Mehr als 3.000 Tonnen pro Tag – WWF fordert zum Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung verbindliche Reduktionsziele und erleichterte Lebensmittelspenden
WWF feiert morgen ein halbes Jahrhundert Naturschutz
S P E R R F R I S T 29.04.2011 00:01 Uhr
Wien, Donnerstag, 28. April 2011– Morgen, am Freitag, den 29. April, feiert die bekannteste Umweltorganisation der Welt, der „World Wide Fund For Nature“ (WWF) ihr 50-jähriges Bestehen und blickt auf zahlreiche Erfolge in fünf Jahrzehnten zurück. Mehr als 600 Wissenschaftler, Politiker, Unternehmer, Partner und Journalisten werden morgen Abend in Zürich zur offiziellen Geburtstagsfeier erwartet. Unter den zahlreichen Ehrengästen werden auch der südafrikanische Erzbischof, Nobelpreisträger und Anti-Apardheid-Kämpfer Desmond Tutu und der bekannte britische Naturfilmer David Attenborough sein. Anlässlich des Jubiläums warnt der WWF aber vor dem weiteren Artenschwund, dem Klimawandel und dem Verlust von natürlichen Lebensräumen. „Wir sind stolz auf das, was wir geleistet haben. Aber die Welt ändert sich und wir müssen in den kommenden 50 Jahren noch mehr handeln um die neuen Herausforderungen im Umwelt- und Naturschutz zu bewältigen“, so Jim Leape, Generaldirektor des WWF International. Die Feierlichkeiten morgen in Zürich werden von Sponsoren finanziert. Alle an der Jubiläumsfeier teilnehmenden Gäste wurden aufgefordert, für den CO2-Verbrauch ihrer Flüge ein Naturschutzprojekt in China zu unterstützen, das den Lebensraum des Großen Pandas sichert.
Der WWF wurde am 29. April 1961 mit dem so genannten „Morges-Manifest“ von Naturliebhabern und bekannten Persönlichkeiten in der Schweiz gegründet, wo die Organisation auch heute noch ihren Sitz hat. Heute ist der WWF eine weltumspannende Umwelt- und Naturschutzorganisation mit fünf Millionen Unterstützern in Hundert Ländern der Welt. In 40 Ländern unterhält der WWF eigene Büros. Der WWF arbeitete mit zahlreichen Regierungen, NGO-Partnern, Unternehmen und einflussreichen Berühmtheiten wie Prinz Philip von Großbritannien, Prinz Bernhard von den Niederlanden und Unternehmern wie Luc Hoffmann zusammen. Dieser Weg war ausschlaggebend für die Erfolge der Organisation in den letzten fünf Jahrzehnten.

Seit 1961 hat der WWF zahlreiche Erfolge im Umwelt- und Naturschutz vorzuweisen. Bis heute arbeitete der WWF wesentlich daran mit, dass mehr als eine Milliarde Hektar Natur unter Schutz gestellt wurden – das entspricht etwa ein Prozent der Erdoberfläche. Besonders engagiert war der WWF beim Schutz der Galápagos-Inseln, bei der Rettung der Tierwelt in Afrika und der Bewahrung der Regenwälder in Südamerika, im Kongo und in Südostasien. Allein in Brasilien ist der WWF seit zehn Jahren aktiv um 600.000 Quadratkilometer Amazonas-Regenwald unter dauerhaften Schutz zu stellen. Die noch intakten 80 Prozent des Waldes sollen für die kommenden Generationen bewahrt werden. In den 70er Jahren engagierte sich der WWF für die Einrichtung der RAMSAR-Konvention zum Schutz der Feuchtgebiete. Inzwischen gibt es 1.900 solcher wertvollen Regionen mit einer Gesamtfläche von knapp 190 Millionen Hektar. Zusammen mit der Weltnaturschutzunion (IUCN) gründete der WWF das Programm TRAFFIC, durch das heute mehr als 30.000 Pflanzen- und Tierarten in 175 Ländern Schutzstatus genießen. Der WWF ist bis heute auf allen wichtigen internationalen Umwelt- und Klimakonferenzen vertreten.
In weiteren Kampagnen kämpfte die Umweltorganisation für das Überleben der Tiger, der Wale und vielen anderen bedrohten Tierarten. Die Organisation setzte sich auch für eine EU-weite Regelung von giftigen Chemikalien ein. Nicht zuletzt sorgte der WWF für eine überlebensfähige Population von heute 1.600 Exemplaren seines Wappentieres, des Großen Panda, in China. Weitere Errungenschaften waren die Einführung des FSC-Zertifikats („Forest Stewardship Council“) zum Schutz der Wälder und des MSC-Zertifikats („Marine Stewardship Council“) für nachhaltigen Fischfang. Seit 1998 veröffentlicht der WWF mit seinen Partnern den „Living Planet Report“, in dem der Rückgang der Arten und der ökologische Fußabdruck des Menschen auf den Planeten Erde detailliert beschrieben wird. Seit 2007 organisiert der WWF die globale „Earth Hour“, die weltweit größte Aktion für das Klima. 2011 beteiligten sich daran Hunderte Millionen Menschen in 135 Ländern. Heute sind es vor allem der Klimawandel, die Überfischung der Meere und das Artensterben, die im Zentrum der WWF-Arbeit stehen. „Der WWF dankt allen seinen Sponsoren, Spendern, Partnern aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport, allen seinen Mitarbeitern und Mitkämpfern und den zahlreichen Freiwilligen, die den WWF zu dem gemacht haben, was er heute ist“, so WWF-Österreich-Geschäftsführerin Hildegard Aichberger, die ebenfalls an den Feierlichkeiten in Zürich morgen teilnehmen wird.
Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Leiter Medien WWF, Tel. 01-48817-231 Email: franko.petri@wwf.at
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