Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
WWF: Keine Luftschlösser beim erneuerbaren Gas
Rascher Ausstieg aus fossilem Gas nötig – WWF warnt vor Verschwendung der knappen Alternativen in Raumwärme oder Verkehr
Wien, am 1. Juni 2021. Der WWF Österreich zeigt sich erfreut über die Grundaussage der heute von Umweltministerin Leonore Gewessler präsentierten Studie zum Thema erneuerbares Gas. „Es ist ein knappes Gut und darf daher nur dort zum Einsatz kommen, wo es aus technischen Gründen keine Alternativen gibt – also zum Beispiel in der chemischen Industrie oder in Teilen des Schwer- und Flugverkehrs“, sagt WWF-Klimaexperte Karl Schellmann. Völlig verfehlt wäre hingegen ein Verschwenden von grünem Gas in der Raumwärme oder im privaten Verkehr, weil es dort schon längst bessere, klimafreundliche Alternativen gibt.
„Anstatt neue Luftschlösser für die Gaswirtschaft zu bauen und damit letztlich auch die Versorgungssicherheit zu gefährden, muss die Politik rasch eine naturverträgliche Energiewende umsetzen. Das heißt: Energie sparen, klimafreundlich heizen und Ökostrom naturverträglich ausbauen. Auf Basis der vorliegenden Studie müssen die notwendigen Gesetze nun rasch beschlossen werden“, fordert Schellmann.
Besonders wichtig sind laut WWF ein verbindlicher Ausstiegsplan aus fossilem Gas, ein ambitioniertes Energieeffizienzgesetz, eine umfassende Mobilitätswende und ein Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz mit wirksamen Naturschutz-Kriterien. Zusätzlich muss der Bodenverbrauch deutlich reduziert werden, damit wertvolle Grünräume erhalten bleiben.
Die Umweltschutzorganisationen WWF Österreich, GLOBAL 2000 und VCÖ haben im Frühjahr bereits einen 15 Punkte umfassenden Aktionsplan vorgelegt, der den Ausstieg aus fossilem Gas und die gezielte Anwendung erneuerbarer Gase vorsieht.
Rückfragehinweis:
Mag. Nikolai Moser
Leiter Kommunikation WWF Österreich
Tel: +43 664 883 92 489
E-Mail: nikolai.moser@wwf.at
Web: www.wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.









