Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
Winter auf dünnem Eis: WWF warnt vor zunehmenden Belastungen für Eisbären
Durch die Klimakrise werden die Winter immer wärmer und kürzer – auch in der Arktis. Für Eisbären wird das immer mehr zur Lebensgefahr. Besonders Eisbären-Mütter und ihre Jungtiere leiden unter dem später und spärlicher gefrierenden Packeis, warnt die Umweltschutzorganisation WWF (World Wide Fund for Nature). “Eisbären brauchen das arktische Packeis zum Überleben. Nur dort können sie erfolgreich Robben jagen und ihre Jungen füttern. Fehlt es, müssen sie immer weitere Strecken zurücklegen um ausreichend Beute zu finden – außerdem geraten sie häufiger in menschliche Siedlungen”, sagt WWF-Artenschutzexperte Karim Ben Romdhane. Hinzu kommen zunehmende Bedrohungen durch die Öl- und Gasindustrie, die von neuen, eisfreien Gebieten profitiert und immer weiter in die Rückzugsgebiete der Bären vordringt. “Den Eisbären schmilzt der Lebensraum buchstäblich unter den Tatzen weg. Ressourcenabbau, Tourismus und Schifffahrt gefährden zusätzlich ihre Winterruhe und die Gebiete, in denen sie ihre Jungen zur Welt bringen und aufziehen. Wir müssen sie dringend besser vor den Folgen der Klimaerwärmung und menschlichen Eingriffen schützen”, sagt Karim Ben Romdhane vom WWF.
Klimaschutz ist Eisbärenschutz
Die Prognosen sind düster: Laut Weltnaturschutzunion droht ein Drittel der Eisbären – vor allem in den südlichen Verbreitungsgebieten – bis 2050 zu verschwinden. Um das Verhalten und die Bedürfnisse der Eisbären im Jahresverlauf besser zu verstehen, arbeitet der WWF auch in der Arktis. Mit Hilfe von Umwelt-DNA werden Erkenntnisse über Geburts- und Aufzuchtstätten, Wanderkorridore und saisonale Nahrungsgründe gewonnen. “Die Erforschung der Eisbären ist ein wichtiger Schritt zu ihrem Schutz. Wir kämpfen aber auch an anderen Fronten für ihren Erhalt. Neben dem Klimaschutz, den wir intensiv von der Politik einfordern, arbeiten wir mit der lokalen Bevölkerung zusammen, um den immer schärfer werdenden Konflikt zwischen Eisbären und Menschen zu lösen“, sagt Ben Romdhane vom WWF.
Zur Entschärfung von Mensch-Tier-Konflikten engagiert sich der WWF seit Jahren in den betroffenen Gemeinden der Arktis – zum Beispiel mit Patrouillen, die die Bevölkerung warnen und herannahende Eisbären vertreiben. Auch sichere Behälter für Lebensmittel und Müll sowie Schutzzäune tragen dazu bei, tödliche Begegnungen zu vermeiden. “Kleine Veränderungen zeigen manchmal große Wirkung. Langfristig braucht es aber viel mehr Einsatz. Denn die Ursache des Problems ist und bleibt die Klimakrise. Wir müssen das Tempo beim Klimaschutz drastisch erhöhen – auch in Österreich”, fordert Karim Ben Romdhane vom WWF.
Weitere Infos hier.
Bilder hier zum Download.
Eisbär-Patenschaft hier.
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.









