Erfasste Populationen seit 1970 um durchschnittlich 73 Prozent geschrumpft – Lebensraumzerstörung größte Bedrohung – Schutzmaßnahmen ermöglichen Erholung einzelner Arten + BILDER und VIDEOS
WWF Österreich: Hilfspakete klimafit und naturverträglich ausrichten
Wien, am 18. März 2020. Die Umweltschutzorganisation WWF Österreich sieht den am Mittwoch angekündigten Rettungsschirm gegen die Folgen der Coronavirus-Pandemie als wichtiges und richtiges Signal. Zugleich müssen die weiteren Konjunkturpakete klimafit und naturverträglich ausgerichtet werden, um Österreich auch für künftige Krisen zu wappnen. „Die Coronavirus-Pandemie erfordert groß angelegte Hilfspakete, die zusätzlich zur akuten Nothilfe auch langfristig die richtigen Weichen stellen. Wer in den Schutz von Klima und Umwelt investiert, erhöht die Lebensqualität, sichert Arbeitsplätze und stimuliert die Wirtschaft“, sagt WWF-Programmleiterin Hanna Simons. „Zukünftige Budgets brauchen daher zumindest eine zusätzliche Klima-und Naturschutz-Milliarde, verbunden mit einer echten öko-sozialen Steuerreform und dem Abbau umweltschädlicher Subventionen“, nennt Simons konkrete Beispiele.
Aktuell stehen selbstverständlich die Gesundheit der Menschen und die Rettung der bedrohten Arbeitsplätze im Vordergrund, aber zugleich muss die Bundesregierung auch die Fehler vergangener Krisen vermeiden. „Investitionen in den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel und in das Sparen von Energie sind gut angelegt, während der Ausbau fossiler Infrastrukturen die Erderhitzung und den Bodenverbrauch befeuert. Gerade Natur und Klima sind zentrale Systeme, die erhalten werden müssen, um die Gesellschaft zu schützen“, sagt Hanna Simons vom WWF Österreich. „Wenn wir die Klimakrise nicht aufhalten, werden die Folgen auch in Europa existenzbedrohend. Auch hier gilt es, auf die Warnungen der Wissenschaft zu hören und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.“
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WWF Österreich
Mag. Volker Hollenstein
Leiter Politik & Kommunikation
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