4,3 Hektar Ackerfläche sollen zu Bauland werden – Naturschutzorganisation verlangt Prüfung von Brachflächen und Offenlegung aller Umweltfolgen
Riverwalk – Wandern, Radeln, Raften für den Inn
Presseaussendung und Einladung – WWF
Innsbruck, 19. Juli 2017 – 21 junge Erwachsene aus der Schweiz, Österreich und Deutschland stellen sich auf dem Weg zu lebendigen, freien Flüssen einer langen Herausforderung: Zu Fuß, mit Booten und Fahrrädern erkunden sie die gesamten 520 Kilometer vom Ursprung des Inn in Maloja (CH) bis zu seiner Mündung in die Donau in Passau (D). Organisiert wird der Riverwalk von Generation Earth, dem Jugendnetzwerk des WWF. Von 21.7. bis 28.7. ist der Riverwalk in Tirol zu Gast.
„Mit dem internationalen Riverwalk wollen wir die Schönheit und den Wert unserer Flussökosysteme erfahren und uns gleichzeitig für ihren Schutz einsetzen“, so Martin Huber vom WWF. Über drei Wochen sind die „Riverwalker“ unterwegs, vom 14.07. bis zum 06.08. Dabei beschäftigen sich die Teilnehmer unter Einbeziehung von lokalen Experten mit Themen wie der Stromerzeugung aus Wasserkraft, Flussrevitalisierung, ökologischem Hochwasserschutz und nachhaltiger Lebensweise.
Auf ihrem Weg entlang des Dreiländerflusses werden die jungen Erwachsenen Schutzgebiete und Revitalisierungen ebenso besuchen wie Kraftwerke und einen Fischlift. Einen Höhepunkt der Reise bildet die längste freie Fließstrecke aller Flüsse in Österreich: Fast 150 Kilometer, von Imst bis Kirchbichl, wird der Inn von keiner Staumauer unterbrochen. Diese Strecke können die „Riverwalker“ daher von Booten aus erleben.
Der Riverwalk in Tirol – Medientermine:
- Sa. 22.7. Fischlift Runserau – 09:30 Uhr:
Führung mit Mag. Dr. Martin Schletterer / TIWAG, Abt. Wasserkraftplanung, Fachgruppe Ökologie. Dauer: ca. 2 Std - So. 23.7. Fledermausnacht – Innsbruck/Kranebitter Innau – 21:00 Uhr
Beobachtung und Vortrag mit Mag. Anton Vorauer / WWF und Fledermausschutzbeauftragter des Landes Tirol. Wetterabhängig! - Mo. 24.7. Flussfilmabend – Innsbruck – 19:00 Uhr
In Kooperation mit der Grünen Liga Deutschland. Filme des Wild & Scenic Film Festivals (USA) und lokale Produktionen
Ort: Künstlerhaus Büchsenhausen, Weiherburggasse 13, 6020 Innsbruck - Di. 25. 7. FOTO: Begrüßung durch Amtsträger – Innsbruck – 10:30 Uhr
Alpenkonvention: Botschafter Markus Reiterer, Generalsekretär
Stadt Innsbruck: Mag. Gerhard Fritz, StadtratDie Teilnehmer des Riverwalk landen mit Raftingbooten hinter dem Löwenhaus an und werden von hohen Vertretern der Alpenkonvention und der Stadt Innsbruck begrüßt.
- Fr. 28.07. FOTO: Kufstein, Unterer Stadtplatz/Brunnen – 10:00 Uhr
mit dem Tourismusverband Kufsteinerland. Kontakt: Gabi Markl, 0664 1233830
„Wir wollen das kennenlernen, wofür wir einstehen, mit allen Möglichkeiten, Problemen und Konflikten“, erklärt Martin Huber. „Am Inn treffen viele verschiedene Interessen und Nutzungen aufeinander. Wir wollen erfahren und aufzeigen, wie diese Interessen sich mit der Natur und einem lebendigen Fluss vereinen lassen.“
Forderung: Der Inn kennt keine Grenzen
Wichtig ist den jungen Menschen, auf die Notwendigkeit eines gemeinsamen, länderübergreifenden Flussmanagements hinzuweisen. „Der Inn kennt keine Grenzen! Jeder Eingriff, jede Verbauung oder Revitalisierung, und natürlich jedes Kraftwerk hat Auswirkungen auf den ganzen Fluss“, so Huber. „Darum braucht es auch eine Planung, die sich den ganzen Inn anschaut. Das darf nicht an den Ländergrenzen enden.“
Als überwältigendes Erlebnis bezeichnet die 24-jährige Theresa Posch aus Tirol ihre Reise. „Als Kajakfahrerin liegen mir Flüsse schon lange am Herzen. Aber nur der Riverwalk bietet die Gelegenheit, einen Fluss von Anfang bis zum Ende mit allen seinen Chancen und Problemen kennen zu lernen.“ Auch das Gemeinsame und der Austausch mit Gleichgesinnten ist der engagierten „Riverwalkerin“ wichtig. „Es ist großartig zu erleben, wie jede und jeder von uns täglich eine neue Beziehung zu diesem Fluss und seiner Natur entwickelt. Und gemeinsam bringen wir vielleicht auch einige der Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft dazu, den Inn mit neuen Augen zu sehen!“
Pressefotos:
•Google Drive: https://drive.google.com/drive/folders/0B3Izv8nF9k6iTW1HMUhXNXI1VWM
Der Riverwalk im Internet:
•Blog: www.river-walk.eu
•Facebook:www.facebook.com/RiverwalkEurope
Rückfragehinweis:
Martin Hof, Pressesprecher WWF Österreich, 0676 83488 306; martin.hof@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF zu CO₂-Speicherung: CCS nur für unvermeidbare Restemissionen
Umweltschutzorganisation warnt vor Freibrief für fossile Geschäftsmodelle – Vorrang für Emissionsvermeidung – Strenge Grenzen bei geplanter Öffnung für CO₂-Speicherung
Finale bei Österreichs Flusswahl: Noch bis 1. September abstimmen
Neun Flüsse aus allen Bundesländern stehen zur Wahl – Extreme Trockenheit und Hitze setzen Gewässer und Fische unter Druck – WWF ruft zu starkem Zeichen für lebendige Flüsse auf
WWF-Erfolg: Brutflöße sorgen für Jungvogel-Boom an der March
Der WWF baut und renoviert künstliche Brutplätze für die Zugvögel. Nun können wir eine positive Bilanz ziehen: Im Gebiet gibt es so viele Jungvögel, wie seit Jahren nicht mehr!
600 Tötungen pro Jahr: WWF kritisiert geplante Biber-Verordnung in Niederösterreich
Drastische Verschärfung bei Biber-Management vorgesehen – Direkte Eingriffe in Lebensraum und Bestand möglich – WWF ortet Freibrief für pauschale Abschüsse
Klimagesetz: WWF begrüßt Klimaneutralität 2040, kritisiert fehlende Verbindlichkeit
Umweltschutzorganisation fordert ambitionierten und verbindlichen Klimafahrplan, andernfalls droht Etikettenschwindel – Fokus auf natürlichen Klimaschutz und Renaturierung gefordert
WWF kritisiert Blockade der Industriellenvereinigung bei wirksamer Klimapolitik
Rahmenbedingungen für Klimaneutralität 2040 längst überfällig – Industriellenvereinigung verhindert zahlreiche Energiegesetze und schadet sich selbst
Trockenheit in Österreich: WWF fordert Schutz des Platzertal-Moors als wichtigen Wasserspeicher
Feuchtgebiete in der Klimakrise immer wichtiger – Kraftwerkspläne bedrohen einzigartiges, hochalpines Moor – WWF fordert Schutz intakter Moore für wertvollen Wasserrückhalt
WWF-Ranking: Kein Bundesland schützt Böden ausreichend
Naturschutzorganisation analysiert Bodenpolitik der Bundesländer – Salzburg an der Spitze, aber nur „lückenhaft“ – Kärnten und Oberösterreich Schlusslichter – Mehr als die Hälfte der 99 Teilbewertungen im neuen WWF-Bodenreport kritisch oder ungenügend










