Der WWF baut und renoviert künstliche Brutplätze für die Zugvögel. Nun können wir eine positive Bilanz ziehen: Im Gebiet gibt es so viele Jungvögel, wie seit Jahren nicht mehr!
WWF: Salzburger Wolf-Verordnung verstößt gegen EU-Recht
Der Entwurf der Salzburger „Maßnahmengebietsverordnung Wolf“ steht im Widerspruch zum europäischen Naturschutzrecht und ist auch aus Tierschutz-Sicht höchst fragwürdig formuliert. Darauf macht der WWF am Freitag anlässlich der kürzlich beendeten Begutachtungsphase aufmerksam. „Anlasslose, pauschale Abschüsse von Wölfen sind unter den aktuellen Voraussetzungen eindeutig unzulässig. Die Landesregierung geht völlig überschießend gegen eine geschützte Art vor“, sagt WWF-Experte Christian Pichler.
Auch aus Tierschutz-Sicht ist der Entwurf hochproblematisch. Abschüsse sollen demnach sogar in jener sensiblen Phase möglich sein, in der Wölfinnen ihre Jungen werfen und säugen. „Jungwölfe kommen etwa Anfang Mai blind und taub zur Welt und sind über Wochen vollständig auf ihre Mutter angewiesen. Wird eine führende Wölfin erschossen, führt das zwangsläufig auch zum Verhungern der Jungen“, warnt WWF-Experte Pichler vor vermeidbarem Tierleid.
Der WWF fordert daher den Rückzug des Entwurfs sowie ein rechtskonformes Wolfsmanagement, das auf fachgerechtem Herdenschutz basiert. „Weidetiere sollten generell besser geschützt werden. Das würde auch Krankheiten und Abstürze reduzieren“, sagt Pichler. Zudem betont der WWF-Experte die ökologische Schlüsselrolle des Wolfs: „Als großer Beutegreifer reguliert er Wildbestände und trägt zur Artenvielfalt sowie zur Waldverjüngung bei.“
Der Wolf ist nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geschützt und befindet sich in Österreich nicht in einem günstigen Erhaltungszustand, wie auch der Europäische Gerichtshof bestätigt hat. „Abschussmöglichkeiten sind laut EU-Recht nur zulässig, wenn sie mit der Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands vereinbar sind. Das ist hier nicht gegeben“, sagt Pichler. In Salzburg habe sich bislang keine stabile Wolfsfamilie etabliert, zudem handle es sich überwiegend um durchwandernde Einzeltiere.
News
Aktuelle Beiträge
600 Tötungen pro Jahr: WWF kritisiert geplante Biber-Verordnung in Niederösterreich
Drastische Verschärfung bei Biber-Management vorgesehen – Direkte Eingriffe in Lebensraum und Bestand möglich – WWF ortet Freibrief für pauschale Abschüsse
Klimagesetz: WWF begrüßt Klimaneutralität 2040, kritisiert fehlende Verbindlichkeit
Umweltschutzorganisation fordert ambitionierten und verbindlichen Klimafahrplan, andernfalls droht Etikettenschwindel – Fokus auf natürlichen Klimaschutz und Renaturierung gefordert
WWF kritisiert Blockade der Industriellenvereinigung bei wirksamer Klimapolitik
Rahmenbedingungen für Klimaneutralität 2040 längst überfällig – Industriellenvereinigung verhindert zahlreiche Energiegesetze und schadet sich selbst
Trockenheit in Österreich: WWF fordert Schutz des Platzertal-Moors als wichtigen Wasserspeicher
Feuchtgebiete in der Klimakrise immer wichtiger – Kraftwerkspläne bedrohen einzigartiges, hochalpines Moor – WWF fordert Schutz intakter Moore für wertvollen Wasserrückhalt
WWF-Ranking: Kein Bundesland schützt Böden ausreichend
Naturschutzorganisation analysiert Bodenpolitik der Bundesländer – Salzburg an der Spitze, aber nur „lückenhaft“ – Kärnten und Oberösterreich Schlusslichter – Mehr als die Hälfte der 99 Teilbewertungen im neuen WWF-Bodenreport kritisch oder ungenügend
Countdown für Renaturierungspläne: WWF fordert rasche Fertigstellung und Veröffentlichung
Zwei Wochen vor EU-Deadline noch immer kein Gesamtentwurf vorliegend – Historische Dürre zeigt Notwendigkeit von Renaturierung – Umweltminister und Bundesländer in der Pflicht
Klimakrise trifft verbaute Flüsse besonders hart: WWF fordert Renaturierung zum Schutz seltener Huchen
Fehlender Wasserrückhalt verschärft Austrocknung – Kleinwasserkraftwerke behindern Fischwanderung – WWF fordert mehr Renaturierung zum Erhalt der gefährdeten Huchen in der Pielach
WWF-Erfolg: 20 Sambars in thailändischem Nationalpark freigelassen
20 Tiere, ein Nationalpark und ein großes Ziel: Die Natur wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Im Nationalpark Mae Wong wurden erfolgreich Sambars freigelassen.









