Science-Studie untersucht Folgen des Rückzugs großer Sojahändler aus freiwilligem Soja-Moratorium – WWF-Umrechnung: Prognostizierte Rodungsfläche entspricht rund 34-mal Wien – Entwaldungsfreie Lieferketten gefordert
WWF: Hunderte Menschen setzen Zeichen für den Schutz des Platzertals
Mit einer 660 Meter langen Menschenkette durch die Innsbrucker Altstadt haben am Donnerstagabend hunderte Tirolerinnen und Tiroler ein sichtbares Zeichen gegen die drohende Zerstörung des Platzertals gesetzt. Die Strecke vom Goldenen Dachl bis zur Triumphpforte entsprach exakt der Breite jenes Staudamms, den die Tiwag im Rahmen des Kraftwerksausbaus Kaunertal errichten will. Zu der Protestaktion aufgerufen hatte die Initiative „Rettet das Platzertal“, in der sich Bürgerinnen und Bürger aus ganz Tirol gemeinsam mit den Bürgerinitiativen „Einzigartiges Platzertal“ und „Lebenswertes Kaunertal“, dem WWF, dem Österreichischen Alpenverein, WET – Wildwasser Erhalten Tirol und weiteren Organisationen engagieren.
„Es gibt Alternativen zum Kraftwerksausbau, aber kein zweites Platzertal. Ausgerechnet in Zeiten zunehmender Trockenheit und Wetterextreme soll das größte nahezu unberührte hochalpine Moor- und Feuchtgebiet Österreichs zerstört werden. Die Tiwag und die Tiroler Landespolitik müssen die Warnungen von Wissenschaft, Naturschutz und Bevölkerung endlich ernst nehmen und naturverträgliche Alternativen prüfen“, sagt WWF-Experte Maximilian Frey.
Das Platzertal in den Ötztaler Alpen zählt zu den ökologisch wertvollsten Hochgebirgslandschaften des Alpenraums. Das Tal beherbergt das größte nahezu unberührte hochalpine Moor- und Feuchtgebiet Österreichs und gilt aufgrund seiner außergewöhnlichen Naturnähe als bedeutender Rückzugsraum für zahlreiche seltene und spezialisierte Tier- und Pflanzenarten.
Gemeinsam mit der Initiative „Rettet das Platzertal“ fordert der WWF die Verantwortlichen auf, den Kraftwerksausbau Kaunertal zu stoppen und naturverträgliche Alternativen zu verfolgen, die den Ausbau erneuerbarer Energien ermöglichen, ohne einen der bedeutendsten Naturräume Tirols dauerhaft zu zerstören.
Aktuelle Bilder der Protestaktion stehen hier zum Download bereit und werden laufend ergänzt.
News
Aktuelle Beiträge
WWF startet Biodiversitäts-Training für Lehrlinge
Neues Weiterbildungsangebot verbindet Naturerlebnis, Artenschutz und Wirtschaft – Pilotphase mit Wien Energie und Caritas Wien im WWF-Auenreservat Marchegg in Niederösterreich
WWF startet erstmals Wahl zu Österreichs Fluss des Jahres
Online-Voting über neun Flüsse aus allen Bundesländern bis 1. September – Fachleute wählten Kandidaten nach Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbedarf aus
Google-Ausbau: WWF fordert rasche Reparatur des UVP-Gesetzes
Google-Ausbau: WWF fordert rasche Reparatur des UVP-Gesetzes
Neue Zahlen: Möglicher Stromverbrauch entspricht fast einem Drittel des Stromverbrauchs von ganz Oberösterreich – Gesamter Ausbau muss Umweltprüfung durchlaufen – Stromhunger darf nicht auf Natur abgewälzt werden
Huchensterben in der Ybbs: WWF warnt vor tödlichen Wanderhindernissen
Fotos zeigen stark gefährdete Fische vor Kraftwerksbarrieren – WWF fordert funktionsfähige Fischaufstiege und durchgängige Flüsse als Schutz vor zunehmender Hitze
WWF-Erfolg: Tiwag muss Gefahrenanalysen herausgeben
Das Tiroler Landesverwaltungsgericht gibt dem WWF recht: Die Tiwag muss wichtige Dokumente rund um den geplanten Ausbau des Kraftwerks Kaunertal herausgeben. Dazu zählen auch Flutwellenberechnungen und Gefahrenszenarien.
WWF-Untersuchung: Wildfluss-Heuschrecken am Tiroler Inn verschwunden
Drei stark gefährdete Arten nur noch am Zubringer Ötztaler Ache nachweisbar – Flussverbauungen und Wasserableitungen setzen letzte Lebensräume unter Druck – WWF fordert großflächige Renaturierungen
WWF: Gericht verpflichtet Tiwag zur Herausgabe von Gefahrenanalysen
Landesverwaltungsgericht gibt WWF recht: Landesenergiekonzern muss Untersuchungen zu klimabedingten Naturgefahren, Flutwellenberechnungen, Alarmpläne und Gefahrenszenarien zum Gepatsch-Speicher herausgeben
Google-Rechenzentrum ohne UVP: WWF fordert rasche Gesetzesreform
Rechenzentren als eigenen Tatbestand im UVP-Gesetz verankern – Umweltorganisation verlangt Gesamtprüfung und strenge Umweltauflagen für Google-Ausbau in Kronstorf










