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Trockenheit in Österreich: WWF fordert Schutz des Platzertal-Moors als wichtigen Wasserspeicher
20. August 2026 – Hitze, längere Trockenperioden und eine veränderte Schneeschmelze setzen Österreichs Natur zunehmend unter Druck. Intakte Moore und Feuchtgebiete können Klimaextreme jedoch abpuffern: Bei Starkregen speichern sie große Mengen an Wasser und geben es in Trockenperioden langsam wieder an ihre Umgebung ab. Gleichzeitig speichern sie riesige Mengen an Kohlenstoff und sind damit wichtige Verbündete im Kampf gegen die Klimakrise. „Intakte Moore halten Wasser in der Landschaft und helfen dabei, die Folgen der Klimakrise abzufedern. Gerade in Zeiten zunehmender Trockenheit können wir es uns nicht leisten, diese wertvollen Ökosysteme zu zerstören“, sagt Maximilian Frey vom WWF Österreich.
Doch gerade diese wichtigen Ökosysteme stehen in Österreich massiv unter Druck: Schon jetzt sind nur noch zehn Prozent der ursprünglichen Moorfläche in Österreich erhalten, nur ein Prozent gilt als ökologisch intakt. Der WWF fordert daher, die letzten Moore Österreichs konsequent zu schützen. Aktuell sind menschliche Eingriffe der Haupttreiber der Moorzerstörung. „Durch Wasserkraft- und Tourismusprojekte gehen immer mehr intakte Moorflächen verloren. Vor allem im hochalpinen Bereich fehlt es an Schutzgebieten für Moore”, sagt Maximilian Frey.
Zerstörerische Kraftwerkspläne bedrohen seltenen Lebensraum
Das größte, nahezu unberührte hochalpine Moor Österreichs liegt im Tiroler Platzertal. Auf rund 20 Hektar beherbergt es eine Vielzahl an seltenen Tier- und Pflanzenarten. Doch das einzigartige Ökosystem ist durch die Kraftwerkspläne für den Ausbau des Kraftwerks Kaunertal gefährdet. Dafür soll ein 120 Meter hoher Staudamm errichtet werden. Die wertvollen Moor- und Feuchtgebietsflächen, die dafür geflutet werden müssen, sollen ausgebaggert und damit dauerhaft zerstört werden.
Neben der Bedrohung der fragilen Artenvielfalt im Platzertal würde bei der Moorzerstörung auch das Klima zusätzlich belastet. Im Torf gebundene Treibhausgase würden freigesetzt und das Klima negativ belasten – vor allem das besonders klimaschädliche Methan. „Die Tiwag plant als vermeintliche Lösung, das Moor an anderer Stelle zu verpflanzen. Doch sobald das Moor erstmal geschädigt ist, setzen Erosionsprozesse ein, die es über kurz oder lang zerstören und die gesamten darin gespeicherten Treibhausgase freisetzen”, sagt Maximilian Frey.
Weitere Infos zum Moor im Platzertal hier.
Zur Petition gegen die Verbauung des Platzertals hier.
Bilder hier.
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