22 besenderte Greifvögel liefern wertvolle Daten für den Artenschutz – Erste markierte Seeadler brüten mittlerweile in drei Nachbarländern – Rund 90 Paare leben wieder in Österreich
WWF: Schiefergas muss im Boden bleiben
Anlässlich des heute im Umweltausschuss des Nationalrats behandelten Antrags der Grünen nach einem Fracking-Verbot unterstreicht der WWF einmal mehr, dass er die Ausbeutung von Schiefergas kategorisch ablehnt. „Wenn man sich Österreichs katastrophale Treibhausgasbilanz vor Augen hält, sind alle Ansätze zusätzliche fossile Energieträger zu extrahieren von der Politik zu unterbinden“, sagt Karl Schellmann, WWF-Energie und Klimaexperte. Deshalb fordert er heute den Umweltausschuss des Parlaments auf, sich klar gegen die Ausbeutung von Schiefergas in Österreich zu positionieren und ein entsprechendes Verbot einzuleiten.
Die wiederholten Probebohrungen und Untersuchungen der OMV zur Schiefergasförderung in den Schutzgebieten der March-Thaya-Auen sind ein massiver Anschlag auf diesen sensiblen Naturraum. Für den WWF Österreich als Miteigentümer des Naturreservats Marchauen/Marchegg unterstreichen die Bohrungen einmal mehr die Notwendigkeit, dieses einzigartige Gebiet endlich wirksam zu schützen. Für einen Abbau des Weinviertler Schiefergases, würde möglicherweise March-Wasser abgeleitet werden, was die Artenvielfalt massiv beeinträchtigen und die Trinkwasserreserven der Region gefährden könnte.
Statt Schritte in Richtung besseren Schutz der Marchregion zu setzen, drücken die Behörden in den letzten Jahren bei vielen Natur zerstörenden Projekten beide Augen zu. So wurde im Zuge der Dammsanierung an der March das UVP-Gesetz einfach ausgeschaltet und etliche schwerwiegende Eingriff in das Europaschutzgebiet geduldet, wie Schlägerungen des geschützten Auwaldes oder die Installation von Drainagepumpen. Dadurch wurden wertvolle Biotope entwässert.
Im Raum zwischen Wien und Bratislava werden in zwei Jahrzehnten, um 400.000 mehr Menschen leben als jetzt. „Gerade in Ballungsräumen wie dem Osten Österreichs, wo so viele Menschen zusammentreffen und Naturschätze zu bewahren sind, ist Fracking, eine Methode in der die Umwelt- und Gesundheitsgefahren nicht kalkulierbar sind, absolut abzulehnen“, sagt Karin Donnerbaum vom WWF March-Thaya-Auen Programm.
Die österreichische Bundesregierung und die niederösterreichische Landesregierung sind gefordert, jetzt sensible Lebens- und Naturräume zu bewahren, und diese nicht der Rohstoffgewinnung zu opfern, von der nur wenige profitieren.
Für den WWF ist nur eine Energiepolitik zukunftsweisend und akzeptabel, die auf erneuerbare Energien, gekoppelt mit Einsparung und Effizienzsteigerung, setzt und gleichzeitig die Naturschätze Österreichs bewahrt.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01/488 17 250, E-Mail: claudia.mohl@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Wasserkrise in der Lobau: Eines der größten Gewässer erstmals im Frühjahr geteilt
Bekanntes Eberschüttwasser im Nationalpark durch Wassermangel in zwei Teile getrennt – WWF fordert rasche Maßnahmen gegen Austrocknung der Unteren Lobau
Wildtierkriminalität in Österreich: 310 Fälle und eine sehr hohe Dunkelziffer
Neuer Bericht zeigt dramatisches Ausmaß illegaler Verfolgung geschützter Arten – BirdLife Österreich und WWF Österreich fordern nationalen Aktionsplan
Neuer Entwurf für Isel-Schutzgebiet verfehlt EU-Vorgaben
Geplante Verordnung der Landesregierung äußerst mangelhaft – WWF fordert umfassende Sanierung statt Stückwerk – Weitere Eskalation des EU-Vertragsverletzungsverfahrens droht
WWF: Lebensmittelverschwendung kostet Haushalte im Schnitt rund 100 Euro pro Monat
Tag der Lebensmittelrettung am 26. Mai: WWF errechnet Kosten der Verschwendung für Haushalte – Mehr Aufklärung, Transparenz und verbindliche Reduktionsziele gefordert
WWF: Neuer OECD-Bericht belegt anhaltenden Reformstau
Umweltprüfbericht kritisiert fehlende Verbindlichkeit, unklare Zuständigkeiten und umweltschädliche Fehlanreize – Ausbau von Schutzgebieten und bessere Naturschutz-Finanzierung empfohlen – OECD warnt vor Bodenversiegelung und Verfehlen der Klimaziele
Good News: Laos kämpft um Rückkehr der Tiger
Die Regierung in Laos hat einen Nationalen Aktionsplan verabschiedet, durch den sich die Tigerpopulation wieder erholen soll.
INN Dialog diskutiert über Zukunft des Dreiländerfluss
Rund 100 Teilnehmende aus Wissenschaft, Praxis und Bevölkerung diskutieren über den Arten- und Naturschutz am Inn – Abschluss des grenzüberschreitenden EU-Projekt INNsieme connect
WWF: Neue Hoffnung für den Tiger – Laos startet nationalen Aktionsplan zur Rückkehr der Großkatzen
Nur mehr rund 5.500 Tiger in freier Wildbahn – Neuer Zehn-Jahres-Plan zur Aufwertung der Tiger-Lebensräume in Laos beschlossen – WWF vor Ort zur Umsetzung im Einsatz













