Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
Weltflüssetag: WWF fordert umfassende Renaturierung der heimischen Fließgewässer
Anlässlich des internationalen Tags der Flüsse am 22. September fordert die Umweltschutzorganisation WWF Österreich die umfassende Wiederherstellung heimischer Fließgewässer und Feuchtgebiete als wichtigen Beitrag zur Krisensicherheit. “Der technische Hochwasserschutz muss dringend durch weitreichende ökologische Schutzmaßnahmen ergänzt werden, also vor allem durch Renaturierungen”, sagt WWF-Gewässerschutzexpertin Bettina Urbanek. “Ökologisch intakte Flüsse, Moore, Auen und andere Feuchtgebiete können wie Schwämme wirken, die Wasser aufsaugen und damit Extremwetterereignisse wie Starkregenfälle und Hochwasser abfedern – wenn man ihnen den Raum dazu gibt.” Dazu müsse man Flüsse und Feuchtgebiete wieder naturnäher gestalten, etwa durch Aufweitungen, die Entfernung künstlicher Uferverbauungen und die Wiederanbindung von Seitenarmen und Auen. Derzeit sind nur noch 14 Prozent der heimischen Flüsse ökologisch intakt und zwischen 80 und 90 Prozent der ursprünglichen Moore und Feuchtgebiete zerstört oder beeinträchtigt.
Eine Schlüsselrolle für die künftige Krisensicherheit in Österreich spielt die kürzlich in Kraft getretene EU-Renaturierungsverordnung, die alle Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, einen nationalen Wiederherstellungsplan vorzulegen. Gerade in Zeiten der gekoppelten Klima- und Biodiversitätskrise fordert der WWF darin einen Schwerpunkt auf der Renaturierung von Flüssen und Feuchtgebieten. “Denn neben ihrer Funktion als Hochwasser-Puffer speichern sie große Mengen CO2, halten Wasser für Dürreperioden zurück, verbessern die Grundwasserneubildung und sind wichtige Rückzugsgebiete für gefährdete Arten”, sagt Bettina Urbanek vom WWF. Mit gut aufeinander abgestimmten Wiederherstellungsplänen werden die Länder auch gegenseitig voneinander profitieren, da viele Fluss-Systeme grenzüberschreitend miteinander vernetzt sind.
EU-Geld für heimische Natur
Im Rahmen der EU-Renaturierungsverordnung kann Österreich mit einem fachlich fundierten Plan zusätzliches Geld aus dem EU-Budget abrufen und damit insbesondere auch Projekte im ländlichen Raum unterstützen. Das schafft natürliche Schutzmaßnahmen gegen die zunehmenden Folgen der Klimakrise. Im Rahmen der Verordnung sollen unter anderem bis zum Jahr 2030 europaweit 25.000 Flusskilometer renaturiert werden.
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.









