Neue Onlinekarte zeigt erstmals Weg zu EU-Renaturierungszielen – Insgesamt sollen über 2.500 Kilometer Flüsse renaturiert werden – Tirol mit Defiziten im Bundesländer-Check
WWF Österreich zum Fleischskandal: Billigfleisch stoppen, klimafaire Preise schaffen
Kampfpreise gehen auf Kosten von Umwelt, Menschen und Tierwohl – WWF fordert umfassende Kennzeichnung von Fleischprodukten in Handel und Gastronomie sowie Verzicht auf schädliche Schleuderpreise
Wien, am 23. Juni 2020. Anlässlich der Affäre rund um die deutsche Großmetzgerei Tönnies ist eine Debatte um den ruinösen Preiskampf in der Fleischindustrie entbrannt. Die Umweltschutzorganisation WWF Österreich fordert anlässlich dessen ein konsequentes Vorgehen gegen Billigfleisch und die damit verbundenen Folgekosten für die Gesellschaft und die Umwelt. „Das vermeintliche Billigfleisch kommt uns alle teuer zu stehen. Kampfpreise begünstigen die Massenproduktion, die wiederum die Klimakrise und die Naturzerstörung befeuert. Daher müssen Politik und Wirtschaft jetzt konkrete Lösungen vorlegen – von einer besseren Kennzeichnung über höhere Tierwohl-Standards bis zu klimafairen Preisen“, sagt Hannah-Heidi Schindler, WWF-Expertin für Nachhaltige Ernährung. „Ausgerechnet Fleisch wird oft zu Schleuderpreisen verkauft, was aber völlig falsche Signale aussendet. Bei einem ganzen Huhn um drei Euro oder einem Kilo Schweinefleisch um etwas mehr als vier Euro ist ein umwelt- und tierfreundlicher Betrieb mit fairen Arbeitsbedingungen schwer bis unmöglich“, kritisiert Schindler.
Der WWF Österreich fordert einen Verzicht auf schädliche Fleischrabatte sowie die verpflichtende Kennzeichnung von verarbeiteten Fleischprodukten nach Herkunft und Tierwohl. „Die Konsumentinnen und Konsumenten haben das Recht darauf zu erfahren, was auf ihren Tellern landet – das gilt sowohl für den Handel, als auch für die Gastronomie und die Gemeinschaftsverpflegung“, sagt Schindler. Zudem verlangt die Umweltschutzorganisation höhere Standards bei der Produktion sowie europaweit schärfere Kontrollen, um faire Bedingungen für die dort arbeitenden Menschen zu schaffen.
In diesem Zusammenhang muss auch die bisherige EU-Agrarpolitik grundlegend reformiert werden. „Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig biologisch erzeugte Lebensmittel aus der Region sind. Daher sollten wir gerade auch im Sinne der Selbstversorgung all jene Betriebe stärken, die umwelt- und tierfreundlich arbeiten – und zwar mit der Natur, nicht gegen sie“, sagt Hannah-Heidi Schindler vom WWF Österreich.
Rückfragehinweis:
Sarah Bimingstorfer
WWF-Pressesprecherin
Tel. 0676 83488 216
E-Mail: sarah.bimingstorfern@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Seeadler „Nestor“ lebt: Ältester bekannter Seeadler Österreichs gesichtet
15 Jahre alter Seeadler im Burgenland nachgewiesen – WWF fordert besseren Schutz für das Wappentier – illegale Verfolgung als große Gefahr
WWF legt 5-Punkte-Paket gegen fossile Preisfalle vor
Fossile Energiekosten senken, Subventionen umleiten, Natur schützen – WWF und Klimaforscher Huppmann fordern Reformen gegen hohe Energiepreise und steigende Klimarisiken
Neue Leitung des Presseteams beim WWF Österreich
Alexa Lutteri führt seit Anfang März das Presseteam der größten heimischen Naturschutzorganisation
Inn-Aktionstag: Freiwillige aus drei Ländern im Einsatz für die Natur
Gemeinsamer Einsatz von 60 Freiwilligen für einen lebendigen und artenreichen Inn – Naturschutzaktionen in Tirol, Bayern und der Schweiz
Alpenverein und WWF fordern Stopptaste für Kaunertal-Ausbau
Unzureichend geplantes TIWAG-Projekt nicht genehmigungsfähig – Steigende alpine Risiken und Naturgefahren nicht ausreichend untersucht – Sicherheitslücken und Naturzerstörung sprechen gegen Konzernprojekt
Massen-Fischsterben aufgeklärt: WWF fordert rasche Dotierung der Unteren Lobau
Gutachten sieht Sauerstoffmangel als Ursache für Tod von rund 1.000 Fischen – WWF fordert Rettungspaket für Untere Lobau von der Wiener Stadtregierung
WWF fordert Offensive gegen Energieverschwendung
Naturschutzorganisation fordert rasches Handeln von Bund und Ländern – Echte Energiewende setzt zuerst beim Verbrauch an – Erneuerbare Energien konsequent naturverträglich ausbauen
Tiwag-Studie: WWF warnt vor Profiten auf Kosten der Natur
Naturschutzorganisation kritisiert Wasserkraft-Tunnelblick des Energiekonzerns – Alternativen zu teuren Uralt-Projekten wie Kaunertal-Ausbau gefordert – Schäden für Biodiversität werden ignoriert










