Erfasste Populationen seit 1970 um durchschnittlich 73 Prozent geschrumpft – Lebensraumzerstörung größte Bedrohung – Schutzmaßnahmen ermöglichen Erholung einzelner Arten + BILDER und VIDEOS
WWF-Erfolg: Altes Brutfloß, neue Hoffnung für die Flussseeschwalbe
Inmitten eines Baggerteichs nahe der Siedlung Sandparz gibt es schon seit vielen Jahren ein Brutfloß – ein künstlicher und geschützter Brutplatz für die bedrohte Flussseeschwalbe. Denn die Vögel sind hierzulande akut vom Aussterben bedroht. Nun hat der WWF Österreich gemeinsam mit der Forstverwaltung Baumgarten ein zweites Brutfloß im Rahmen des Projekts „Artenhotspot Auenreservat Marchegg“ renoviert. Das in die Jahre gekommene Floß erstrahlt nun wieder in neuem Glanz! Eine wichtige Maßnahme, um das Überleben der Flussseeschwalben in Niederösterreich zu sichern und sie als regelmäßige Brutvögel in den March-Thaya-Auen zu halten.
Denn Flussseeschwalben sind beim Brüten auf Kiesbänke und Schotterinseln angewiesen – doch diese sind fast völlig verschwunden. Die Ursachen sind Kraftwerksbauten, Schifffahrt und die Zerstörung der natürlichen Flussdynamik durch die Regulierung der Flüsse. Am Kies der Floßoberfläche können die Zugvögel ihre Eier sicher ausbrüten und die Jungvögel großziehen.
Bereits letztes Jahr haben wir an der March ein Brutfloß für Flussseeschwalben gebaut. Und das Projekt war mit Erfolg gekrönt: Flussseeschwalben-Paare haben auf dem Brutfloß gebrütet und einige Küken aufgezogen.
Für alle Interessierten, die sich ebenfalls für den Erhalt der Flussseeschwalben einsetzen wollen, stellen wir eine Bauanleitung unseres Floßes zur Verfügung. Als Gewässer sind dafür zum Beispiel Schotterteiche und größere Fischteiche geeignet. Aber Achtung: Bitte vorher unbedingt mit den Besitzer:innen der Gewässer abklären, ob ein Brutfloß erwünscht ist.
Im Video aus dem letzten Jahr kann man unseren Brutfloß-Bau verfolgen.
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