Online-Voting über neun Flüsse aus allen Bundesländern bis 1. September – Fachleute wählten Kandidaten nach Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbedarf aus
WWF-Riverwalk: Drei Wochen radeln, wandern und paddeln für den Inn
Presseaussendung
Wien, 7. August 2017: Drei Wochen – von 14. Juli bis 6. August 2017 – waren 21 junge WWF-Riverwalker entlang des Inn unterwegs. Sie folgten dabei zu Fuß, per Rad und mit Booten dem 517 Kilometer langen Flusslauf von seinem Ursprung in Maloja (CH) bis zur Mündung in die Donau bei Passau (DE). Martin Huber, Organisator des WWF-Riverwalks und Mitglied der WWF-Jugendgruppe Generation Earth, zur Reise: „Ziel des heurigen Riverwalks war, die Schönheit und Vielfältigkeit des Inn zu erkunden und alles über die Funktion,die Dynamik und die verschiedenen Nutzungen des Flusses zu erfahren. Das ist uns gelungen. Nun möchten wir aufzeigen, wie wertvoll und vielfältig der Inn ist und wie wichtig ein ökologischer Umgang damit ist.“
Entlang ihres Weges unternahmen die jungen Umweltschützer ein vielfältiges Programm und setzten sich intensiv mit dem Thema Flussschutz auseinander. Sowohl in der Schweiz als auch in Österreich fanden Treffen mit Flussexperten statt. Die Riverwalker lernten Wertvolles rund um die Themen „länderübergreifenden Flussschutz“ und die Beschaffenheit des Inn, Renaturierung von Flüssen, Hochwasserschutz und die Chancen und Bedrohungen durch Wasserkraftwerke. Neben Revitalisierungen und Aufweitungen wurden auch Wasserkraftwerke und ein Fischlift besichtigt. Im Rahmen einer Flusssäuberungsaktion wurden Ufer von Müll befreit. Mit Kajaks und Raftingbooten erlebten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen dann die Kraft des Flusses am eigenen Leibe. „Flüsse kennen keine Grenzen. Darum sind wir auch nach unserer Reise davon überzeugt, dass nur ein gemeinsames, länderübergreifendes Management am Inn sinnvoll ist. Denn jede Maßnahme hat immer Auswirkungen auf den gesamten Fluss.“, so Huber zu den Erkenntnissen der Reise.
Wildflüsse sind in Europa mittlerweile zu einer Seltenheit geworden. Die einst natürlichen Flüsse sind über die vergangenen Jahrhunderte von Menschen verbaut, begradigt und verschmutzt und die Flora und Fauna schwer beeinträchtigt worden. Der Inn wird beispielsweise auf seiner Fließstrecke von 24 Wasserkraftwerken unterbrochen. Nur noch ein Prozent des Flusses ist heute in seiner natürlichen Form anzutreffen.
Im Rahmen des WWF Riverwalks werden jedes Jahr Flüsse und Flussabschnitte von einer Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener bewandert, beradelt und bepaddelt. Gemeinsam wird auf die Bedrohungen von Flüssen aufmerksam gemacht. Der WWF Riverwalk fand heuer das vierte Mal in Folge statt und brachte junge, umweltaffine Menschen bereits an die Flüssen Isel (AUT), Soca (SLO), Tagliamento (IT), Valbona (ALB) und Inn (CH/AUT/DE). Organisiert wird das Ereignis von der WWF-Jugendgruppe Generation Earth
Die Gruppe, die auch online sehr gut vernetzt ist, verfasste während der Reise regelmäßig Blogeinträge, in denen sie ihre Erlebnisse schildern.
- Blog: www.river-walk.eu,
- Facebook: facebook.com/WWFgenerationearth
- Pressefotos: https://drive.google.com/drive/folders/0B3Izv8nF9k6iTW1HMUhXNXI1VWM
Rückfragehinweis:
Theresa Gral, Pressesprecherin WWF Österreich, Tel. 01/488 17-216, E-Mail: theresa.gral@wwf.at
„Generation Earth“ WWF Netzwerk für junge, engagierte Menschen
Das WWF-Netzwerk „Generation Earth“ besteht aus jungen Menschen zwischen 15 und 25 Jahren. Die naturbegeisterten Jugendlichen und jungen Erwachsenen absolvieren ein umfangreiches Trainingsprogramm und setzen spannende Umweltprojekte um. Im Rahmen des Trainingsprogrammes behandeln sie ein breites Themenfeld – von Umweltschutzthemen über Projektmanagement bis hin zu Öffentlichkeitsarbeit – und setzen sich gemeinsam aktiv für den Schutz unserer Umwelt ein.
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