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Sensation: WWF filmt letzte Amur-Leoparden Russlands
Hamburg/Wien, 15. Juli 2011 – Nach Auswertung aktueller Video- und Fotoaufnahmen aus Kamerafallen im Russischen Fernen Osten durch den WWF geht die Umweltschutzorganisation davon aus, dass der Bestand der seltenen Großkatze in den letzten Jahren gewachsen ist. Insgesamt konnten auf den Bildern und Filmsequenzen der Kamerafallen, die im Naturreservat Kedrovaya Pad und dem Wildtierschutzgebiet Leopardovy in der russischen Provinz Primorski entstanden sind, zwölf unterschiedliche Tiere identifiziert werden. „In den vergangenen fünf Jahren haben wir in diesem Gebiet jeweils zwischen sieben und neun verschiedene Leoparden pro Jahr gesichtet. Aber dieses Jahr ist das Ergebnis mit zwölf Einzelindividuen rekordverdächtig“, freut sich Markus Radday, Projektreferent für das WWF-Amurprogramm. Der Amur-Leopard gilt mit maximal 50 Tieren in freier Wildbahn als eine der seltensten Großkatzen weltweit. Während sich das Verbreitungsgebiet einst über weite Teile Ostasiens erstreckte, ist es heute auf kleine Areale in Russland und China zusammengeschrumpft. Zudem bedroht Wilderei die Population.
Nach Einschätzung der Umweltschutzorganisation weisen die Foto- und Videoaufnahmen darauf hin, dass die Population in diesem Gebiet um bis zu 50 Prozent gewachsen sein könnte. Jetzt hofft der WWF, dass die Auswertung weiterer Daten im nächsten Winter den Wachstumstrend der Population bestätigen wird. Dann könne dies auch als Erfolg der verbesserten Schutzbemühungen gewertet werden, so der WWF. Das derzeit noch zwei getrennte Schutzgebiete umfassende Areal wurde vor kurzem einer gemeinsamen Verwaltung unterstellt, was die Koordination der Maßnahmen erleichtert. In wenigen Monaten werden beide Gebiete dann in einem neuen Nationalpark aufgehen.
Um zu verstehen, wie die vom Aussterben bedrohten Tiere besser geschützt werden können, führen der WWF, das Institut für Nachhaltige Nutzung Natürlicher Ressourcen (ISUNR) und das Pazifik-Institut der Russischen Akademie der Wissenschaften seit sechs Jahren Erhebungen zum Bestand der Amur-Leoparden durch. Es ist jedoch das erste Mal, dass videofähige Kameras verwendet wurden. „Die Bildsequenzen ermöglichen uns nicht nur, die Anzahl der Leoparden zu ermitteln, sondern geben uns auch wichtige Einblicke in das Leben und das Verhalten der Tiere“, so Radday.

Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231 oder Email: franko.petri@wwf.at.
Pressebilder unter www.wwf.de/presse
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