SPAR Österreich
Partner für nachhaltigen Fischfang und wirksamen Klimaschutz
WWF Kooperation mit SPAR Österreich:
Partner für nachhaltigen Fischfang und wirksamen Klimaschutz
Seit 2011 arbeiten WWF und SPAR zusammen, um die Themen nachhaltiger Fischeinkauf sowie Klimaschutz zu forcieren.
Die Nahrungsmittelproduktion, damit auch der Lebensmittelhandel, haben erhebliche Auswirkungen auf Natur, Umwelt und Klima. SPAR kommt als einem der größten österreichischen Handelsunternehmen eine besondere Verantwortung zu. Das Unternehmen ist mit rund 1.600 Standorten in ganz Österreich vertreten und mit über 50.000 Mitarbeiter*innen der größte österreichische private Arbeitgeber und der größte Lehrlingsausbilder. Der WWF und SPAR Österreich setzen sich daher seit vielen Jahren in verschiedenen Projekten für eine nachhaltige Lebensmittelversorgung ein.
Schwerpunkt 1: Nachhaltiger Fischeinkauf
Als Partnerunternehmen des WWF Meeresprogramms setzt sich SPAR für einen nachhaltigen Fischfang ein und nimmt damit eine Vorreiter-Rolle im österreichischen Einzelhandel ein. Ziel ist ein 100% nachhaltiges Sortiment an Fisch und Meeresfrüchten aus Wildfang und Aquakultur.
Rund 34 % der globalen Fischbestände sind überfischt und knapp 66% bis an ihre maximale Kapazität befischt. Überfischung, Beifang und Illegale Fischerei setzen die Fischbestände stark unter Druck. Hinzu kommen negative Auswirkungen von nicht nachhaltigen Farmpraktiken von gezüchteten Arten. „Österreich als Importland für Fisch und Meeresfrüchte und der österreichische Handel können durch eine nachhaltige Fischeinkaufspolitik dazu beitragen, dass Lieferketten nur mehr Fischprodukte aus verantwortungsvollen Quellen beziehen, damit die negativen Auswirkungen unseres Fischkonsums auf ein Minimum reduziert werden“, sagt Axel Hein, Meeresexperte des WWF. Als einer der wichtigsten Lebensmittelhändler in Österreich, bei dem viele Menschen täglich Fischprodukte einkaufen, kommt SPAR hier eine besonders wichtige Bedeutung zu. SPAR hat dazu in Zusammenarbeit mit dem WWF sein gesamtes Fischsortiment auf verantwortungsvolle Quellen umgestellt.
Ziel: Nachhaltige Fischeinkaufspolitik
Der WWF hat mit SPAR einen Aktionsplan mit klaren Zielsetzungen und Zeitplan entwickelt, der auf ein „nachhaltiges Fischangebot“ ausgerichtet ist: der WWF analysiert dazu mindestens einmal jährlich das bestehende Sortiment, zeigt Lösungsmöglichkeiten und Wege zu einer nachhaltigen Beschaffungspolitik im Bereich Speisefisch auf und unterstützt den Einkauf von SPAR bei der Umsetzung der formulierten Ziele. Bestandteile dieser Beschaffungspolitik sind unter anderem die Steigerung an zertifizierten Produkten, das Fischsortiment hin zur grünen Liste nach dem Ampelsystem des WWF zu verändern, alle neuen Produkte aus nachhaltigen Quellen zu beziehen und die Rückverfolgbarkeit von Produkten zu verbessern.
Die Zusammenarbeit im Bereich Fisch und Meeresfrüchte ist auf mehrere Jahre angelegt, da nur eine regelmäßige Sortimentsanalyse auf die dynamischen Veränderungen der Natur reagieren kann. Fischbestände sind ständigen Schwankungen unterworfen und durch ein jährliches Monitoring kann auf diese Schwankungen Rücksicht genommen werden und gegebenenfalls auch gegengesteuert werden.
Nach den INTERSPAR-Märkten wurden 2016 auch die INTERSPAR-Restaurants MSC-zertifiziert und dürfen seither MSC-zertifizierten Fisch auf den Menüs auch als solchen ausloben. Zudem sind alle SPAR-Gourmet-Märkte mit Fischtheken MSC- und ASC-zertifiziert.
Aktuell wird an der Rückverfolgbarkeit und der Umsetzung von Rückverfolgbarkeits-Systemen gearbeitet, da viele der beschriebenen Problemfelder durch eine lückenlose Lieferkette behoben werden können.
Erfolge im Bereich Fischeinkaufspolitik
100% der Spar Eigenmarken und 99% der gesamten Fisch und Meeresfrüchte-Artikel der Markenartikel kommen aus verantwortungsvollen Quellen, entsprechen also der gelben oder grünen Bewertung nach dem Ampelsystem des WWF. Darüber hinaus wird laufend an Verbesserungen gearbeitet und die Rückverfolgbarkeit von Fischprodukten verbessert.
Schwerpunkt 2: Wirksamer Klimaschutz
SPAR ist bestrebt, eine ambitionierte Klimastrategie zu entwickeln und sich wissenschaftsbasierte Klimaziele zu setzen. Der WWF begleitet SPAR auf diesem Weg als Sparrig-Partner.
SPAR war von 2011 bis 2025 zudem Partner der WWF CLIMATE GROUP, die im Sommer 2025 aufgelöst wurde. Unter dem Leitmotiv „Gemeinsam mehr erreichen“ engagierten sich in der Gruppe österreichische Vorreiter-Unternehmen für klimabewusstes Handeln in Wirtschaft, Politik und Bevölkerung. Die Partnerunternehmen bekannten sich zum Pariser Klimavertrag und traten für einen konsequenten Richtungswechsel hin zu einer 1,5 °C-Wirtschaft ein. Dies folgte dem Gedanken, dass gemeinsames Handeln dabei in Summe mehr Wirkung erzielt als die jeweiligen Einzelunternehmen für sich alleine.
Schwerpunkt 3: SPAR-Lehrlinge werden zu Green Champions!
Seit 2016 erhalten alle Lehrlinge der SPAR Akademie Wien eine gemeinsam mit dem WWF Österreich gestaltete, umfangreiche Ausbildung in Sachen Nachhaltigkeit. Seit 2021 werden auch SPAR-Lehrlinge in den Landesberufsschulen in Tirol, Salzburg, Kärnten, Niederösterreich und dem Burgenland zu „Green Champions“ ausgebildet. Die Reichweite erhöht sich durch die Ausweitung auf weitere Bundesländer von bisher 100 auf rund 350 Lehrlinge pro Jahr.
Woher kommt der Fisch im Fischstäbchen? Warum kann ein Krapfen den Regenwald zerstören? Und wo ist es sinnvoll auf Plastikverpackungen zu verzichten? Die gemeinsam mit dem WWF Österreich entwickelte Zusatzausbildung „Green Champion“ beschäftigt sich mit bewusstem Einkaufen sowie brandaktuellen Nachhaltigkeitsthemen wie sinnvoller Plastikreduktion, Fleischkonsum und regionalen Lieferanten. Um die fachliche Kompetenz zu garantieren, stellte der WWF mit Unterstützung des Klimaschutz-Ministeriums die Lernunterlagen zusammen.
Ziel der Ausbildung ist es, die Jugendlichen in sieben Modulen für das Thema Nachhaltigkeit zu begeistern und zu sensibilisieren. Um den Unterricht nachhaltig zu gestalten, wurden die Lehrkräfte von den WWF-Expertinnen und -Experten im Rahmen eines „Train the Trainer“-Programmes geschult. Wesentlicher Bestandteil sind Workshops, in denen die Jugendlichen praxisnah lernen, was Artenvielfalt, Klimaschutz, natürliche Ressourcen, ein gesunder Boden und verantwortungsvolle Fischerei bedeuten. Auch die globalen Zusammenhänge des Konsumverhaltens und die Folgen für Mensch und Natur werden kritisch beleuchtet.
Rückfragen
Fakten zur Partnerschaft
- Partner seit 2011
- Branche: Lebensmittelhandel
- Art der Partnerschaft:
- inhaltliche Zusammenarbeit / strategische Partnerschaft
- Sponsoring-Partnerschaften und Spenden zur Finanzierung der Natur- und Umweltschutzarbeit des WWF
- Fokusthemen:
- Nachhaltige Fischeinkaufspolitik
- CO2-Reduktion
- Bewusstseinsbildung und Aktivierung (Fokus auf Mitarbeiter*innen und Stakeholder in der Wertschöpfungskette)
Kontaktdaten WWF Key Account
Schwerpunkt Fischeinkaufspolitik
Mag. Axel Hein
Corporate Relations Manager Seafood
Mobil: +43 676 83 488 230
e-mail: axel.hein@wwf.at
Schwerpunkt Klimaschutz
Lara Breitmoser M.A.
Programm-Managerin Nature & Business
Mobil: +43 676 83488 251
E-Mail: lara.breitmoser@wwf.at
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Es braucht ein Time Out, um die Dringlichkeit von Natur- und Klimaschutz zu unterstreichen. Nehmen wir uns bewusst 60 Minuten unserer Zeit, in denen wir die Natur wieder zurückholen, uns politisch engagieren, eine Petition unterschreiben oder uns mit anderen Menschen über Natur- und Klimaschutz unterhalten.
Mit der gemeinsamen Aktion „Renaturieren statt Betonieren“ zur WWF Earth Hour können wir ein Zeichen setzen und eine politische Trendumkehr einfordern.
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