95 Prozent der Grillfleisch-Angebote aus konventioneller Tierhaltung, nur jedes 20. Angebot ist Bio – WWF fordert verpflichtende Kennzeichnung von Herkunft und Haltung
WWF-Protestaktion „Natur statt Beton“: Bodenschutz-Gipfel muss Flächenfraß stoppen
Im Vorfeld des am Mittwoch stattfindenden Bodenschutzgipfels von Bund, Ländern und Gemeinden fordert die Naturschutzorganisation WWF Österreich einen verbindlichen Bodenschutz-Vertrag gegen den Flächenfraß. Mehr als 45.000 Menschen in Österreich unterstützen diese Forderung im Rahmen der Petition „Natur statt Beton“. In diesem Sinne hat der WWF den versiegelten Platz vor dem Bundeskanzleramt symbolisch mit Rasen und Bäumen begrünt. „Die Verbauung hat längst jedes naturverträgliche Maß überschritten – alle zehn Jahre verbraucht Österreich die Fläche Wiens. Der Verlust wertvoller Grünräume befeuert nicht nur die Klimakrise und das Artensterben, sondern bedroht auch unsere Lebensgrundlagen“, warnt WWF-Bodenschutzsprecherin Maria Schachinger. Nach wie vor gehen jeden Tag im Schnitt 11,5 Hektar wertvoller Böden verloren. „Immer mehr Menschen wollen den Ausverkauf unserer Natur nicht länger hinnehmen. Daher müssen Bundeskanzler Schallenberg und Landwirtschaftsministerin Köstinger für eine verbindliche Obergrenze beim Bodenverbrauch eintreten“, fordert Schachinger.
Der WWF sieht Bund, Länder und Gemeinden gefordert, bei der Raumordnungskonferenz ihrer Verantwortung gerecht werden. „Seit 2002 verspricht die offizielle Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes, den Bodenverbrauch auf 2,5 Hektar pro Tag zu reduzieren. Passiert ist das Gegenteil: Der Bodenverbrauch ist in dieser Zeit fast dreimal so schnell gewachsen wie die Bevölkerung. Allein die Anzahl der Fachmärkte und Shoppingcenter hat sich mehr als verdoppelt“, kritisiert Schachinger. Neben einem verbindlichen Reduktionsziel fordert der WWF die Umsetzung eines 15-Punkte-Pakets – dieses umfasst zum Beispiel eine Ökologisierung der Raumordnung, den Abbau umweltschädlicher Subventionen, eine Förderung für lebendige Ortskerne und eine Reaktivierung des großflächigen Leerstands sowie eine breit angelegte Naturschutzoffensive.
„Die Lösungen gegen Flächenfraß liegen seit Jahrzehnten auf dem Tisch. Deshalb müssen Bund, Länder und Gemeinden endlich verbindliche Maßnahmen beschließen anstatt neue Papiertiger abzufeiern“, fordert Maria Schachinger.
Mehr Informationen zum Bodenverbrauch und zur Petition unter: www.natur-statt-beton.at
News
Aktuelle Beiträge
Neue Studie: Ökonomin Stagl warnt vor Budgetrisiken durch fehlende Klimapolitik
Analyse zeigt hohe finanzielle Risiken durch Extremwetter, fossile Preisschocks und fehlende Vorsorge – WWF fordert stärkere Berücksichtigung von Klimarisiken im Doppelbudget
WWF-Erfolg: WWF weitet Monitoring von Seeadlern aus
So viele besenderte Seeadler wie noch nie zuvor helfen dem WWF, die Rückkehr der Art zu begleiten. Die Daten liefern spannende Einblicke und zeigen, welche Schutzmaßnahmen besonders wichtig sind.
Wappentier im Aufwind: WWF weitet Seeadler-Monitoring aus
22 besenderte Greifvögel liefern wertvolle Daten für den Artenschutz – Erste markierte Seeadler brüten mittlerweile in drei Nachbarländern – Rund 90 Paare leben wieder in Österreich
Wasserkrise in der Lobau: Eines der größten Gewässer erstmals im Frühjahr geteilt
Bekanntes Eberschüttwasser im Nationalpark durch Wassermangel in zwei Teile getrennt – WWF fordert rasche Maßnahmen gegen Austrocknung der Unteren Lobau
Wildtierkriminalität in Österreich: 310 Fälle und eine sehr hohe Dunkelziffer
Neuer Bericht zeigt dramatisches Ausmaß illegaler Verfolgung geschützter Arten – BirdLife Österreich und WWF Österreich fordern nationalen Aktionsplan
Neuer Entwurf für Isel-Schutzgebiet verfehlt EU-Vorgaben
Geplante Verordnung der Landesregierung äußerst mangelhaft – WWF fordert umfassende Sanierung statt Stückwerk – Weitere Eskalation des EU-Vertragsverletzungsverfahrens droht
WWF: Lebensmittelverschwendung kostet Haushalte im Schnitt rund 100 Euro pro Monat
Tag der Lebensmittelrettung am 26. Mai: WWF errechnet Kosten der Verschwendung für Haushalte – Mehr Aufklärung, Transparenz und verbindliche Reduktionsziele gefordert
WWF: Neuer OECD-Bericht belegt anhaltenden Reformstau
Umweltprüfbericht kritisiert fehlende Verbindlichkeit, unklare Zuständigkeiten und umweltschädliche Fehlanreize – Ausbau von Schutzgebieten und bessere Naturschutz-Finanzierung empfohlen – OECD warnt vor Bodenversiegelung und Verfehlen der Klimaziele










