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WWF: Seltenstes Meeressäugetier darf überleben
Mexiko City, 17. Juli, 2013 –. Mit weniger als 200 noch lebenden Exemplaren ist der Vaquita, der Kalifornische Schweinswal, die seltenste heute lebende Meeressäugetierart. Ihre Bestände vor der mexikanischen Küste wurden durch die Treibnetzfischerei fast bis zum Aussterben dezimiert. Immer wieder blieben die Tiere als Beifang in den Netzen hängen. Mit der Einführung einer neuen Norm in der mexikanischen Fischerei sollen nun in den nächsten drei Jahren die Treibnetze durch nachhaltige Netze ersetzt werden. „Die neuen Netze verhindern, dass die Wale in den Netzen qualvoll sterben und stärken auch das Einkommen der Fischer und ihrer Familien“, freut sich WWF-Fischereiexpertin Simone Niedermüller.
Die wirksame Anwendung der neuen Norm setzt auch das Einverständnis der Fischer voraus und dass sie aktiv an der Umstellung mitarbeiten. Denn die neuen Netze brauchen spezielle Kenntnisse und viel Übung. Deshalb ist auch die Unterstützung der Regierung so wichtig, da für die Fischer Kurse und Ausfallsprogramme angeboten werden müssen“, so Niedermüller. Die neue Norm im Fischfang ist das Ergebnis einer fünf Jahre dauernden Zusammenarbeit zwischen Regierung, Umweltbehörden, Fischereiverbänden und Umweltorganisationen wie dem WWF. So sandte der WWF in den letzten Monaten 38.000 Unterschriften zur Rettung des Vaquita an den mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto.
Der Vaquita ist die einzige Walart, die in Mexiko heimisch ist, und mit eineinhalb Metern die kleinste Walart überhaupt. Die letzten 200 Tiere leben im oberen Golf von Mexiko. Die größte Bedrohung für die Kleinwale waren die Treibnetze der Fischer, in denen sie sich verfingen und qualvoll sterben mussten. Die neuen Netze mit dem Namen RS.INP.MX (Abkürzung für Spezialnetz des nationalen mexikanischen Fischereiinstituts) werden nun in den kommenden drei Jahren zu hundert Prozent auch für kleinere Fischerboote mit einer Länge von sechs Metern eingeführt. Durch spezielle Öffnungen und ein System von abnehmenden Maschengrößen können die Schweinswale den Netzen leichter entkommen.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231, Email: franko.petri@wwf.at. Fotos auf Anfrage.
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