Feuchtgebiete in der Klimakrise immer wichtiger – Kraftwerkspläne bedrohen einzigartiges, hochalpines Moor – WWF fordert Schutz intakter Moore für wertvollen Wasserrückhalt
Task-Force-Start: WWF fordert echte Ökologisierung des Steuersystems
Wien, 26. Februar 2020. Anlässlich der heutigen Auftaktsitzung der „Task Force Ökosoziale Steuerreform“ fordert der WWF Österreich von der Bundesregierung eine echte Ökologisierung des Steuersystems und einen raschen Abbau umweltschädlicher Subventionen. „Wir brauchen endlich einen großen Wurf statt kleiner Schritte. Das gesamte System muss konsequent auf Klimaschutz und Energiesparen ausgerichtet werden. Ansonsten bleibt auch die angekündigte Klimaneutralität 2040 nur ein Luftschloss“, sagt WWF-Klimasprecher Karl Schellmann. „Das Klimaprogramm der Bundesregierung muss rasch mit Reformen und Budgets ausgestattet werden. Dafür braucht es aber nicht nur eine engagierte Umweltministerin, sondern auch den vollen Klimaschutz-Einsatz von Bundeskanzler und Finanzminister. Kosmetische Verbesserungen reichen nicht, wenn Österreich milliardenschwere Strafzahlungen für Klimasünden vermeiden will“, warnt Schellmann.
Um eine echte Trendwende einzuleiten, müssen die von der Bundesregierung bisher nur vage skizzierten Schritte ambitioniert umgesetzt und mit weiteren Maßnahmen verbunden werden. „Aufgrund jahrzehntelanger Versäumnisse ist der Handlungsbedarf riesengroß. Eine ganzheitlich gedachte Steuerreform muss umweltfreundliches Verhalten spürbar belohnen und fossile Energien flächendeckend ausbremsen. Für den notwendigen Klimaschutz-Lenkungseffekt ist zwingend ein eigener Öko-Bonus notwendig, der aus einer fairen CO2-Bepreisung finanziert wird. Umweltverschmutzung muss endlich einen Preis bekommen“, fordert Schellmann.
Ebenfalls zentral ist eine grundlegende Reform der milliardenschweren Pendlersubventionen. "Einerseits braucht es einen starken Bonus für jene, die mit den Öffis oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Andererseits müssen teure fossile Relikte wie das Dieselprivileg gestoppt werden, um den Tanktourismus zu stoppen und der ökologischen Kostenwahrheit näher zu kommen. Parallel dazu gehören die Angebote für klimafreundliches Pendeln deutlich ausgebaut. Hier gibt es immer noch große Defizite, was Taktung und Möglichkeiten im ländlichen Raum betrifft“, sagt WWF-Klimasprecher Karl Schellmann.
Rückfragehinweis
Mag.a (FH) Julia Preinerstorfer, MA
Pressesprecherin
Mobil: +43 676 834 88 240
julia.preinerstorfer@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Ranking: Kein Bundesland schützt Böden ausreichend
Naturschutzorganisation analysiert Bodenpolitik der Bundesländer – Salzburg an der Spitze, aber nur „lückenhaft“ – Kärnten und Oberösterreich Schlusslichter – Mehr als die Hälfte der 99 Teilbewertungen im neuen WWF-Bodenreport kritisch oder ungenügend
Countdown für Renaturierungspläne: WWF fordert rasche Fertigstellung und Veröffentlichung
Zwei Wochen vor EU-Deadline noch immer kein Gesamtentwurf vorliegend – Historische Dürre zeigt Notwendigkeit von Renaturierung – Umweltminister und Bundesländer in der Pflicht
Klimakrise trifft verbaute Flüsse besonders hart: WWF fordert Renaturierung zum Schutz seltener Huchen
Fehlender Wasserrückhalt verschärft Austrocknung – Kleinwasserkraftwerke behindern Fischwanderung – WWF fordert mehr Renaturierung zum Erhalt der gefährdeten Huchen in der Pielach
WWF-Erfolg: 20 Sambars in thailändischem Nationalpark freigelassen
20 Tiere, ein Nationalpark und ein großes Ziel: Die Natur wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Im Nationalpark Mae Wong wurden erfolgreich Sambars freigelassen.
WWF und ÖKOBÜRO gewinnen Artenschutzverfahren am Verwaltungsgerichtshof
Höchstgericht bestätigt fehlende Rechtskonformität von Abschuss-Verordnungen für geschützte Tierarten – Ende der pauschalen Tötungen gefordert
WWF: Klimakrise stellt Budget auf Belastungsprobe
Folgen der Klimakrise sorgen für Schäden in Millionenhöhe – Umweltschutzorganisation fordert konsequenten Klimaschutz und wirksame Klimawandelanpassung statt reiner Symptombekämpfung
Elefanten in der Klimakrise: WWF warnt vor “gefährlichem Cocktail” für Dickhäuter
Dürre, Hitze und extreme Niederschläge verändern den Lebensraum von Elefanten massiv – Suche nach Wasser und Futter zunehmend erschwert – WWF fordert verstärkte Schutzmaßnahmen
Ein Drittel des Tiroler Wolfsbestandes abgeschossen: WWF kritisiert Management des Landes scharf
2026 bereits zehn Wölfe in Tirol getötet – Naturschutzorganisation fordert Ende von Abschüssen als Standardlösung: „Wild sein ist kein Verbrechen“













