Der 5-jährige Rüde hilft mit seiner Spürnase dabei, Fälle von Wildtierkriminalität aufzudecken. Er gilt als besonders ausgeglichen und arbeitsfreudig.
Brutsaison am Inn: WWF und BirdLife appellieren für mehr Rücksicht auf seltene Kiesbrüter

Mit dem Frühling kommen seltene Kiesbrüter, wie der Flussuferläufer und der Flussregenpfeifer, zum Brüten an den Inn. Um die Tiere bei der Partnersuche und beim Brüten nicht zu stören, machen WWF Österreich und BirdLife auf die sensiblen Tiere aufmerksam. „Der Inn ist ein Schatz der Artenvielfalt. Stark gefährdete Vögel wie der Flussuferläufer finden nur noch an wenigen Stellen Zuflucht. Besonders in diesen Gebieten müssen wir zum Schutz der Tiere Rücksicht nehmen und uns während der Brutzeit von Kiesbänken fernhalten”, sagt WWF-Flussexpertin Marianne Götsch. Da die Tiere ihre Eier auf den Kiesbänken ablegen, werden sie oft unwissend von Erholungssuchenden gestört. „Die kiesbrütenden Vogelarten flüchten und verlassen ihre Brut – im schlimmsten Fall werden die gut getarnten Eier zertreten. Darum stellen wir im Rahmen von INNsieme connect Informationsschilder auf und weisen bis Ende Juli auf die Brutreviere hin”, sagt Götsch.
Auch freilaufende Hunde können die brütenden Vögel stören: „Hunde haben einen größeren Bewegungsradius als Menschen und werden von den Vögeln als Beutegreifer erkannt. Selbst wenn ein Hund die Vögel nicht direkt jagt, stresst schon sein Vorbeilaufen die Vögel so sehr, dass die Brut verloren gehen kann”, so Katharina Bergmüller, Leiterin der BirdLife-Landesstelle Tirol. Die gute Nachricht: Ein angeleinter Hund stört die seltenen Vögel weit weniger. Mit ausreichend Abstand steht einem Spaziergang mit Hund entlang des Inns aber nichts im Wege.
Bereits seit mehreren Jahren führt BirdLife Erhebungen zu Flussuferläufern am Inn durch. Positiv ist, dass sich die Bestände in den letzten Jahren erholt haben und auch die Zahl der Reviere zugenommen hat. Seit 2024 wird auch in Pfunds und Fließ wieder gebrütet. Acht der zwölf besiedelten Flussabschnitte liegen in renaturierten Gebieten – ein deutlicher Beweis, dass die Maßnahmen wirken. Dennoch stagniert der Anteil der Reviere mit Jungvögeln seit 2020 bei rund 40 Prozent. An manchen Renaturierungsabschnitten konnten noch kaum Erfolge beim Brüten verzeichnet werden, da es besonders oft zu Störungen kommt. Hier appellieren BirdLife und WWF ganz besonders an die Menschen Rücksicht auf die seltenen Vögel zu nehmen.
Über INNsieme connect
Gemeinsam für den Inn – das ist das Motto von INNsieme connect, der Fortsetzung des erfolgreichen Projekts INNsieme (2019–2022): Partnerorganisationen mehrerer Länder kommen zusammen, um den Inn als wertvollen Lebensraum für Mensch und Natur zu stärken und ein Netzwerk für den Schutz des Inns zu schaffen. Dabei werden Maßnahmen zum Artenschutz, zur Umweltbildung und zur Planung konkreter Renaturierungen am Inn und seinen Zubringern umgesetzt. Ermöglicht wird dies durch die Kofinanzierung der Europäischen Union im Rahmen des Förderprogramms Interreg Bayern–Österreich 2021–2027 sowie durch die Förderung durch das Land Tirol.
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