Neue Forschungsinitiative testet Zersetzbarkeit von Biokunststoffen in über 20 natürlichen Lebensräumen – Kooperation des WWF Österreich und der Technischen Universität Bratislava
Umweltschutzorganisationen fordern beim Flusserlebnistag effektiven Schutz des Naturjuwels Isel
Reger Andrang beim Flusserlebnistag Isel – WWF und Naturschutzbund präsentierten vielfältiges Programm und fordern umfassenden Schutz des letzten naturnahen Gletscherflusssystems Österreichs
Aktuell bedrohen Kraftwerksprojekte alle Zubringer der Isel – darunter auch das umstrittene Kraftwerk Haslach-Kalserbach. Dabei kann jedes weitere Kraftwerk der Kipppunkt sein, der das wertvolle und einzigartige Gletscherflusssystem in seiner Vitalität zerstört. Sie gefährden wichtige Rückzugsorte für seltene und geschützte Arten, wie Flussuferläufer, Deutsche Tamariske, Gelbbauchunke, oder Äsche. „Naturjuwele wie die Osttiroler Gletscherflüsse sind die Aushängeschilder Österreichs. Die sensiblen Ökosysteme entlang von Wildflusslandschaften sind auf eine intakte Flussdynamik und ein durchgängiges Netzwerk aus Hauptfluss und kleineren Flüssen angewiesen“, erklärt Roman Türk, Präsident des Naturschutzbundes Österreich.
„Mit der Isel und ihren Zubringern haben wir in Osttirol bislang etwas bewahrt, was in anderen Regionen längst verloren ist“, sagt Reinhold Bacher, Naturschutzreferent der Alpenvereinssektion Matrei im Osttirol. „Dieses wertvolle Naturerbe steht durch die Kraftwerksprojekte auf dem Spiel. Wir wollen, dass auch unsere Kinder die Schönheit der Natur erleben können. Dafür braucht es einen umfassenden Schutz des Flusssystems.“
Beim Flusserlebnistag Isel konnten die Besucher*innen an verschiedenen Stationen anhand von Workshops, Führungen, Tier- und Pflanzenbeobachtungen mehr über das Tiroler Naturerbe Isel und die Osttiroler Gletscherflüsse erfahren. „Das Gletscherflusssystem der Isel ist alpenweit etwas ganz Besonderes – etwa aufgrund seiner ungestörten Dynamik, seiner ausgedehnten, frei passierbaren Fließstrecken und der typischen Lebensraumvielfalt, die sich beispielsweise im vitalen Vorkommen der Deutschen Tamariske zeigt. Deshalb ist diese einmalige Flusslandschaft einer der letzten Orte, an denen wir hautnah sehen, erleben und erforschen können, wie naturnahe, gletschergeprägte Alpenflüsse funktionieren“, so Susanne Muhar von der Universität für Bodenkultur.
Rückfragehinweis:
Valentin Ladstätter
Pressesprecher WWF Österreich
+43 676 83488 257
valentin.ladstaetter@wwf.at
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