Erfasste Populationen seit 1970 um durchschnittlich 73 Prozent geschrumpft – Lebensraumzerstörung größte Bedrohung – Schutzmaßnahmen ermöglichen Erholung einzelner Arten + BILDER und VIDEOS
WWF Österreich: Staatsgelder für Airlines an Klimaschutz-Kriterien knüpfen
Wien, am 29. April 2020. Im Vorfeld des heutigen Gipfeltreffens der Bundesregierung mit der Lufthansa-Spitze zur Zukunft der Austrian Airlines fordert die Umweltschutzorganisation WWF Österreich, dass die beantragten Staatshilfen an wirkungsvolle Klimaschutz-Kriterien geknüpft werden müssen. „Die Klimakrise ist akut und trifft uns alle. Daher muss jede öffentliche Unterstützung der Luftfahrt-Industrie an die künftige Ausrichtung am 1,5-Grad-Limit des Pariser Klimavertrages gekoppelt werden“, sagt WWF-Klimasprecher Karl Schellmann. „Alle Rettungsgelder, die über die akute Nothilfe für die Beschäftigten hinausgehen, müssen kritisch hinterfragt und an öko-soziale Bedingungen geknüpft werden. Weiter wie bisher darf keine Option sein.“
Im Gegenzug für die europaweit geforderten Staatshilfen müssen laut WWF insbesondere fossile Steuerprivilegien abgeschafft werden. „Wer Steuergeld will, muss dafür auch Steuern zahlen – auch und gerade für die Umwelt- und Gesundheitsbelastung durch die Luftfahrt“ sagt Karl Schellmann. Erst kürzlich hat eine VCÖ-Analyse gezeigt, dass Flugkonzerne im Vorjahr allein in Österreich durch die Steuerbefreiung von Kerosin mit rund 560 Millionen Euro indirekt subventioniert worden sind.
Als weitere Kriterien für die beantragte Staatshilfe braucht es in Zukunft höhere Ticketabgaben als geplant sowie eine klare Absage an Kurzstreckenflüge und die dritte Piste beim Flughafen Wien-Schwechat. „Der Ausbau des grenzüberschreitenden Bahnverkehrs würde nicht nur das Klima schonen, sondern auch neue Arbeitsplätze bringen“, nennt WWF-Klimasprecher Karl Schellmann eine Alternative.
Rückfragehinweis:
WWF Österreich
Mag. Volker Hollenstein
Leiter Politik & Kommunikation
Mobil: +43664 501 31 58
E-Mail: volker.hollenstein@wwf.at
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