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WWF: Artenschutzkonferenz erzielt Etappensieg für Meerestiere und Großkatzen
Wien/Samarkand, am 4. Dezember 2025 – Zum Abschluss der internationalen Artenschutzkonferenz (CITES COP) in Usbekistan zieht die Umweltschutzorganisation WWF Österreich eine überwiegend positive Bilanz: „Die Konferenz hat einen historischen Etappensieg für zahlreiche Meerestiere erzielt, darunter 70 Hai- und Rochenarten. Angesichts der weltweiten Überfischung vieler gefährdeter Tiere ist das ein Riesenerfolg. Doch der Schutz am Papier ist nur der Anfang. Jetzt müssen die einzelnen Staaten eine lückenlose Umsetzung und strenge Kontrollen für Handel und Fischerei sicherstellen”, sagt Simone Niedermüller, die für den WWF Österreich in Samarkand vor Ort ist. Ein besonderer Durchbruch ist das internationale Handelsverbot für Manta- und Teufelsrochen, Walhaie, Weißspitzen-Hochseehaie und 18 Arten von Geigenrochen. Strengere Maßnahmen wurden auch für den Handel mit Tiefsee-, Hunds- und Glatthaien beschlossen. Außerdem wurde der Handel mit Galapagos-Leguanen und goldenen Seegurken verboten, letztere gelten in Asien als Delikatesse.
Neben dem Erfolg für Meerestiere, wurden bei der Konferenz auch die vom WWF im Vorfeld geforderten Maßnahmen zum besseren Schutz von asiatischen Großkatzen beschlossen. Dazu zählen insbesondere ein Verbot der Tigerzucht für den Handel mit Körperteilen, strengere Auflagen für alle Tigerhaltungen und eine weiterhin strenge Überwachung von Leoparden. Auch auf eine stärkere Bekämpfung des illegalen Handels mit Jaguaren und Geparden hat sich die Konferenz geeinigt. „Trotz des Handelsverbots werden vor allem junge Geparde häufig illegal als exotische Haustiere gehandelt. Das macht deutlich, dass die Beschlüsse nur so gut sind wie ihre Kontrollen – da braucht es dringend eine Nachschärfung”, sagt Niedermüller.
Erfolge bei Dickhäutern, Enttäuschung bei Aalen
Die Umweltschutzorganisation WWF zeigt sich außerdem erfreut über die Aufrechterhaltung der Handelsverbote von Elfenbein und Nashorn-Hörnern sowie den verbesserten Schutz weiterer Säugetierarten, darunter Faultiere, Goldbauch-Mangaben, Okapis und Dorkas-Gazellen. Zusätzlich wurde der Handel mit einigen Vogelarten verboten, wie dem Weißrücken- und dem Rüppellgeier sowie dem Großschnabel-Samenfink, der durch den Singvogelhandel unter Druck gerät. Handelsbeschränkungen wurden auch für zwei endemische Geckoarten, vier Froscharten und afrikanische Hornvögel erzielt, deren horniger „Helm” begehrte Handelsware ist.
Der WWF zeigt sich hingegen enttäuscht über die Ablehnung des dringend notwendigen Handelsverbots mit Aalen. Denn derzeit ist nur der Handel des vom Aussterben bedrohten Europäischen Aals geregelt. „Da sie kaum von anderen Aal-Arten zu unterscheiden sind, werden Europäische Aale im Handel oft verwechselt – ein Schlupfloch für kriminelle Handelsnetzwerke. Eine Listung der ganzen Gattung wäre daher ein wichtiger Schritt gewesen, der bei der Konferenz leider abgelehnt wurde”, sagt Simone Niedermüller vom WWF Österreich. Darüber hinaus sieht der WWF dringenden Nachholbedarf beim Schutz von Singvögeln – ihr Handel sollte bei der nächsten Artenschutzkonferenz besonderes Augenmerk erhalten.
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