Erfasste Populationen seit 1970 um durchschnittlich 73 Prozent geschrumpft – Lebensraumzerstörung größte Bedrohung – Schutzmaßnahmen ermöglichen Erholung einzelner Arten + BILDER und VIDEOS
WWF Österreich: Neue Verschrottungsprämie würde Mobilitätswende torpedieren
Wien, am 20. April 2020. Die Umweltschutzorganisation WWF Österreich bewertet die am Montag vom Autohandel geforderte Wiederauflage der Auto-Verschrottungsprämie als falsche Weichenstellung. „Die Bundesregierung darf sich nicht von den Marketing-Gags des Autohandels blenden lassen. Denn die Verschrottungsprämie wäre letztlich für Wirtschaft und Umwelt der falsche Weg. Anstatt kurzsichtiger Strohfeuer müssen wir die Mobilitätswende beschleunigen und Klimaschutz-Maßnahmen setzen, die Arbeitsplätze sichern und unsere Gesundheit schützen. Neue Konjunkturpakete im Verkehr müssen daher vor allem den öffentlichen Verkehr stärken und die Rad-Infrastruktur ausbauen“, sagt WWF-Klimasprecher Karl Schellmann. Gerade im Verkehr ist Österreichs CO2-Bilanz besonders schlecht und der Straßenbau trägt neben anderen Faktoren zum umweltschädlichen Bodenverbrauch des Landes bei.
Anstatt neue Subventionen für die großteils immer noch fossilen Autoflotten zu erfinden, müssten daher endlich kontraproduktive Anreize abgebaut werden. „Österreich leistet sich immer noch umwelt- und gesundheitsschädliche Relikte wie das Dieselprivileg, welches allein im Vorjahr 700 Millionen Euro verschlungen hat. Das widerspricht allen Klimazielen der Republik“, erinnert Karl Schellmann und fordert eine echte öko-soziale Steuerreform mit Lenkungswirkung. „Wir brauchen grundlegende Reformen, keine kurzsichtigen Strohfeuer. Wenn der Staat investiert, dann in öffentliche und emissionsfreie Mobilität und nicht in ineffiziente fossile Fahrzeuge. Klimaschutz ist eine große Modernisierungschance – auch und gerade für die Mobilität.“
Rückfragehinweis:
WWF Österreich
Mag. Volker Hollenstein
Leiter Politik & Kommunikation
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