In Namibia wurden 2025 so wenige Nashörner gewildert wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Der Rückgang um 53% zeigt, dass konsequenter Artenschutz wirkt.
WWF: Kaum Verluste an Schafen durch Wölfe in abgelaufener Almsaison
Innsbruck, Wien, am 7. November 2017 – Nachdem aktuell neuerlich ein Wolf im Stubaital gesichtet wurde, weist der WWF darauf hin, dass heuer Österreich weit gerade einmal 17 Schafe durch den Wolf gerissen wurden. Diese Anzahl steht tausenden Schafen gegenüber, die jährlich aufgrund von Abstürzen, Blitzschlag und anderen Naturgefahren zu Tode kommen. Vor diesem Hintergrund mahnt der WWF zu einer sachlichen, lösungsorientierten Diskussion über die Rückkehr des Beutegreifers statt einer Verteufelung des Wolfes als blutrünstige Bestie.
Der Wolf ist gekommen um zu bleiben. Das bedeutet natürlich, dass auch die Verluste und damit die Schäden steigen werden. Jedoch wirkt sich die Wolfspräsenz bisher noch sehr bescheiden auf die Verluste an Schafen aus. 17 Schafe wurden heuer nachweislich vom Wolf gerissen – in Relation zu den 200.000 Schafen, die auf unseren Almen den Sommer verbrachten, eine geringe Zahl. 378.000 Schafe wurden 2016 in Österreich von etwa 14.000 Schafhaltern gehalten. Zwei Drittel davon wurden gealpt.
Ein “natürlicher” Abgang von zwei oder mehr Prozent pro Jahr, ist in einem Almsommer nicht ungewöhnlich. Auf über 200.000 Schafe umgelegt, beträgt der Verlust mehrere tausende Tiere pro Jahr – ganz ohne Wolf. Die Tiere kommen durch Blitz- und Steinschlag, Lawinen, Hochwasser und Schneedruck, sowie Krankheiten um.
„Obwohl selbstverständlich für den Schafhalter jeder einzelne Verlust schwer wiegt, rechnen wir für die Almsaison 2017 mit einer ähnlichen Relation von Schafsrissen im Vergleich zu anderen Todesursachen“, so Christian Pichler, Wolfsexperte des WWF. Denn die Anzahl der Schafe blieb in den letzten Jahren konstant beziehungsweise ist sie sogar leicht gestiegen.
Trotzdem dürfe man besonders jene Landwirte, die ihre Tiere draußen halten und ökologisch wertvolle Flächen naturnah beweiden lassen jetzt nicht im Stich lassen. Damit sie sich Zäune und Herdenschutzhunde anschaffen können, müssen sie sich auf Unterstützung bei der Finanzierung verlassen können, so der WWF abschließend.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01/48817-250, claudia.mohl@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Tag des Tigers: WWF ortet Licht und Schatten beim Schutz der bedrohten Großkatzen
Nur mehr 5.500 wilde Tiger weltweit – Wilderei und illegaler Handel weitgehend ungestraft – Verlagerung von Handel mit Tiger-Präparaten ins Internet – Neue Schätzungen aus Nepal und China geben Hoffnung
WWF: Europas Meere in dramatischem Zustand – EU muss endlich handeln
Bericht zeigt alarmierende Entwicklung: Artensterben, Klimakrise und Verschmutzung setzen europäischen Meeren massiv zu – WWF fordert verbindlichen Meeresschutz im EU Ocean Act
Wasserkrise und Tiersterben: WWF fordert Krisengipfel zur Rettung der Unteren Lobau
Bürgermeister, Umweltstadträtin und Umweltminister sollen Sofortmaßnahmen gegen die Wasserkrise vereinbaren – Weiteres Zuschauen wäre völlig verantwortungslos
Tiefsee in Gefahr: Staaten entscheiden über Moratorium für Rohstoffabbau am Meeresgrund
Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Vorarlberg – WWF kritisiert geplante Bibertötungen scharf
Neue Verordnung soll Tötung von bis zu 32 Tieren jährlich ermöglichen – Naturschutzorganisation fordert Vorrang für Prävention und unabhängige Einzelfallprüfung
Amazonas: Neue Studie warnt vor 1,4 Millionen Hektar zusätzlicher Entwaldung
Science-Studie untersucht Folgen des Rückzugs großer Sojahändler aus freiwilligem Soja-Moratorium – WWF-Umrechnung: Prognostizierte Rodungsfläche entspricht rund 34-mal Wien – Entwaldungsfreie Lieferketten gefordert
WWF startet Biodiversitäts-Training für Lehrlinge
Neues Weiterbildungsangebot verbindet Naturerlebnis, Artenschutz und Wirtschaft – Pilotphase mit Wien Energie und Caritas Wien im WWF-Auenreservat Marchegg in Niederösterreich
WWF startet erstmals Wahl zu Österreichs Fluss des Jahres
Online-Voting über neun Flüsse aus allen Bundesländern bis 1. September – Fachleute wählten Kandidaten nach Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbedarf aus













