Gleich zwei Zwillingsgeburten bei den Berggorillas im Virunga-Nationalpark sorgen für Aufsehen. Feldteams konnten bereits beobachten, dass die Tiere innerhalb ihrer Familie einen bemerkenswerten Zusammenhalt zeigen.
WWF feiert den “Amazon of Europe”-Tag mit BIG JUMP in die Mur
Presseaussendung
Wien, Halbenrain, 13. Juli 2015 – Der „Amazon of Europe“ Day ging heuer mit einem besonderen Highlight in die dritte Runde: Am Nachmittag des 12. Juli fand auf steirischer und slowenischer Seite der Mur, bei Halbenrain (Donnersdorf) bzw. Apace, ein BIG JUMP in den Fluss statt. Hunderte große und kleine Wasserratten waren der Einladung von „Genuss am Fluss“, dem Internationalen Murschutzkomitee und dem WWF zu diesem Event gefolgt. Europaweit wurde gestern um 15 Uhr in Flüsse und Seen gesprungen, darin gebadet, und über den Wert von lebendigen und sauberen Flüssen informiert.
Der BIG JUMP an der Mur machte zugleich auf die Schönheit sowie die Bedeutung der Flusslebensräume im künftigen Fünf-Länder UNESCO Biosphärenpark „Mur-Drau-Donau“, dem eine Million Hektar großen „Amazonas Europas“, aufmerksam. Die steirische Grenzmur bildet das Tor zu diesem gemeinsamen Flussschutzgebiet von Österreich, Slowenien, Kroatien, Ungarn und Serbien. WWF-Projektleiter Arno Mohl sagt: „Der Amazonas Europas hat das Potential zu einem ökologischen und friedenstiftenden Jahrhundertprojekt. Die bestmögliche Einbindung der örtlichen Bevölkerung und lokale Akteure über fünf Ländergrenzen ist dabei der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung dieser beispiellosen Initiative. Der länderübergreifende Big Jump soll als Botschafter das Bewusstsein für die Bedeutung dieses einzigartigen Lebensraum schärfen“.
Georg Pock, Vorstand der Plattform „Genuss am Fluss“ im Unteren Murtal sieht den „Amazon of Europe“ Day mit dem Big Jump als Highlight des Tages als gelebtes Zusammensein: „Die Genussregion auf der österreichischen, sowie der slowenischen Seite der Mur lädt zum Erholen und „Entschleunigen“ ein. Veranstaltungen wie der „Amazon of Europe“ Day stärken die Verbindung unserer Länder, was längerfristig dazu führt, dass unsere Region hoffentlich auch auf europäischer Ebene mehr wahrgenommen wird“.
Nicht nur in der Steiermark, auch an vielen anderen Ufern im „Mur-Drau-Donau“ Biosphärenpark, organisierten der WWF gemeinsam mit zahlreichen lokalen Partnern ein vielfältiges und unterhaltsames Programm. Denn, obwohl sich die Regierungen für den strengen Schutz der artenreichen Flüsse und Auen ausgesprochen haben, sind die Naturwerte noch nicht gesichert. Flussregulierungen, Schotter- und Kiesbaggerungen, sowie neue Wasserkraftwerke wie das geplante slowenische Wasserkraftwerk an der Mur bei Hrastje Mota bedrohten das ökologische Gleichgewicht, die Artenvielfalt und die Hochwassersicherheit. Darauf machten der WWF und seine Partner im Rahmen des „Amazon of Europe“ Day aufmerksam.
Stojan Habjanic vom internationalen Murschutzkomitee ist seit vielen Jahren für den Schutz der Murauen tätig: „Wir wenden uns entschieden gegen neue Wasserkraftwerke an der Mur. Diese zerstören nicht nur den Lebensraum für die ausgesprochen große Artenvielfalt und 60 Fischarten sondern verbauen auch die Zukunft künftiger Generationen“.
In Kroatien wurde in fünf Verwaltungsbezirken des kroatischen Biosphärenparks der „Amazon of Europe“ Day mit dem Big Jump gefeiert. Eine große Anzahl begeisterter Teilnehmer konnten sich über den grenzübergreifenden Biosphärenpark „Mur-Drau-Donau“ informieren und das vielfältige Angebot genießen.
Serbien feierte diesen schönen Tag mit einem Kanu-Trip an der Donau in der Nähe von Sombor, wo dann, pünktlich um 15 Uhr, von einer Brücke ins Wasser gesprungen wurde. Der WWF war mit einem Informationsstand vor Ort und regionale Speisen und Getränke konnten von den Besuchern verkostet werden.
Ungarn war heuer absoluter Spitzenreiter mit 15 registrierten Big Jump Veranstaltungen innerhalb des zukünftigen fünf Länder Biosphärenparks „Mur-Drau-Donau“ und bot ein diverses Programm, inklusive einer Fotoausstellung, der Living Danube Tour und Livemusik.
Der Tag des Amazonas Europas wird jedes Jahr im Andenken an den EuroNatur-Mitarbeiter Martin Schneider-Jacoby begangen, der sich bis zu seinem viel zu frühen Tod äußerst engagiert für den internationalen Schutz dieser Flusslandschaft eingesetzt hat.
Wir bedanken uns bei der MAVA Stiftung, der Firma Asamer Holding und Coca- Cola für ihre langjährige Unterstützung des WWF Projektes für den Mur-Drau-Donau Biosphärenpark.
Rückfragehinweis und Event-Fotos:
Michaela Reichard, WWF Flussexpertin, Tel. +43 676 83 488 238, E-Mail: michaela.reichard@wwf.at
Theresa Gral, WWF Pressesprecherin, Tel. +43 676 83 488 216, E-Mail: theresa.gral@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Neue Salzburger Wolfsverordnung widerspricht europäischem Artenschutzrecht
Naturschutzorganisation kritisiert die geplanten anlasslosen Tötungen von Wölfen – Vorgehen gegen geschützte Wildtiere ist in Salzburg völlig überschießend
WWF: Interne Akten zeigen schwere Mängel beim Kraftwerksausbau Kaunertal
23 Nachforderungen, jede zweite betrifft Sicherheitsfragen – Tiwag-Unterlagen unvollständig, zentrale Risiken trotz Nachreichungen immer noch ungeklärt – WWF fordert Stopptaste für UVP
Dramatischer Rückgang: Kaiserpinguine jetzt „stark gefährdet“ – WWF fordert raschen Klimaschutz
Antarktis-Lebensraum zunehmend bedroht – Kaiserpinguine auf der Roten Liste der IUCN hochgestuft – WWF fordert dringend bessere Arten- und Klimaschutzmaßnahmen
Biber als Klima-Helden: Streng geschützte Art schafft effektive Kohlenstoffsenken
Neue Studie bestätigt positive Effekte von Biberdämmen: Durch Biber geschaffene Feuchtgebiete speichern große Mengen an Kohlenstoff – WWF fordert mehr Raum für den Biber
Good News: Besserer Schutz für wandernde Tierarten
Tiere wie die grüne Meeresschildkröte, die Schneeeule und der Große Hammerhai werden zukünftig besser geschützt. Die Entscheidung fiel auf der UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten.
WWF an Bundesregierung: Verzicht auf Energiesparen verschärft Energiekrise
Anhaltendes Verweigern wirksamer Energiespar-Maßnahmen und Kampagnen erhöht Risiko von Versorgungsengpässen – Umdenken der Politik gefordert
Neue WWF-Umfrage zeigt große Unterstützung für Renaturierung in Österreich
76 Prozent halten Renaturierungsmaßnahmen für wichtig – Mehrheit fordert Kanzler-Einsatz für Finanzierung und Abbau umweltschädlicher Subventionen
Bauarbeiten für Lobau-Autobahn gestartet – WWF kritisiert sündteuren Irrweg
Umweltrisiken und Milliardenkosten sprechen eindeutig gegen neue S1-Autobahn – WWF fordert Ausbau des öffentlichen Verkehrs und flächensparende Raumplanung













