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WWF: Achtung auf Umweltschutz bei der Urlaubsplanung
Wien, Freitag, 26. Juni 2009 – Zum Beginn der Sommerferien ermutigt der WWF die Urlauber, auch beim Verreisen an den Umweltschutz zu denken. Schon mit kleinen Schritten kann viel getan werden, um die Reise umweltfreundlicher zu gestalten, ohne den Erholungswert zu mindern. Der WWF weist darauf hin, dass fünf Prozent aller Treibhausgasemissionen aus dem Tourismus stammen. Diese entstehen zu einem Großteil bei der An- und Abreise zum Urlaubsort. Der Flugverkehr gilt unter den Reiseverkehrsmitteln als Klimakiller Nummer 1.
"Reisen müssen nicht automatisch klimaschädlich sein", so WWF-Sprecher Franko Petri. "Einige einfache Maßnahmen können helfen, die Umwelt weniger zu belasten, ohne dass der Urlaubsspaß darunter leidet. Mit manchen Reisen kann man sogar einen Beitrag zum Naturschutz leisten. In vielen Regionen fördern Ökotourismus-Projekte einen schonenden Umgang mit Arten und Landschaften, schaffen Arbeitsplätze für die einheimische Bevölkerung und kurbeln die regionale Wirtschaft an", sagt Petri.
Worauf jeder einzelne Urlauber achten kann, um die schönste Zeit des Jahres bewusst zu genießen, zeigen die Reisetipps des WWF:
Reiseziele und Anbieter:
- Informieren Sie sich schon vor der Urlaubsplanung über umweltfreundliche Anbieter.
- Überprüfen Sie die Nachhaltigkeit Ihres geplanten Urlaubs mit einem einfachen Öko-Check unter: www.reisekompass-online.de.
- In immer mehr Regionen wird Ökotourismus betrieben. Der WWF organisiert beispielsweise zusammen mit dem "forum anders reisen" Reisen in WWF Projektgebiete, etwa zu den Gorillas in Zentralafrika.
Doch der Urlaub muss nicht immer ins Ausland führen. Auch in Österreich gibt es eine Vielzahl attraktiver Tourismusregionen, die umweltfreundlich zu erreichen sind.
An- und Abreise:
- Wer umweltfreundlich an- und abreisen möchte, tut dies am besten mit Bus oder Bahn. Wenn möglich, sollte man auf Flug- oder Autoreisen verzichten. Ein Urlaubsflug nach Teneriffa schädigt das Klima ebenso stark wie ein Jahr Autofahren.
- Wer sich für eine Flugreise entschieden hat, sollte dabei Entfernung und Urlaubsdauer berücksichtigen. Flüge für Distanzen unter 800 km sollten vermieden werden.
- Kompensieren Sie die Emissionen Ihres Fluges. Wählen Sie einen Anbieter, der nach dem so genannten Gold-Standard zertifiziert ist. Kampagnen wie "atmosfair" bieten Verbrauchern die Möglichkeit, die Klimaauswirkungen ihres Fluges durch einen entfernungsabhängigen Preisaufschlag auszugleichen, der in Klimaschutzprojekte fließt.
- Wenn man mit dem Auto verreist, sollte man sich beim Fahren an die Richtgeschwindigkeit halten. Dann stößt man nicht nur deutlich weniger Schadstoffe aus, sondern man spart auch noch Geld und Nerven. Im Stau: Motor ausstellen. Klimaanlage nur anstellen, wenn man überhaupt nicht darauf verzichten kann, denn auch sie verbraucht zusätzlich Sprit.
Vor Ort:
- Unterkunft: Buchen Sie möglichst Unterkünfte lokaler Anbieter, zum Beispiel eine kleine Pension statt einer weltweiten Hotelkette. So bleibt ihr Geld vor Ort. Nutzen Sie den Hotelservice umweltbewusst. Reduzieren Sie etwa Ihren Wasserverbrauch.
- Mobilität: Nutzen Sie im Urlaub öffentliche Verkehrsmittel. Nicht überall braucht man das eigene Auto oder einen Leihwagen.
- Aktivitäten: Nutzen Sie Angebote, bei denen Sie Natur erleben können, ohne sie zu zerstören. Zum Beispiel geführte Wanderungen oder Tierbeobachtungen in Nationalparken.
- Verzichten Sie auf Sportarten, die den örtlichen Verhältnissen nicht angemessen sind und viel Energie oder Wasser verbrauchen. Entscheiden Sie sich bewusst gegen Golfplätze in Trockengebieten oder Tennisanlagen mit Flutlichtbetrieb.
- Essen: Bevorzugen Sie Frischware aus der Region statt importierte, abgepackte Lebensmittel. Essen Sie besser in landestypischen Restaurants als in den Filialen von Fast-Food-Ketten. Verzichten Sie auf den Verzehr exotischer Speisen, für die gefährdete Arten sterben mussten – wie etwa Schildkröten, Wale, Haie oder Schlangen.
- Souvenirs: Bedrohte Arten gehören nicht ins Gepäck. Ohne spezielle Genehmigung dürfen Sie keine Produkte aus Krokodil-, Kaiman-, Schlangen- oder Eidechsenhaut in die EU einführen. Verzichten Sie auf Elfenbein, Wal-, Walross- oder Flusspferdzähne. Auch viele Muscheln und Schnecken sind geschützt, ebenso Holz. Der WWF-Souvenirführer http://www.wwf.de/themen/artenschutz/handel-und-nutzung/souvenirfuehrer/ zeigt, welche Mitbringsel erlaubt sind.
Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231 oder 0676-83488231.
Weitere Informationen: www.wwf.at/cites-info oder www.wwf.de/urlaubstipps.
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