In Namibia wurden 2025 so wenige Nashörner gewildert wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Der Rückgang um 53% zeigt, dass konsequenter Artenschutz wirkt.
WWF: 163 neue Arten in der Mekong Region entdeckt
Presseaussendung
Wien, 19. Dezember 2016 – In der Mekong Region in Südostasien entdeckten Wissenschafter 163 neue Arten. Der WWF veröffentlicht heute den „Species Oddity-Report“, in dem die neu entdeckten Arten zusammen gefasst sind. Eine Schlange, die mit ihrem Kopf in Regenbogenfarben an David Bowie´s Ziggy Stardust erinnert zählt ebenso zu den neuen Arten wie etwa eine Echse, die als kleiner Drache durchgeht oder auch ein Molch, dessen Optik sofort die Klingonen aus „Star Trek“ in Erinnerung ruft. Der Report dokumentiert die Arbeit von hunderten Wissenschaftern, die insgesamt neun Amphibienarten, 11 Fischarten, 14 Reptilienarten, 126 Pflanzenarten und drei Säugetierarten in Kambodscha, Laos, Myanmar , Thailand und Vietnam entdeckten.
„Die Mekong Region ist auf Grund der unglaublichen Artenvielfalt geradezu ein Magnet für Wissenschafter aus der ganzen Welt. Immer wieder werden in dieser Region bisher unbekannte Arten entdeckt“, so Georg Scattolin, Artenschutzexperte beim WWF Österreich der gerade aus der Mekong Region zurückgekehrt ist, der gleichzeitig betont: „Es ist aber auch ein Kampf gegen die Zeit, um diese neu entdeckten Arten nachhaltig zu schützen.“ Die Mekong Region steht nämlich auf Grund der intensiven und schnellen Infrastrukturentwicklungen (Straßen, Bergbau, Dämme) unter großem Druck. Das Überleben dieser einzigartigen Arten und Landschaft ist zudem auch anderen Bedrohungen ausgesetzt: Wilderei und illegaler Handel. Der WWF initiierte in der Region daher ein grenzüberschreitendes Projekt mit dem Ziel, diesen Bedrohungen entgegen zu wirken.
Über die Mekong Region:
Die Region beheimatet eine Vielzahl von Arten, die weltweit am stärksten gefährdet sind, darunter: Tiger, Saola, asiatischer Elefant, Mekong Delfin und Mekong Riesenwels. Insgesamt wurden seit 1997 2.409 neue Arten (Pflanzen, Vögel, Säugetiere, Fische, Amphibien und Reptilien) entdeckt. Der WWF Greater Mekong arbeitet auf der Basis von Länderprogrammen in Kambodscha, Laos, Myanmar, Thailand und Vietnam.
Rückfragehinweis:
Gerhard Auer, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231 oder 0676-83488231, E-Mail: gerhard.auer@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Tag des Tigers: WWF ortet Licht und Schatten beim Schutz der bedrohten Großkatzen
Nur mehr 5.500 wilde Tiger weltweit – Wilderei und illegaler Handel weitgehend ungestraft – Verlagerung von Handel mit Tiger-Präparaten ins Internet – Neue Schätzungen aus Nepal und China geben Hoffnung
WWF: Europas Meere in dramatischem Zustand – EU muss endlich handeln
Bericht zeigt alarmierende Entwicklung: Artensterben, Klimakrise und Verschmutzung setzen europäischen Meeren massiv zu – WWF fordert verbindlichen Meeresschutz im EU Ocean Act
Wasserkrise und Tiersterben: WWF fordert Krisengipfel zur Rettung der Unteren Lobau
Bürgermeister, Umweltstadträtin und Umweltminister sollen Sofortmaßnahmen gegen die Wasserkrise vereinbaren – Weiteres Zuschauen wäre völlig verantwortungslos
Tiefsee in Gefahr: Staaten entscheiden über Moratorium für Rohstoffabbau am Meeresgrund
Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Vorarlberg – WWF kritisiert geplante Bibertötungen scharf
Neue Verordnung soll Tötung von bis zu 32 Tieren jährlich ermöglichen – Naturschutzorganisation fordert Vorrang für Prävention und unabhängige Einzelfallprüfung
Amazonas: Neue Studie warnt vor 1,4 Millionen Hektar zusätzlicher Entwaldung
Science-Studie untersucht Folgen des Rückzugs großer Sojahändler aus freiwilligem Soja-Moratorium – WWF-Umrechnung: Prognostizierte Rodungsfläche entspricht rund 34-mal Wien – Entwaldungsfreie Lieferketten gefordert
WWF startet Biodiversitäts-Training für Lehrlinge
Neues Weiterbildungsangebot verbindet Naturerlebnis, Artenschutz und Wirtschaft – Pilotphase mit Wien Energie und Caritas Wien im WWF-Auenreservat Marchegg in Niederösterreich
WWF startet erstmals Wahl zu Österreichs Fluss des Jahres
Online-Voting über neun Flüsse aus allen Bundesländern bis 1. September – Fachleute wählten Kandidaten nach Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbedarf aus













