Aufnahmen von Wildtierkameras zeigen, wie thailändische Tigerfamilien durch die Wälder streifen. Und auch Zahlen bestätigen, dass sich die dortigen Tigerbestände erholen – in Thailand ist er seit 2024 um 16% angestiegen.
Winter auf dünnem Eis: WWF warnt vor zunehmenden Belastungen für Eisbären

Durch die Klimakrise werden die Winter immer wärmer und kürzer – auch in der Arktis. Für Eisbären wird das immer mehr zur Lebensgefahr. Besonders Eisbären-Mütter und ihre Jungtiere leiden unter dem später und spärlicher gefrierenden Packeis, warnt die Umweltschutzorganisation WWF (World Wide Fund for Nature). “Eisbären brauchen das arktische Packeis zum Überleben. Nur dort können sie erfolgreich Robben jagen und ihre Jungen füttern. Fehlt es, müssen sie immer weitere Strecken zurücklegen um ausreichend Beute zu finden – außerdem geraten sie häufiger in menschliche Siedlungen”, sagt WWF-Artenschutzexperte Karim Ben Romdhane. Hinzu kommen zunehmende Bedrohungen durch die Öl- und Gasindustrie, die von neuen, eisfreien Gebieten profitiert und immer weiter in die Rückzugsgebiete der Bären vordringt. “Den Eisbären schmilzt der Lebensraum buchstäblich unter den Tatzen weg. Ressourcenabbau, Tourismus und Schifffahrt gefährden zusätzlich ihre Winterruhe und die Gebiete, in denen sie ihre Jungen zur Welt bringen und aufziehen. Wir müssen sie dringend besser vor den Folgen der Klimaerwärmung und menschlichen Eingriffen schützen”, sagt Karim Ben Romdhane vom WWF.
Klimaschutz ist Eisbärenschutz
Die Prognosen sind düster: Laut Weltnaturschutzunion droht ein Drittel der Eisbären – vor allem in den südlichen Verbreitungsgebieten – bis 2050 zu verschwinden. Um das Verhalten und die Bedürfnisse der Eisbären im Jahresverlauf besser zu verstehen, arbeitet der WWF auch in der Arktis. Mit Hilfe von Umwelt-DNA werden Erkenntnisse über Geburts- und Aufzuchtstätten, Wanderkorridore und saisonale Nahrungsgründe gewonnen. “Die Erforschung der Eisbären ist ein wichtiger Schritt zu ihrem Schutz. Wir kämpfen aber auch an anderen Fronten für ihren Erhalt. Neben dem Klimaschutz, den wir intensiv von der Politik einfordern, arbeiten wir mit der lokalen Bevölkerung zusammen, um den immer schärfer werdenden Konflikt zwischen Eisbären und Menschen zu lösen“, sagt Ben Romdhane vom WWF.
Zur Entschärfung von Mensch-Tier-Konflikten engagiert sich der WWF seit Jahren in den betroffenen Gemeinden der Arktis – zum Beispiel mit Patrouillen, die die Bevölkerung warnen und herannahende Eisbären vertreiben. Auch sichere Behälter für Lebensmittel und Müll sowie Schutzzäune tragen dazu bei, tödliche Begegnungen zu vermeiden. “Kleine Veränderungen zeigen manchmal große Wirkung. Langfristig braucht es aber viel mehr Einsatz. Denn die Ursache des Problems ist und bleibt die Klimakrise. Wir müssen das Tempo beim Klimaschutz drastisch erhöhen – auch in Österreich”, fordert Karim Ben Romdhane vom WWF.
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