Brutbilanz 2026: 30 Jahre alter Rekord gebrochen – 147 Jungvögel bei 46 Brutpaaren nachgewiesen – WWF-Auenreservat bietet wertvollen Lebensraum
Protest gegen Regierungsspitze: Helmut Pechlaner verlässt ÖVP-Sitz im ORF-Publikumsrat
Wien, 18. 12. 2008 – Helmut Pechlaner, Ehrenpräsident des WWF Österreich und ehemaliger Direktor des Tiergarten Schönbrunn, tritt mit sofortiger Wirkung von seinem ÖVP-Sitz im ORF-Publikumsrat zurück. Pechlaner protestiert mit diesem Schritt gegen die Abqualifizierung und Verunglimpfung der Umweltorganisationen als „Aktivisten und Demonstranten“ durch Vizekanzler Josef Pröll. Dieser hatte die Umweltorganisationen bei der Bekanntgabe der neuen Regelung am Dienstag auf „Aktionisten und Demonstranten“ reduziert. „Von der neuen Regierungsspitze erfolgte eine Ab(vize)kanzlung der österreichischen Umweltorganisationen als Aktionisten und Demonstranten, also wird ein Repräsentant einer solchen nicht als Beauftragter erwünscht sein”, reagiert Pechlaner zutiefst verärgert. “Dies ist nicht nur eine Geringschätzung der Arbeit des WWF sondern auch aller Bürger, die sich um Umwelt- und Naturschutz sorgen“, so Pechlaner. Die Ausgrenzung des Umweltschutzes von der Spendenabsetzbarkeit ist für Pechlaner unverständlich. Er legte sein ÖVP-Mandat als ORF-Publikumsrat heute offiziell nieder. Er dankte zugleich allen Mitgliedern des Publikumsrates sehr herzlich für die langjährige und gute Zusammenarbeit, und auch dem engagierten Team des ORF mit Herrn Generaldirektor Alexander Wrabetz an der Spitze.
Helmut Pechlaner ist Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich. Von 2000 bis 2010 arbeitete er als Präsident für den WWF-Österreich und wurde 2010 zum Ehrenpräsident ernannt. 2001 wurde er von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel für den Bereich Umwelt in den ORF-Publikumsrat geholt. Seit 2005 vertrat er dort den Bereich Bildung. „Wir verstehen diesen Schritt des WWF-Präsidenten als ein mutiges Zeichen an die Regierungsspitze, die falsche Entscheidung der Ausgrenzung von Umwelt- und Tierschutzorganisationen von der Spendenabsetzbarkeit so schnell wie möglich zurückzunehmen“, reagierte WWF-Geschäftsführerin Hildegard Aichberger auf den Schritt Pechlaners.
Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Totschnig muss Klima-Risikoanalyse für Gepatsch-Speicher anordnen
Anstehende Sicherheitsüberprüfung als Hebel – Klimafitte Untersuchungen zu Permafrost und Bergsturzrisiken fehlen – WWF fordert Aussetzung des UVP-Verfahrens für Kaunertal-Ausbau
Klimagesetz: WWF warnt vor Mogelpackung
Ohne wirksame Nachschärfungen bleibt Klimagesetz ein Etikettenschwindel – Umweltschutzorganisation fordert verbindliche Zwischenziele und rasche Maßnahmen
WWF: Amazonas-Fische helfen, den Regenwald zu erhalten – 144 Arten bedroht
Neuer Report: Flussverbauung und Überfischung gefährden Fischbestände und Lebensgrundlagen von Millionen Menschen – WWF fordert Schutz frei fließender Flüsse und wichtiger Fischlebensräume
WWF zu hohen Spritpreisen: Öffis ausbauen, Öl-Abhängigkeit im Verkehr senken
Umweltschutzorganisation fordert bessere Bus- und Bahnverbindungen, sichere Radwege und günstigeres Klimaticket – Übergewinne der Mineralölkonzerne EU-weit besteuern
Google-Rechenzentrum: WWF begrüßt erneute Prüfung der UVP-Pflicht
Umweltschutzorganisation fordert umfassende Umweltprüfung in Kronstorf nach Fall in Niederösterreich – Bundesregierung muss eindeutige Regeln für große Rechenzentren im UVP-Gesetz verankern
WWF-Erfolg: Flussdelfin-Nachwuchs im Mekong
6 Kälber der vom Aussterben bedrohten Irawadi-Flussdelfine wurden heuer in Kambodscha geboren – ein großer Erfolg im Artenschutz! Ein herzerwärmendes Video zeigt den Nachwuchs.
WWF: Nachwuchs-Rekord bei stark bedrohten Flussdelfinen im Mekong gibt Hoffnung
Zahl der vom Aussterben bedrohten Irawadi-Flussdelfine in Kambodscha steigt auf 118 Tiere – Heuer sechs Kälber geboren – WWF erfreut über positives Ergebnis intensiver Artenschutzmaßnahmen
EU-Klimaresilienz: 34 Organisationen fordern Vorrang für naturbasierte Lösungen
Offener Brief an EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen – Städte- und Gemeindeverbände, Wasserversorger und Fischerei fordern Natur als Europas „erste Verteidigungslinie“













