Naturschutzorganisation warnt vor immer neuen Eingriffen durch Gletscherschwund – Land Tirol soll Ausnahmen einschränken und verbindliche Ausbaugrenzen festlegen
WWF-Sommertipps: Umweltfreundlich durch die Hitzewelle
Wien, Dienstag, 29. Juni 2010 – Die Wetterprognosen für die kommenden Tage sind eindeutig: Mit bis zu 35 Grad im Schatten startet der Hochsommer so richtig durch. Selbst in den Nächten soll das das Quecksilber (vor allem in den Ballungszentren) selten unter die 20-Grad-Marke sinken. Der WWF gibt Tipps zum sinnvollen und umweltschonenden Abkühlen.
Das Eisfach richtig nutzen: Erfrischend kalte Getränke und klirrende Eiswürfel – im Sommer geht nichts mehr ohne Gefriertruhe und Kühlschrank. Doch auch im Hochsommer sollte der Temperaturregler nicht zu stark eingestellt sein. Sechs bis sieben Grad Celsius sind für das Kühlen von Lebensmitteln ausreichend. Für Gefriertruhen reicht eine Temperatur von minus 18 Grad. Außerdem ist es sinnvoll, den Kühlschrank nicht neben Herd oder Spülmaschine aufzustellen, da er dann zum Abkühlen mehr Energie benötigt. Idealer Ort für Gefriertruhen ist der Keller. Regelmäßiges Abtauen spart zusätzlich Energie.
Damit der Kühlschrank nicht zur Heizung wird: Nur augenscheinlich sinnvoll ist die Idee, den Kühlschrank als Air Condition einzusetzen. Wer mittels geöffneter Kühlschranktüre die Raumtemperatur senken möchte, nimmt nicht nur eine hohe Stromrechnung und Umweltbelastung in Kauf. Mit dieser Maßnahme wird sogar der gegenteilige Effekt erreicht. Ein Kühlschrank ist nämlich eine Wärmepumpe, die die Wärme von Innen nach Außen transportiert. Umso mehr dieses System – aufgrund einer geöffneten Türe – arbeiten muss, umso mehr Wärme gibt der Kühlschrank auf seiner Rückseite wieder ab. Und so wird der Kühlschrank zur Heizung. Sinnvoller und umweltfreundlicher: mit kaltem Wasser angefeuchtete Bettlaken vor das Fenster hängen.
Hitze aussperren: Anstatt Strom fressende Klimaanlagen und Ventilatoren zu verwenden, die schnell eine Sommererkältung auslösen können, sollte in den frühen Morgen- und späten Abendstunden kräftig Stoßgelüftet werden. Tagsüber hingegen stets Fenster und Rollläden geschlossen halten. Die Hitze wird ausgesperrt und in der Wohnung bleibt es kühl.
Erfrischendes aus dem Kräutergarten: Salbei hemmt die Schweißproduktion. Einfach ein paar frische Salbeiblätter mit heißem Wasser übergießen und abkühlen lassen. Danach mit ein paar Eiswürfeln genießen. Ebenfalls ein typisches und noch dazu unangenehmes Hitzeproblem: schnell fettende Haare. Minze und Rosmarin (als Extrakt im Haarshampoo) verleihen zusätzliche Frische und wirken als Schweiß-Blocker. Damit auch die Natur cool bleiben kann, sollten generell beim Kauf von Produkten mit wild gesammelten Aromapflanzen, nachgefragt werden, ob diese aus nachhaltiger Wildsammlung stammen.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231, Email: franko Petri@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Good News: Finn ist neuer WWF-Naturschutzhund
Der 5-jährige Rüde hilft mit seiner Spürnase dabei, Fälle von Wildtierkriminalität aufzudecken. Er gilt als besonders ausgeglichen und arbeitsfreudig.
Neuer WWF-Spürhund Finn soll illegale Wildtiertötungen aufdecken
Schäferhund-Mischling unterstützt Polizei-Ermittlungen durch Suche nach Tierkadavern und Giftködern – Einsätze vor allem in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark
WWF-Analyse: Zu wenig Bodenschutz bei neuen Betriebsgebieten
Bodenschutz bei Betriebsgebieten: Alle neun Bundesländer fallen im WWF-Check durch – Täglich fast zwei Fußballfelder zusätzlich beansprucht – WWF fordert Ende des Wildwuchses – LÄNDER-ZEUGNIS im Detail
Weltnaturkonferenz: WWF warnt vor Verfehlen der 2030-Ziele
Globale Halbzeitbilanz zeigt unzureichende Umsetzung – WWF fordert wirksame Maßnahmen und gesicherte Finanzierung, auch in Österreich – COP17-Konferenz startet am Montag
Klimastreik: WWF fordert Notfall-Programm für Klima und Natur
Umweltschutzorganisation verlangt verbindliches Klimagesetz und wirksamen Renaturierungsplan – Natürliche Schutzmaßnahmen stärken, fossile Großprojekte stoppen
Sanierungsoffensive: WWF sieht zu wenig Schub für die Wärmewende
Umweltschutzorganisation bewertet Regierungspaket als „sinnvollen, aber zu schwachen Impuls“ – WWF fordert mehrjährige Sanierungsförderung und verbindlichen Zeitplan für fossilen Heizungsausstieg
WWF: Nationaler Renaturierungsplan lückenhaft und ambitionslos
Zum Ende der Begutachtung: Zentrale Maßnahmen fehlen, Finanzierung ungeklärt – Weitreichende Ausnahmen bei Stadtbegrünung – WWF fordert grundlegende Überarbeitung
WWF-Städtecheck: Große Lücken bei Stadtbegrünungsplänen
14 Städte untersucht: Planungslücken bei Maßnahmen, Finanzierung und Erfolgskontrolle – WWF fordert langfristige Begrünungsplanung und mehr Unterstützung durch Bund und Länder












