Seit 2020 unterstützt der WWF ein Umsiedlungsprojekt im Rajaji-Nationalpark in Nordindien. Nun streifen wieder Tiger durch das Schutzgebiet – und sogar Tigernachwuchs wurde gesichtet!
Toni Innauer unterstützt WWF-Klimaoffensive in Poznan

Wien/Innsbruck/Poznan, 5. Dezember 2008 – Der Klimawandel beeinträchtigt zunehmend die Wintersportgebiete weltweit. Nun warnen weltbekannte Schisportler anlässlich der Klimakonferenz in Poznan vor den Folgen der Erderwärmung für den Schisport. Im Rahmen einer Aktion des WWF rufen sie die Regierungen der Welt auf die Treibhausgasemissionen rasch zu senken. Mehrere Schiathleten unterstreichen heute ihre Forderung bei einer Aktion vor den Toren des Konferenzgebäudes in Poznan, wo ein Klimaappell übergeben wird. Auch der bekannte österreichische Olympiasieger und langjährige Schiflug-Weltrekordhalter Toni Innauer hat die Petition an die Regierungsvertreter unterschrieben. „Die österreichische Wintersportwirtschaft hängt von verlässlichen Schneeverhältnissen ab. Doch nicht nur für den Schisport, auch für unsere globalen Lebensgrundlagen ist es dringend notwendig, dass sich die Politiker dieser Welt endlich auf verbindliche Ziele zur Reduktion der Treibhausgase verpflichten“, appelliert Toni Innauer an die Delegierten der Klimakonferenz in Poznan. Unter den weiteren Unterzeichnern des Appells finden sich Schigrößen wie der amerikanische Olympiasieger und Weltmeister Ted Ligety, die Olympiasiegerin Julia Mancuso sowie Magdalena Gwizdoń and Tomasz Sikora aus Polen.
Von den europäischen Alpen über den Himalaya, die Rocky Mountains bis zu den zentralamerikanischen Anden verursacht der Klimawandel mildere Winter und einen Rückgang des Schnellfalls. Die unterzeichnenden Sportler sehen die Grundlage des weltweiten Schisports in Gefahr. In dem Appell fordern die Wettkämpfer einen neuen globalen Klimavertrag, der imstande ist, die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten. Dazu muss die Wende der weiteren Temperaturerhöhung spätestens bis 2020 erreicht sein. Außerdem müssen die globalen Emissionen bis 2050 um 80 Prozent im Vergleich mit dem Jahr 1990 reduziert werden. „Als einen ersten Schritt“, so die Sportler, müssen die industrialisierten Länder ihre Emissionen bis 2020 um 25 bis 40 Prozent reduzieren.
“Schifahrer sind die besten Zeugen für die zerstörerische Kraft des Klimawandels. Der Rückgang der Gletscher und die Abnahme des Schnellfalls spüren sie als erstes“, so der WWF-Klimaexperte Markus Niedermair. „Die rasche Veränderung in den Bergregionen gefährden die alpinen Ökosysteme und die Artenvielfalt. Zudem sind die Gemeinden bedroht, die vom Tourismus und vom Wintersport leben.“ Seit 1850 sind die Gletscher in den europäischen Alpen um die Hälfte abgeschmolzen. Wenn der Klimawandel so weiter geht, steigt die Schneefallgrenze von 1.200 auf 1.800 Meter Seehöhe. Dadurch werden zukünftig nur noch 44 Prozent der Wintersportgebiete genügend Schnee für die gesamte Saison haben. Auch fast alle Gletscher in Alaska schmelzen rapide ab und ebenso die nördlichen Anden. Schon seit 30 Jahren dünnt sich die Eisdecke im Himalaya aus – mit besonders starken Rückgängen im vergangenen Jahrzehnt bis heute.
Weitere Informationen
MMag. Franko Petri, Amazonassprecher WWF, Tel. 01-48817-231.
Christian Teriete, Pressesprecher WWF International in Poznan, Tel. +48-793-489-334.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Erfolg: 15 Sambars in Thailand freigelassen
Im Salakpra Wildlife Sanctuary wurden 15 Sambarhirsche in die Freiheit entlassen. Die Rückkehr der gefährdeten Pflanzenfresser ist ein wichtiger Schritt, um das Ökosystem zu stärken.
WWF: Pottwale, Finnwale und Delfine im Mittelmeer zunehmend bedroht
Schiffsverkehr gefährdet seltene Meeressäuger im Mittelmeer – WWF fordert Tempolimits und Ausweichrouten, um Kollisionen zu verhindern und ist im Einsatz gegen Geisternetze
WWF kritisiert Ausverkauf von Tiroler Naturschätzen
Geplantes Gesetzespaket der Landesregierung weicht Naturschutz auf und begünstigt Konzerne – WWF fordert Aus für “Ablasshandel” und grundlegende Überarbeitung des Entwurfs
Entsiegeln statt versiegeln: WWF fordert Hitzeschutz-Programm
Anhaltende Verbauung und Versiegelung verschärfen Hitze – WWF fordert Entsiegelungs-Offensive, Begrünung in den Städten und Limit für den Bodenverbrauch
Hohe Lebensmittelpreise: WWF fordert Maßnahmen gegen Verschwendung
Reduktion der Verschwendung sollte in jedes Maßnahmenpaket gegen die hohe Teuerung integriert werden – Bundesregierung sollte Lebensmittelspenden erleichtern
UN-Plastik-Verhandlungen: WWF fordert Abkommen gegen tödliche Plastikflut
UN-Plastik-Verhandlungen starten – Plastikmüll als Gefahr für Mensch und Tier – WWF-Weckruf: Tödliche Plastikflut stoppen, bevor es zu spät ist.
WWF-Erfolg: Neuer Meilenstein für Kroatiens Auen
Der erste Kilometer des Bjelobrdska Altarms bei Osijek wurde erfolgreich ausgebaggert – der Auftakt für eine Flusslandschaft, die wieder lebendiger wird. Denn die Renaturierung im 5-Länder-Biosphärenpark Mur-Drau-Donau kommt sowohl dem Auwald als auch vielen Arten zugute.
WWF-Erfolg: Rekord bei Störchen, Jubiläum bei Konik-Pferden
Gleich zwei besondere Erfolge aus unserem WWF-Auenreservat Marchegg können wir derzeit feiern: Bei den Weißstörchen wurden die meisten Brutpaare seit 25 Jahren gezählt. Bereits seit 10 Jahren beweiden Konik-Pferde das Gebiet – und sorgen für einen wahren Arten-Boom.