiken erfordern mehr Transparenz und Vorsorge – Minister Totschnig soll bis Jahresende Klima-Sicherheitsbericht vorlegen – Stopp für riskanten Kaunertal-Ausbau gefordert
Rechenzentrum Stetten: WWF fordert Stopp der Umwidmung auf der grünen Wiese
4,3 Hektar Ackerfläche sollen zu Bauland werden – Naturschutzorganisation verlangt Prüfung von Brachflächen und Offenlegung aller Umweltfolgen












