Sie haben mit Ihrer Stimme entschieden: Der Lech wurde zu Österreichs Fluss des Jahres 2026 gewählt. Auf Platz zwei folgt die Schwarze Sulm, auf Platz drei der Kamp.
WWF: Keine Luftschlösser beim erneuerbaren Gas
Rascher Ausstieg aus fossilem Gas nötig – WWF warnt vor Verschwendung der knappen Alternativen in Raumwärme oder Verkehr
Wien, am 1. Juni 2021. Der WWF Österreich zeigt sich erfreut über die Grundaussage der heute von Umweltministerin Leonore Gewessler präsentierten Studie zum Thema erneuerbares Gas. „Es ist ein knappes Gut und darf daher nur dort zum Einsatz kommen, wo es aus technischen Gründen keine Alternativen gibt – also zum Beispiel in der chemischen Industrie oder in Teilen des Schwer- und Flugverkehrs“, sagt WWF-Klimaexperte Karl Schellmann. Völlig verfehlt wäre hingegen ein Verschwenden von grünem Gas in der Raumwärme oder im privaten Verkehr, weil es dort schon längst bessere, klimafreundliche Alternativen gibt.
„Anstatt neue Luftschlösser für die Gaswirtschaft zu bauen und damit letztlich auch die Versorgungssicherheit zu gefährden, muss die Politik rasch eine naturverträgliche Energiewende umsetzen. Das heißt: Energie sparen, klimafreundlich heizen und Ökostrom naturverträglich ausbauen. Auf Basis der vorliegenden Studie müssen die notwendigen Gesetze nun rasch beschlossen werden“, fordert Schellmann.
Besonders wichtig sind laut WWF ein verbindlicher Ausstiegsplan aus fossilem Gas, ein ambitioniertes Energieeffizienzgesetz, eine umfassende Mobilitätswende und ein Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz mit wirksamen Naturschutz-Kriterien. Zusätzlich muss der Bodenverbrauch deutlich reduziert werden, damit wertvolle Grünräume erhalten bleiben.
Die Umweltschutzorganisationen WWF Österreich, GLOBAL 2000 und VCÖ haben im Frühjahr bereits einen 15 Punkte umfassenden Aktionsplan vorgelegt, der den Ausstieg aus fossilem Gas und die gezielte Anwendung erneuerbarer Gase vorsieht.
Rückfragehinweis:
Mag. Nikolai Moser
Leiter Kommunikation WWF Österreich
Tel: +43 664 883 92 489
E-Mail: nikolai.moser@wwf.at
Web: www.wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Flusswahl: Lech ist Österreichs „Fluss des Jahres“ 2026
Tiroler Wildfluss gewinnt Online-Voting über neun Flüsse – Schwarze Sulm in der Steiermark auf Platz zwei, Kamp in Niederösterreich auf Platz drei – Naturschutzorganisation fordert dauerhaften Schutz und mehr Renaturierung
WWF: Bund-Länder-Konflikt hinter Leerstellen im Renaturierungsplan
Schlüsselkapitel zu EU-geschützter Natur und Städten ohne Flächenangaben und Maßnahmen – Gesamtausmaß der zu renaturierenden Flächen bis 2030 fehlt – WWF fordert rasche Nachschärfungen
Erstmals Wolfsrudel in Nordtirol nachgewiesen: WWF fordert Abschuss-Stopp
Neue Verbreitungskarte des Österreichzentrums dokumentiert Rudel im Bezirk Landeck – Vier Jungwölfe bei Fiss gesichtet – WWF: Drei Abschussverordnungen sofort aussetzen
WWF: Österreich legt lückenhaften Renaturierungsplan vor
Naturschutzorganisation fordert Nachschärfungen mit verbindlichen Maßnahmen, Fristen und Budgets – Bestehende Programme reichen nicht für Schutz vor Hitze und Dürre
646 Hitzetote: WWF fordert Klima- und Naturschutzpaket
Umweltschutzorganisation für „Hitze-Milliarde“, mehr Renaturierung und wirksamen Klimaschutz – Natürliche Schutzmaßnahmen verstärken
WWF-Auswertung: 39 große Alpenspeicher im Nahbereich von Permafrost
Steigende Klimarisiken erfordern mehr Transparenz und Vorsorge – Minister Totschnig soll bis Jahresende Klima-Sicherheitsbericht vorlegen – Stopp für riskanten Kaunertal-Ausbau gefordert
Rechenzentrum Stetten: WWF fordert Stopp der Umwidmung auf der grünen Wiese
4,3 Hektar Ackerfläche sollen zu Bauland werden – Naturschutzorganisation verlangt Prüfung von Brachflächen und Offenlegung aller Umweltfolgen
WWF zu CO₂-Speicherung: CCS nur für unvermeidbare Restemissionen
Umweltschutzorganisation warnt vor Freibrief für fossile Geschäftsmodelle – Vorrang für Emissionsvermeidung – Strenge Grenzen bei geplanter Öffnung für CO₂-Speicherung








