Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
WWF: Neuer IPBES-Bericht sollte Weckruf für Politik und Wirtschaft sein
Im Rahmen der Vollversammlung des Weltbiodiversitätsrats IPBES in Manchester wurde am Montag ein neuer wissenschaftlicher Report über die Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und Biodiversität veröffentlicht. Demnach müssen Politik und Wirtschaft in Zukunft mehr Verantwortung übernehmen, um den Verlust von Arten und Ökosystemen wirksam zu stoppen. „Wer ohne Rücksicht auf planetare Grenzen wirtschaftet, sägt am eigenen Ast. Der neue Bericht sollte daher ein Weckruf für Politik und Wirtschaft sein“, sagt WWF-Expertin Sabrina Peer.
Der WWF fordert verbindliche Regeln für biodiversitätsfreundliche Lieferketten, eine Erhebung und Offenlegung naturbezogener Auswirkungen und Risiken durch Unternehmen sowie den weltweiten Abbau umweltschädlicher Subventionen. „Unternehmen müssen ihre Geschäftsmodelle konsequent an den planetaren Grenzen ausrichten – andernfalls gefährden sie nicht nur unsere Lebensgrundlagen, sondern auch ihre eigene Zukunft“, sagt Sabrina Peer vom WWF. „Freiwilligkeit und unverbindliche Selbstverpflichtungen reichen nicht ansatzweise aus, um den globalen Naturverlust zu stoppen. Vielmehr braucht es einen Mix an Maßnahmen, die wirksam, transparent und nachvollziehbar gegensteuern.“
Damit die heimische Wirtschaft den Schutz der Biodiversität besser berücksichtigen kann, sind auch passende Rahmenbedingungen und Informationsgrundlagen notwendig. Daher fordert der WWF unter anderem höhere Investitionen in den Ausbau des Monitorings, die Etablierung einer zentralen Koordinationsstelle und ein zeitgemäßes Biodiversitätsinformationssystem Austria (BISA).
News
Aktuelle Beiträge
Amazonas: Neue Studie warnt vor 1,4 Millionen Hektar zusätzlicher Entwaldung
Science-Studie untersucht Folgen des Rückzugs großer Sojahändler aus freiwilligem Soja-Moratorium – WWF-Umrechnung: Prognostizierte Rodungsfläche entspricht rund 34-mal Wien – Entwaldungsfreie Lieferketten gefordert
WWF startet Biodiversitäts-Training für Lehrlinge
Neues Weiterbildungsangebot verbindet Naturerlebnis, Artenschutz und Wirtschaft – Pilotphase mit Wien Energie und Caritas Wien im WWF-Auenreservat Marchegg in Niederösterreich
WWF startet erstmals Wahl zu Österreichs Fluss des Jahres
Online-Voting über neun Flüsse aus allen Bundesländern bis 1. September – Fachleute wählten Kandidaten nach Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbedarf aus
Google-Ausbau: WWF fordert rasche Reparatur des UVP-Gesetzes
Google-Ausbau: WWF fordert rasche Reparatur des UVP-Gesetzes
Neue Zahlen: Möglicher Stromverbrauch entspricht fast einem Drittel des Stromverbrauchs von ganz Oberösterreich – Gesamter Ausbau muss Umweltprüfung durchlaufen – Stromhunger darf nicht auf Natur abgewälzt werden
Huchensterben in der Ybbs: WWF warnt vor tödlichen Wanderhindernissen
Fotos zeigen stark gefährdete Fische vor Kraftwerksbarrieren – WWF fordert funktionsfähige Fischaufstiege und durchgängige Flüsse als Schutz vor zunehmender Hitze
WWF-Erfolg: Tiwag muss Gefahrenanalysen herausgeben
Das Tiroler Landesverwaltungsgericht gibt dem WWF recht: Die Tiwag muss wichtige Dokumente rund um den geplanten Ausbau des Kraftwerks Kaunertal herausgeben. Dazu zählen auch Flutwellenberechnungen und Gefahrenszenarien.
WWF-Untersuchung: Wildfluss-Heuschrecken am Tiroler Inn verschwunden
Drei stark gefährdete Arten nur noch am Zubringer Ötztaler Ache nachweisbar – Flussverbauungen und Wasserableitungen setzen letzte Lebensräume unter Druck – WWF fordert großflächige Renaturierungen
WWF: Gericht verpflichtet Tiwag zur Herausgabe von Gefahrenanalysen
Landesverwaltungsgericht gibt WWF recht: Landesenergiekonzern muss Untersuchungen zu klimabedingten Naturgefahren, Flutwellenberechnungen, Alarmpläne und Gefahrenszenarien zum Gepatsch-Speicher herausgeben










