Google-Ausbau: WWF fordert rasche Reparatur des UVP-Gesetzes
Neue Zahlen: Möglicher Stromverbrauch entspricht fast einem Drittel des Stromverbrauchs von ganz Oberösterreich – Gesamter Ausbau muss Umweltprüfung durchlaufen – Stromhunger darf nicht auf Natur abgewälzt werden
WWF-Partner Fronius auf Welser Energiesparmesse
Wien, 4. März 2008. Energie sparen und erneuerbare Energien sind die beiden Eckpfeiler einer klimaneutralen Industriegesellschaft. Darum geht es bei der Energiesparmesse, die vom 7. bis 9. März im oberösterreichischen Wels stattfindet. Mit dabei ist auch das österreichische Unternehmen Fronius, das als Partner der WWF CLIMATE GROUP den eigenen CO2-Ausstoß um 15 Prozent reduziert und im Bereich Photovoltaik engagiert ist. Zum ersten Mal in Österreich wird Fronius die neuen Photovoltaik-Wechselrichter auf der Welser Messe präsentieren. Fronius unterstützt auch die WWF-Projekte in Südostasien und das Pandaschutzgebiet im chinesischen Wanglang.
Die Firma Fronius aus Sattledt kooperiert seit diesem Jahr mit dem WWF Österreich und engagiert sich gemeinsam mit der Allianz-Versicherung und IKEA Österreich in der WWF CLIMATE GROUP für die Reduktion von CO2. Fronius hat seinen eigenen CO2-Ausstoß durch die neue Photovoltaik-Anlage am Betriebsstandort in Sattledt bereits um 15 Prozent reduziert. Die firmeneigene Anlage mit 3600 m² Modulfläche am Dach und in der Fassade hat eine Nennleistung von 615 Kilowattspitze. Während der dreijährigen Zusammenarbeit mit dem WWF wird die Anlage den Ausstoß von knapp Tausend Tonnen CO2 verhindern. Die Firma Fronius ist in Österreich führend für Solarelektronik. Der WWF betrachtet die Stromerzeugung aus der Sonnenenergie als einen wesentlichen Impuls zum Klimaschutz und ruft dazu auf, die am Freitag beginnende Energiesparmesse und den Fronius-Stand zu besuchen.
Die Firma Fronius setzt mit dem WWF auch zwei konkrete Projekte im Ausland um: Zum einen errichtet Fronius für das WWF-Team in Laos die Stromversorgung für das Bürogebäude. Dort arbeitet der WWF zum Schutz und der Erhaltung des Lebensraums der Mekong-Elefanten. Der WWF-Mitarbeiter Marc Groß aus Österreich ist in der laotischen Hauptstadt Vientiane seit einem Jahr stationiert und kämpft für die Erhaltung der einzigartigen Naturlandschaft des Gebirgszuges der Großen Annamiten im Grenzgebiet zwischen Laos, Vietnam und Kambodscha. Weiters wird Fronius heuer im südchinesischen WWF-Panda-Naturreservat Wanglang die Stromversorgung von Überwachungsgeräten installieren.
Die WWF CLIMATE GROUP wurde 2007 gegründet, um erfolgreiche Unternehmen in Österreich bei der Umsetzung einer erfolgreichen CO2-Einsparung zu unterstützen. Alle Partner der WWF CLIMATE GROUP haben sich dazu bereit erklärt binnen drei Jahren ihren Ausstoß von CO2 um mindestens 15 Prozent zu reduzieren. Die Partner der WWF CLIMATE GROUP sind derzeit neben Fronius die Firmen IKEA Österreich und Allianz.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, WWF-Pressesprecher, Tel. 01-48817-231, franko.petri@wwf.at.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Huchensterben in der Ybbs: WWF warnt vor tödlichen Wanderhindernissen
Fotos zeigen stark gefährdete Fische vor Kraftwerksbarrieren – WWF fordert funktionsfähige Fischaufstiege und durchgängige Flüsse als Schutz vor zunehmender Hitze
WWF-Erfolg: Tiwag muss Gefahrenanalysen herausgeben
Das Tiroler Landesverwaltungsgericht gibt dem WWF recht: Die Tiwag muss wichtige Dokumente rund um den geplanten Ausbau des Kraftwerks Kaunertal herausgeben. Dazu zählen auch Flutwellenberechnungen und Gefahrenszenarien.
WWF-Untersuchung: Wildfluss-Heuschrecken am Tiroler Inn verschwunden
Drei stark gefährdete Arten nur noch am Zubringer Ötztaler Ache nachweisbar – Flussverbauungen und Wasserableitungen setzen letzte Lebensräume unter Druck – WWF fordert großflächige Renaturierungen
WWF: Gericht verpflichtet Tiwag zur Herausgabe von Gefahrenanalysen
Landesverwaltungsgericht gibt WWF recht: Landesenergiekonzern muss Untersuchungen zu klimabedingten Naturgefahren, Flutwellenberechnungen, Alarmpläne und Gefahrenszenarien zum Gepatsch-Speicher herausgeben
Google-Rechenzentrum ohne UVP: WWF fordert rasche Gesetzesreform
Rechenzentren als eigenen Tatbestand im UVP-Gesetz verankern – Umweltorganisation verlangt Gesamtprüfung und strenge Umweltauflagen für Google-Ausbau in Kronstorf
Good News: Mehr Luchse in den Südostalpen
Im Dreiländereck Italien-Slowenien-Österreich beobachten wir einen Anstieg der Luchspopulation. Eine schöne Bestätigung für den grenzüberschreitenden Artenschutz!
WWF-Studie: Massiv gefährdete Donaustöre beinahe täglich Opfer von Wildtierkriminalität
In zehn Jahren über 3.300 Störe in der Unteren Donau illegal getötet – WWF warnt vor Kollaps dieser wichtigen Vorkommen in Europa und fordert konsequentere Strafverfolgung
Google-Rechenzentrum wird größer: WWF fordert strenge Umweltauflagen
Geplante Erweiterung in Kronstorf verschärft Druck auf Böden und Wasser der Region – WWF verlangt volle Transparenz und verbindliche Auflagen von Landesregierung













