WWF und „die umweltberatung“ : Ranking für Holz und Gartenmöbel

6. Juni 2008 | Presse-Aussendung

Wien 6. Juni 2008 – Der Sommer ist da und die Gartenmöbel werden ausgepackt. Bei der Auswahl des Gartenmobiliars ist aber Vorsicht geboten. Viele Hölzer in Österreichs Baumärkten und Möbelhäuser stammen aus  Raubbau und unterstützen damit die rasant fortschreitende Vernichtung der Urwälder der Erde. Sicherheit gibt nur das FSC-Gütesiegel für Holz aus umwelt- und sozialverträglicher […]

Wien 6. Juni 2008 – Der Sommer ist da und die Gartenmöbel werden ausgepackt. Bei der Auswahl des Gartenmobiliars ist aber Vorsicht geboten. Viele Hölzer in Österreichs Baumärkten und Möbelhäuser stammen aus  Raubbau und unterstützen damit die rasant fortschreitende Vernichtung der Urwälder der Erde. Sicherheit gibt nur das FSC-Gütesiegel für Holz aus umwelt- und sozialverträglicher Waldwirtschaft. Das aktuelle Unternehmensranking von WWF und „die umweltberatung“ gibt Empfehlungen für den bewussten Einkauf von Holzprodukten. Dazu wurden Österreichs größte Baumärkte und Möbelhäuser zu ihrer Einkaufsstrategie befragt.

Bereits zum sechsten Mal haben der WWF und „die umweltberatung“ heuer Österreichs größte Holzanbieter zur Nachhaltigkeit ihres Holzproduktsortiments befragt. Baumärkte und Möbelhäuser von Hornbach bis Leiner wurden auf Herz und Nieren geprüft: Werden Holzprodukte mit FSC-Gütesiegel angeboten? Kann Holz aus illegalen Quellen und Urwaldzerstörung ausgeschlossen werden? Gibt es verbindliche Aktionspläne, die sicherstellen, dass nur Holz aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft angeboten wird? Anhand der Antworten der Händler und durch Stichproben vor Ort erstellten WWF-Experten das aktuelle „Unternehmensranking für Ihren Holzeinkauf“.
Das Ergebnis lässt viel Verbesserungspotential im österreichischen Einzelhandel erkennen. „Die Verfügbarkeit von FSC-Produkten im Gartenmöbelbereich hat sich zwar in den letzten Jahren verbessert“, so Julitta Berchtold, WWF Waldexpertin. „Recherchen vor Ort zeigen aber, dass das Angebot abseits des Gartenmöbelbereichs noch sehr dürftig ist.“ Problematisch ist auch die großteils fehlende Auszeichnung nachhaltiger Holzprodukte. „Oft wird zwar FSC-Holz geführt, aber leider für den Konsumenten nicht oder nicht eindeutig deklariert“, bemängelt Berchtold. „Damit wird dem Kunden die Chance genommen, sich bewusst für nachhaltige Holzprodukte zu entscheiden“.
Das „Unternehmensranking für Ihren Holzeinkauf“ soll den Konsumenten primär als Orientierungshilfe dienen. Darüber hinaus schafft es die Möglichkeit sich für eine umwelt- und sozialverträgliche Holzwirtschaft auszusprechen. „Wer beim Holzeinkauf den positiv gelisteten Unternehmen den Vorzug gibt und FSC-Produkte kauft, setzt damit ein klares Zeichen für die Erhaltung der Regenwälder und für den Schutz des Weltklimas“, so Berchtold.
Der kommerzielle Holzeinschlag ist die größte Bedrohung für die verbliebenen Urwälder der Erde. Jedes Jahr werden rund 13 Millionen Hektar Wald vernichtet. Das entspricht fast zweimal der Fläche Österreichs. Oft ist der Holzeinschlag illegal. Im Amazonasregenwald liegt der Anteil sogar bei rund 80 Prozent. Nur das FSC-Gütesiegel garantiert für Holz aus sozial und ökologisch nachhaltiger Produktion. Das Zertifikat wird vom Weltforstrat FSC (Forest Stewardship Council) vergeben und beinhaltet Kriterien für die umwelt- und sozialverträgliche Waldbewirtschaftung. Internationale Standards und regelmäßige unabhängige Kontrollen der gesamten Produktkette gewährleisten globale Gültigkeit, Transparenz und klare Rückverfolgbarkeit bis in den Wald.
Das aktuelle Unternehmensranking und weitere Orientierungshilfen für den Holzeinkauf stehen interessierten Konsumenten unter www.wwf.at/fsc kostenlos zur Verfügung. In der WWF-Datenbank www.holzcheck.at können mehr als 900 Holzprodukte mit glaubwürdiger Zertifizierung abgerufen werden. Der handliche Holz-Einkaufsratgeber liefert einen Überblick über Holzarten, die bedenkenlos gekauft werden können.

Weitere Informationen und Fotos:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231.

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